Schwarzer Holunder
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- | Der Schwarze Holunder ''(Sambucus nigra L.)'' gehört zur Familie der [[Caprifoliaceae|Geißblattgewächse]] ''(Caprifoliaceae)''. | + | Der '''Schwarze Holunder''' (''Sambucus nigra'' L.) ist eine [[Holunder]]-Art und gehört zur Familie der [[Adoxaceae|Moschuskrautgewächse]] (''Adoxaceae''). |
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- | === Die Frucht === | + | Der Schwarze Holunder ist ein bis zu 7 m hoher Strauch oder Baum. Kleine, gelbweiße, starkduftende Blüten stehen in schirmförmigen Trudolden und blühen zwischen Mai und Juni. Aus ihnen reifen kugelige, schwarzglänzende, 4-6 mm große Früchte. |
- | Kleine, gelbweiße, starkduftende Blüten stehen in schirmförmigen Trudolden; kugelige, schwarzglänzende Früchte. | + | Holunder ist in Europa beheimatet und kommt in Europa und Asien vor. Er kommt am Waldrand, in Gebüschen und in Siedlungsnähe vor. Er ist ein Stickstoffzeiger (Fleischhauer et al. 2007). |
+ | '''Giftigkeit:''' schwach giftig | ||
- | === Vorkommen === | + | '''Giftige Pflanzenteile:''' Die ganze Pflanze, besonders die Blätter, frische Rinde und unreifen Beeren. Die Blüten und die reifen, gekochten Beeren kann man essen. |
- | Hauptsächlich kommt der Holunder in Gärten und an Waldrändern vor. | + | Inhaltsstoffe: |
+ | * [[Flavonoide]] (u.a. Rutin, Isoquercitin, Hyperosid) | ||
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+ | * [[Schleim]] | ||
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- | ==Giftigkeit== | + | ==Literatur== |
- | '''schwach giftig''' {{Giftklassen nach GDC}} | + | * Fleischhauer, G.S. Guthmann, J. Spiegelberger, R. (2007): Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden. AT Verlag, Baden, München. |
- | + | * Lauber, K. Wagner, G. (2006): Flora des Kantons Bern. Vom Jura zum Jungfraumassiv - 2000 Blüten- und Farnpflanzen. 4. Auflage. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien. | |
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- | Die ganze Pflanze, besonders die Blätter, frische Rinde und unreifen Beeren. Die Blüten und die reifen, gekochten Beeren kann man essen. | + | |
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- | *Flavonoide (u.a. Rutin, Isoquercitin, Hyperosid) | + | |
- | *organische Säuren | + | |
- | *Gerbstoffe | + | |
- | *Schleim | + | |
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+ | [[Kategorie:Pflanzen aus Europa]] | ||
+ | [[Kategorie:Pflanzen aus Asien]] | ||
+ | [[Kategorie:Nutzpflanzen]] |
Aktuelle Version
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra L.) ist eine Holunder-Art und gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae).
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Eignung als Futter
Der Holunder ist zwar wenig giftig, er scheint aber dennoch recht schlecht im Geschmack sein, da er von vielen Kleinsäugern ignoriert wird. Das gilt offenbar auch für die essbaren die Blüten.
Die Pflanze
Der Schwarze Holunder ist ein bis zu 7 m hoher Strauch oder Baum. Kleine, gelbweiße, starkduftende Blüten stehen in schirmförmigen Trudolden und blühen zwischen Mai und Juni. Aus ihnen reifen kugelige, schwarzglänzende, 4-6 mm große Früchte.
Holunder ist in Europa beheimatet und kommt in Europa und Asien vor. Er kommt am Waldrand, in Gebüschen und in Siedlungsnähe vor. Er ist ein Stickstoffzeiger (Fleischhauer et al. 2007).
Giftigkeit: schwach giftig
Giftige Pflanzenteile: Die ganze Pflanze, besonders die Blätter, frische Rinde und unreifen Beeren. Die Blüten und die reifen, gekochten Beeren kann man essen.
Inhaltsstoffe:
- Flavonoide (u.a. Rutin, Isoquercitin, Hyperosid)
- organische Säuren
- Gerbstoffe
- Schleim
- wenig ätherisches Öl
Literatur
- Fleischhauer, G.S. Guthmann, J. Spiegelberger, R. (2007): Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden. AT Verlag, Baden, München.
- Lauber, K. Wagner, G. (2006): Flora des Kantons Bern. Vom Jura zum Jungfraumassiv - 2000 Blüten- und Farnpflanzen. 4. Auflage. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien.
Infos aus Foren:
- Holunderblätter (http://www.degupedia.de/board/viewtopic.php?f=57&t=2114&hilit=holunder)
Bilder
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