Gras
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| - | Wenn wir auf diesen Seiten von Gräsern reden, meinen wir stets Süßgräser, da Riedgräser und Binsen als Futter für den Degu keine Bedeutung haben. | + | Gras ist der Überbegriff für [[Süßgräser]] (''Poaceae'') und [[Sauergräser]]. Zu den Sauergräsern zählen die [[Riedgräser]] (''Cyperaceae''), [[Binsen]] (Juncaceae), [[Dreizackgewächse]] (''Juncaginaceae'') und [[Blumenbinsengewächse]] (''Scheuchzeriazeae''). Sauergräser sind oft ungenießbar. Als [[Heu]] und frisch gepflücktes Gras von Wiesen und Weiden gelten Süßgräser als Hauptnahrung für einige Heimtierarten. |
| - | Gras ist der Überbegriff für [[Süßgräser]] (''Poaceae''), [[Riedgräser]] (''Cyperaceae'') und [[Binsen]] (Juncaceae). Riedgräser und Binsen sind oft ungenießbar bzw giftig für Degus und sollten deshalb vorsichtshalber nicht verfüttert werden. Süßgräser dagegen beinhalten die wertvollsten Nahrungspflanzen für den Degu. Als [[Heu]] und frisch gepflücktes Gras von ungedüngten Wiesen und Weiden sind Süßgräser die Hauptnahrung der Degus. Es gibt in Deutschland auch keine für Degus giftige Süßgrasart, die einzige Art, die auf Weidevieh wie Rinder, Schafe und Pferde giftig wirkt, ist eine Trespenart, an die der Degu sehr gut angepaßt ist, da er in seiner Heimat viele auch giftige [[Trespe]]n zu sich nimmt. | + | Viele Grasarten beherbergen [[Endophyten]]. Berühmt berüchtigt wurden einige Neophodium-Arten, welche in [[Weidelgras]] wachsen. Einige Genotypen dieser Pilzarten produzieren für Weidevieh giftige [[Alkaloide]], die in einigen Fällen zu Todesfällen bei Rind und Pferd geführt haben und mit einer Reihe von Krankheitssymptomen in Verbindung gebracht werden. |
| - | Gesammelt werden kann Gras auf allen ungedüngten Weiden und Wiesen, solange genügend Abstand zu vielbefahrenen Straßen gewahrt wird. Besonders interessant sind in den Städten Dachrasen und Hinterhöfe, da dort sich oft Trockenrasen etabliert. Die Gräser, die auf Trockenrasen wachsen, sind besonders reich an Kieselsäure, was wiederum beim Degu für einen gleichmäßigen Backenzahnabrieb sorgt. Solche Gräser sind insbesondere für Degus interessant, die unter Zahnproblemen leiden, es kann, wenn man Glück hat, das Schneiden und Schleifen der Zähne um mehrere Wochen hinauszögern. Wenn allerdings eine Zahnfehlstellung zu stark ist, helfen auch diese Gräser nichts mehr. | + | Gesammelt werden kann Gras auf allen Weiden und Wiesen, solange genügend Abstand zu vielbefahrenen [[Straße]]n gewahrt wird. Besonders interessant sind in den Städten Dachrasen und Hinterhöfe, da sich dort oft Trockenrasen etabliert. Die Gräser, die auf Trockenrasen wachsen, sind besonders reich an [[Kieselsäure]], was wiederum bei Tierarten mit wurzeloffenen und ständig nachwachsenden Backenzähnen für einen gleichmäßigen Backenzahnabrieb sorgt. |
| - | Sauergräser (Riedgräser und Binsen) wachsen fast nur an feuchten Standorten, im Wald und an schattigen Bächen sollte man beim Sammeln aufpassen, da hier mehrere Riedgrasarten vorkommen. Man erkennt sie leicht daran, daß sie keine hohlen Hauptstengel haben und auch keine Knoten. Außerdem entspringt die Blüte nicht der Spitze des Stengels, sondern wächst seitlich aus dem Stengel heraus. Diese Gräser sollte man tunlichst meiden und nicht verfüttern. | + | [[Sauergräser]] (Riedgräser und Binsen) wachsen fast nur an feuchten Standorten, im Wald und an schattigen Bächen sollte man beim Sammeln aufpassen, da hier mehrere Riedgrasarten vorkommen. Man erkennt sie leicht daran, daß sie keine hohlen Hauptstengel haben und auch keine Knoten. Außerdem entspringt die Blüte nicht der Spitze des Stengels, sondern wächst seitlich aus dem Stengel heraus. |
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Aktuelle Version
Der Begriff Gras kommt vom althochdeutschem gras, was "Keimende" oder "Hervorstechende" bedeutet.
Gras ist der Überbegriff für Süßgräser (Poaceae) und Sauergräser. Zu den Sauergräsern zählen die Riedgräser (Cyperaceae), Binsen (Juncaceae), Dreizackgewächse (Juncaginaceae) und Blumenbinsengewächse (Scheuchzeriazeae). Sauergräser sind oft ungenießbar. Als Heu und frisch gepflücktes Gras von Wiesen und Weiden gelten Süßgräser als Hauptnahrung für einige Heimtierarten.
Viele Grasarten beherbergen Endophyten. Berühmt berüchtigt wurden einige Neophodium-Arten, welche in Weidelgras wachsen. Einige Genotypen dieser Pilzarten produzieren für Weidevieh giftige Alkaloide, die in einigen Fällen zu Todesfällen bei Rind und Pferd geführt haben und mit einer Reihe von Krankheitssymptomen in Verbindung gebracht werden.
Gesammelt werden kann Gras auf allen Weiden und Wiesen, solange genügend Abstand zu vielbefahrenen Straßen gewahrt wird. Besonders interessant sind in den Städten Dachrasen und Hinterhöfe, da sich dort oft Trockenrasen etabliert. Die Gräser, die auf Trockenrasen wachsen, sind besonders reich an Kieselsäure, was wiederum bei Tierarten mit wurzeloffenen und ständig nachwachsenden Backenzähnen für einen gleichmäßigen Backenzahnabrieb sorgt.
Sauergräser (Riedgräser und Binsen) wachsen fast nur an feuchten Standorten, im Wald und an schattigen Bächen sollte man beim Sammeln aufpassen, da hier mehrere Riedgrasarten vorkommen. Man erkennt sie leicht daran, daß sie keine hohlen Hauptstengel haben und auch keine Knoten. Außerdem entspringt die Blüte nicht der Spitze des Stengels, sondern wächst seitlich aus dem Stengel heraus.




