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Käfigreinigung artübergreifend

 
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8511
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 04.02.2015 20:45    Titel: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Aktuell im Deguforum ein Thema:
http://www.degus-online.de/phpbb/viewtopic.php?f=6&t=43158

Ich greife es hier mal auf, Käfigreinigung, wann, wie, wieoft...?

Artübergreifend:
Ich kann ja nur zwischen Degus und Meerschweinen vergleichen, von denen ich jetzt praktische Erfahrungen habe. Was auffällt, hält man Degus auf Tiefstreu, dann ist da ganz schön Arbeit damit verbunden mit der Pflege der vielen Streu, während man dann doch den Eindruck hat, das Zeug ist doch eigentlich noch ganz sauber und die wenigen Pinkelecken sind recht schnell gereinigt. Auch so eine Sache ist der Staub, der beim längeren Liegenbleiben der Streu, was sich gerade bei Tiefstreu anbietet, damit man den Degus nicht ihre Strukturen zerstört und weil sich ein zu häufiges Streuwechseln nicht lohnen würde. Kommt dann doch die Reinigung oder Teilreinigung staubt es je nach dem recht stark. Ein Zerstäuber kann helfen, den Staub etwas zu reduzieren, aber dennoch ist man sich häufig froh, wenn man es hinter sich hat, das Zimmer dann auch noch gut lüftet und man wieder vernünftig atmen kann.
Besser ist da die Aussenhaltung, man ist sowieso an der frischen Luft, der Aussenteil wird von dem häufigen Regen sauber gehalten und die Hütten haben oft stark beschränkte Aufnahmekapazität für Einstreu, die man sowieso wiederum recht häufig wechseln muss, weil die Degus diese dann auch gerne zum Pinkeln nutzen. Ein weiterer Vorteil, es konzentriert sich auch ihr Kot und will man Dünger gewinnen, hat man weniger Verunreinigung durch eher wertlose Einstreu.
Bei den Meerschweinen wiederum fällt prinzipiell mehr Kot an, in der Innenhaltung trocknet er in der Regel recht schnell aus und es neigt auch eher zur Staubbildung, was sich bei der Reinigung bemerkbar macht. Bei der Aussenhaltung merkt man meist auch, dass mehr Kot anfällt und man nicht darum herum kommt, auch den Aussenbereich zu reinigen, ausser man hat vielleicht geräumige Wiesenhaltung oder dergleichen. Aber auch bei den Schweinchen ist das Staubproblem deutlich geringer als drinnen.
Was sich aber bei Innenhaltung noch anbietet, das ist die Haltung auf Tüchern. Sowas würde bei Degus nie-niemals-garnicht gehen, zumindest bei den meisten Arten, die den Nagetrieb so stark verinnerlicht haben, dass die Tücher wohl kaum längere Zeit im Käfig überleben würden. Bei Meerschweinchen dagegen bieten sie sich vor allem auf Etagen an, keine Streu, die runterfällt, schnell ausschütteln und Kot auffangen (ist guter Dünger) und die Tücher dann ab in die Waschmaschine. Geht sehr fix.

Haltung ohne Einstreu:
Bei Degus gab es allerdings auch schon Diskussionen und Erfahrungen von Halter, die ihre Tiere ohne Einstreu halten, ist aber eher unüblich. Dagegen habe ich das jetzt bei den Chinchillahaltern öfters gehört. Allerdings auch da, gibt es Fürsprecher und Gegner gleichermassen und Vor- und Nachteile scheinen zumindest in einigen Fällen auch individuell zu gewichten sein, sprich man probiert es selbst mal aus und sammelt seine Erfahrungen, entweder passt es oder man wird nicht warm damit. Es hat halt Vor- und Nachteile und nicht alle gewichten die in unterschiedlichen Situationen gleich. Wobei auf Streu ganz verzichten ist sicher auch nicht die ultimative Lösung, denn die Streu gibt auch Reize und Abwechslung. Seien es nur Bereiche, Wühlkisten oder dergleichen, so steigert das doch den Wert der Haltung und hilft dennoch den Gebrauch von Einstreu stark zu reduzieren.

Reinigungsmethoden und Entsorgung:
Gerade zur Entsorgung der Streu hatten wir in der Vergangenheit öfters schon als Thema. Ich könnte das mal suchen. Was Reinigungsmethoden angeht, ich finde es jetzt allgemein eigentlich nicht so spannend, vielleicht gäbe es aber auch da das eine oder andere, was interessant sein könnte.
Was man häufig hört:
- reinigen mit Besen/Wischer
- Reinigen mit feuchten Tüchern, Schwamm usw.
- Aussaugen mit Staubsauger
- ...

Frequenz, Tageszeit usw:
Ist wohl recht indivduell. Ein gewisser Rhythmus werden wohl aber viele Halter haben, den sie einhalten oder nach dem sie vorgehen...
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atropa belladonna
Freak


Anmeldungsdatum: 02.12.2008
Beiträge: 1245
Wohnort: rural backwater

BeitragVerfasst am: 06.02.2015 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hab jahrelang einen strengen Reinigungsplan gehabt. Alle 2-3 Tage in gefühlten 1000 Käfigen Pinkelecken saubermachen und alle 14 Tage Komplettreinigung in allen Käfigen abwechselnd. War jedes Mal eine tagesfüllende Beschäftigung. Rückblickend betrachtet, denke ich, dass es auch sehr stressig für die Tiere war.

Irgendwann, als die Gruppen kleiner wurden und ich die Einstreu veränderte (grobe Späne mit viel Strohauflage), kam ich davon ab. Mittlerweile muß ich gestehen, mach ich die Tiere nur noch selten sauber. Wenn nötig mal eine schnelle Grobreinigung, aber ansonsten sehe ich das mittlerweile entspannter. Komischerweise riecht es nicht anders als früher, also keine Ammoniakwolke o.ä.

Die Einstreu landet größtenteils auf dem Komposthaufen und somit wächst aus einem Deguböhnchen irgendwann eine Zucchini oder Tomate. Netter Kreislauf Smile
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"Manche führen,
manche folgen
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(Rammstein)
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suntrek
Lästermaul


Anmeldungsdatum: 09.03.2013
Beiträge: 242
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 09.02.2015 13:53    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Ich selbst mache das recht easy und nie alle Gruppen auf einmal. Das würde ich ja gar nicht nach der Arbeit schaffen^^
Habe selbst Kaninchen und Meerschweinchen.

Bei der Kaninchentruppe draußen streue ich ja das ganze Nachtgehege ein und da reicht es eigentlich wenn ich einmal die Woche das komplett miste. Sprich Streu raus und neues rein. Einmal im Monat gehe ich aber mit Allzweckreiniger noch rüber.
Wenn sie mal eine Zeit lang viel pullern wird in der Woche noch einmal die Pippiecken entfernt.
Meistens passiert die große Mistaktion dann am Sonntag.
Die Truppe besteht aus 4 Riesenmixen (5-6kg hat jeder) , ein dreibeinigen Zwerg, einem Helle Großsilber und bald aus einem roten Neuseeländer. Also fast alles recht größere^^

Bei den Pflegegehegen mit 1-2 Kaninchen (in der Regel Zwergkaninchen) sieht das bissl anders aus. Dort wird alle 2 Tage durch gefegt und die dreckigen Teppiche/Decken gewechselt. Und ebend nach Bedarf die Toilettenschale entleert (manche benutzen die und andere nicht).Einmal die Woche, oder nach Auszug, durch gewischt. Habe PVC drunter so geht das gut.

Bei den Meerschweinchen draußen handhabe ich es ähnlich wie bei den Kaninchen. Nur die Schutzhütten kontrolliere ich öfters, im Winter täglich (dann packe ich auch fot täglich neues Heu drauf), und wechsel gegebnfals die Heu und Strohschicht aus.
Wobei die nun wahrscheinlich eh ins neue Nachtquartier der kaninchen ziehen dann wird es nur noch sein,dass ich deren Schutzhütten extra kontrolliere.
Aktuell sind diese drinnen und leben in einem Eb mit Streu so werden alle paar Tage Pippiecken raus gesucht und nach Bedarf komplett erneuert. Wenn ich Pippiecken raus hole werden in der Regel auch die Kuschelsachen gleich mit kontrolliert und gewechselt.


Mist kommt solange Platz ist auf dem Kompost. Ansonsten zur deponie wo ich es für fast kein Geld entsorgen kann. Wenn ich Säcke zum daneben stellen kaufe sind die oft so teuer wie eine Autoladung voller Streu die ich zur Deponie bringe xD
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Mit freundlichen Grüßen Jasmin und ihr tierischer Anhang.
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Lilith-Louhi
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Anmeldungsdatum: 15.01.2014
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 10.02.2015 07:42    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Meerschweinchen:

Ich verwende ecoflax Leinenstreu, seit ich das nehme habe ich einen schnelleren und damit überhaupt möglichen Kompostzyklus. Wir haben drei Kompostgruben die immer wieder umgeschichtet werden. Extern muss ich kein Streu mehr entsorgen, das war mit Hobelspänen anders. Höhere Streuverluste, schlechte Geruchsbindung und noch schlechtere Kompostierbarkeit.

Im Bodengehege (10qm) miste ich 2x in der Woche die Liegestellen unter den Unterständen. 1 x wöchentlich werden Köttel abgefegt (das Streu ist Mattenbildend) und neu übergestreut.
Die Buchten 200x50 und 190x65 werden (wenn überhaupt besetzt) 1 x wöchentlich gemistet. Vollständige Streuentfernung ist hier selten nötig. Das Flachs ist sehr erbiebig.

Rennmäuse:
Die Ebenen reinige ich alle paar Tage, in unregelmäßigen Abständen wird nachgestreut und neue Schredderware nachgegeben. Teil- oder Komplettreinigungen gibt es nach Geruchsprobe alle 6-16 Wochen. Für die Rennmäuse verwende ich grobe Hobelspäne weil die Gänge dort am besten halten.
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8511
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 10.02.2015 16:13    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

@Steffi
Kannst du alle Einstreu kompostieren?
Wir hatten früher mit den Meerschweinchen in Aussenhaltung und Hanfstreu einen grossen Teil jeweils entsorgt und nicht kompostiert. Ich fand das damals immer ein bisschen schade...
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Lilith-Louhi
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Anmeldungsdatum: 15.01.2014
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 11.02.2015 09:16    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Jep, geht alles über den Kompost. Das geht aber erst seit dem Flachsstreu weil das schnell genug verrottet.
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tibo
Nager-Erforscher


Anmeldungsdatum: 21.11.2013
Beiträge: 46
Wohnort: Vechta

BeitragVerfasst am: 05.03.2015 02:46    Titel: Antworten mit Zitat

Bei unseren Rennmäusen bzw. Rennmäusen allgemein ist der Geruch ja zum Glück nicht allzu intensiv. Die Reinigung war deshalb unregelmäßig (ca. vier mal im Jahr schätze ich). Dazu wurde dann immer alles Einstreu entfernt (wir hatten Baumwollstreu, da dort der Geruch nochmal besser absorbiert werden soll und die Gänge besser halten) abgesehen vom Nest, das wurde ins saubere Gehege übertragen. Dann wurde alles mit feuchten Tüchern gereinigt und getrocknet.
Schreddermaterialien gab es immer, wenn etwas im Haus anfiel. Das macht sich nach ein paar Monaten dann auch in der Höhe der Einstreu bemerkbar Very Happy
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8511
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 07.03.2015 00:27    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Apropos Baumwollstreu, mich würde mal interessieren, wie diese Einstreu im Vergleich zu anderen Einstreuarten ist: Vorteile- und Nachteile und Erfahrungen?
Ich finde es grundsätzlich eine interessante Sache, frage mich aber, wieso man nicht mehr davon hört. Bei den Degus ist sie überhaupt nicht verbreitet, bei den Chinchillas ebensowenig und bei den Meerschweinchen habe ich auch nie was gehört. Rennmäuse, Hamster, Ratten und Co. haben aber bekanntermassen oft wenige Schnittpunkte mit Chins, Degus und Meerschweinchen und deren Haltung, daher würde es mich jetzt auch nicht erstaunen, dass das für mich als ehemaliger Deguhalter und jemand der sich in Chinkreisen bewegt und mit Meerschweinchen sich beschäftigt, halt einfach so ein blinder Fleck ist.
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BeitragVerfasst am: 07.03.2015 11:34    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Baumwolleinstreu fliegt besser, ist leichter, weicher und in der Regel staubt sie so wenig wie Hanfeinstreu.
Baumwolleinstreu kommt fast immer ins Gespräch, wenn entweder der Mensch auf die Einstreu allergisch reagiert, eine staubarme Einstreu gesucht wird oder das Tier viel niest und der Verdacht aufkommt, es könne an der Einstreu liegen.
Ich finde, ich lese häufig in den Foren etwas drüber, insbesondere bei Kaninchen, Meerschweinchen, Rennmäusen, Hamstern und Chinchillas.
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BeitragVerfasst am: 07.03.2015 11:56    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Zitat:

Baumwolleinstreu fliegt besser, ist leichter, weicher und in der Regel staubt sie so wenig wie Hanfeinstreu.

Also ich kann keinen grossen Unterschied zwischen Hanfstreu und normaler Kleintiereinstreu erkennen was das Stauben angeht. Vielleicht sind die Unterschiede ja nur gering, vielleicht gibt es aber auch stärkere Unterschiede zwischen verschiedenen Hanfstreuarten.

Zitat:

Baumwolleinstreu kommt fast immer ins Gespräch, wenn entweder der Mensch auf die Einstreu allergisch reagiert, eine staubarme Einstreu gesucht wird oder das Tier viel niest und der Verdacht aufkommt, es könne an der Einstreu liegen.

Das höre ich jetzt das erste Mal, aber das tönt interessant.

Zitat:

Ich finde, ich lese häufig in den Foren etwas drüber, insbesondere bei Kaninchen, Meerschweinchen, Rennmäusen, Hamstern und Chinchillas.

Du bist wohl in anderen Foren aktiv als ich. Die Frage wäre da halt, welche Foren sind das genau, in denen Baumwollstreu genutzt wird?
Gut, ich bin mittlerweile auch nicht mehr in so vielen Foren, habe meine Aktivitäten da sehr stark zurückgefahren. Die guten Foren, in denen ich mal war, sind entweder alle inaktiv oder haben sich geändert von den Leuten und Themen und sind nicht mehr, was sie mal waren.
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BeitragVerfasst am: 07.03.2015 12:16    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Gerade, was das Stauben angeht, glaub ich inzwischen, daß da die persönliche Einschätzung der Halter stark abhängig von persönlichen, irrationellen Empfinden abhängt ... und nicht so sehr von dem tatsächlichen Stauben der Streu.
Dazu kommt, das Stauben ist stark abhängig von der Verarbeitung des Pflanzenmaterials, bevor es in den Handel kommt - Tierwohl beispielsweise benutzt eine Vorbereitung der Holzspäne, die gewährleistet, daß diese Streu so gut wie nicht staubt. Trotzdem normalerweise Holzspäne unbehandelt sehr stark stauben (weshalb es zwar billig ist, Holzspäne direkt vom Sägewerk zu holen, aber nicht wirklich gut, weil diese Späne eben unbehandelt so vor sich hinstauben), tun sie es nach Entstaubungsprozessen eben nicht mehr und sind teilweise staubärmer, wie unbehandelte Hanfeinstreu.
Die Unterschiede der einzelnen Streuarten sind deshalb zunehmend von den Herstellern abhängig, weniger vom verarbeiteten Pflanzenmaterial.

Das dürfte auch mit ein Grund sein, weshalb Baumwolleinstreu keine wirkliche Alternative mehr darstellt ... das Zeug flust doch ganz schön durch die Wohnung, während andere Streuarten, egal ob aus Hanf, Roggen, Weizen, Holz oder was auch immer eben nicht so durch die Gegend fliegt. Dazu kommt, daß Baumwolleinstreu nicht staubfreier und nicht saugfähiger ist, wie andere Einstreuarten diverser Hersteller. Ein weiteres Kriterium ist der Preis - Holzeinstreu, egal wie verarbeitet, ist immer noch vom Preis/Leistungsverhältnis unschlagbar, Baumwolleinstreu hat da keine Chance.
Die Hauptabnehmer für Einstreu sind Pferdehalter - und die wiederum greifen lieber zu anderen Einstreuarten, einfach, weil Baumwolleinstreu, so wie sie im Handel ist, kaum zur sog. Mattenbildung beiträgt und stark von den Pferden aufgewirbelt wird. Was nutzt eine saugfähige Einstreu, wenn sie durch die Bewegung des Pferdes in der Box an die Boxenrand geschleudert wird und dort schön sauber liegenbleibt, wärend die Mitte der Box vollgekotet und von Harn naß bleibt. Dadurch, daß eben Pferdeleute so gut wie keine Baumwolleinstreu mehr nutzen, bleibt sie teuer ... und damit schlichtweg auch für den Kleintierhalter unrentabel.
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BeitragVerfasst am: 07.03.2015 12:33    Titel: Re: Käfigreinigung artübergreifend Antworten mit Zitat

Zitat:

Gerade, was das Stauben angeht, glaub ich inzwischen, daß da die persönliche Einschätzung der Halter stark abhängig von persönlichen, irrationellen Empfinden abhängt ... und nicht so sehr von dem tatsächlichen Stauben der Streu.

Naja da gibt es eigentlich einen sehr einfachen Test:
Voraussetzung, man hat den Käfig in einem Raum, der ein Fenster hat, an dem die Sonne so richtig reinstrahlt. Zum Beobachten muss man es treffen, dass die Sonne den Raum so richtig flutet. Nun miste man den Käfig aus, dann schaue man gegen das Licht. Wenn da Staub ist, wirst du es sehen. Wenn da viel staub ist, dann siehst du das erst recht. Das kann man, so denke ich, relativ objektiv dann beurteilen Wink.

Zitat:

Dazu kommt, das Stauben ist stark abhängig von der Verarbeitung des Pflanzenmaterials, bevor es in den Handel kommt - Tierwohl beispielsweise benutzt eine Vorbereitung der Holzspäne, die gewährleistet, daß diese Streu so gut wie nicht staubt. Trotzdem normalerweise Holzspäne unbehandelt sehr stark stauben (weshalb es zwar billig ist, Holzspäne direkt vom Sägewerk zu holen, aber nicht wirklich gut, weil diese Späne eben unbehandelt so vor sich hinstauben), tun sie es nach Entstaubungsprozessen eben nicht mehr und sind teilweise staubärmer, wie unbehandelte Hanfeinstreu.

Ja die Verarbeitung spielt klar eine Rolle, aber nicht nur. Auch das Raumklima spielt sicher auch eine Rolle. Ist die Luftfeuchtigkeit immer sehr tief, gerade auch im Winter, wenn geheizt wird ist das sicherlich ein Thema, dann staubt es sicher nochmals mehr, egal ob die Streu jetzt staubarm ist oder nicht. Der Staub lässt sich ja nicht ganz vermeiden und Feuchtigkeit bindet andererseits wiederum Staub. Es ist ja nicht ohne Grund in der Wüste so staubig... Wink.
Und unser Raumklima unterscheidet sich teilweise wirklich nicht sehr von Wüstenklima, abgesehen davon, dass wir weniger extreme Temperaturen haben, sowohl im oberen, als auch im unteren Skalenbereich (keine Temperaturen unter 10-15 Grad, und erst recht keine Minustemperaturen, wie sie in der Wüste sehr wohl vorkommen können, aber auch keine sehr heissen Temperaturen über 30-35 Grad).

Zitat:

Die Unterschiede der einzelnen Streuarten sind deshalb zunehmend von den Herstellern abhängig, weniger vom verarbeiteten Pflanzenmaterial.

Ja den Verdacht hege ich schon länger.

Zitat:

Die Hauptabnehmer für Einstreu sind Pferdehalter - und die wiederum greifen lieber zu anderen Einstreuarten, einfach, weil Baumwolleinstreu, so wie sie im Handel ist, kaum zur sog. Mattenbildung beiträgt und stark von den Pferden aufgewirbelt wird. Was nutzt eine saugfähige Einstreu, wenn sie durch die Bewegung des Pferdes in der Box an die Boxenrand geschleudert wird und dort schön sauber liegenbleibt, wärend die Mitte der Box vollgekotet und von Harn naß bleibt. Dadurch, daß eben Pferdeleute so gut wie keine Baumwolleinstreu mehr nutzen, bleibt sie teuer ... und damit schlichtweg auch für den Kleintierhalter unrentabel.

Das dürfte mit ein Grund sein, wieso mir das bisher nicht bekannt war. Viele Halter, die ich kenne, greifen eher zu Grosspackungen was Streu angeht, tendenziell eben auch das, was für Pferde angeboten wird. Baumwolleinstreu scheint mir da eher eine Art Luxuseinstreu/Premiumprodukt, das in den Zooläden in kleinen Säcken für grosses Geld unter die Leute gebracht wird. Als erfahrener Tierhalter ist man da geneigt, das zu übersehen, gerade wenn man Arten hat, die viel Einstreu brauchen und auch viel verschleissen, so wie Meerschweine oder eben auch Degus. Und Chins sind da ja auch nicht gross anders...
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