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Nösenberger......die neue Zielscheibe mancher Tierschützer
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Miriam
Freak


Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 10.06.2013 00:56    Titel: Re: Nösenberger......die neue Zielscheibe mancher Tierschütz Antworten mit Zitat

davX hat Folgendes geschrieben:

Zu deiner EC-Behandlung möchte ich auch kurz noch etwas nachhaken, da das Thema bisher wenig hier besprochen wurde. Wie siehst du eigentlich die Behandlung von Kaninchen? Ich habe gehört, dass es nicht ganz so einfach sei, die Ausbildung wenn dann auf Hunde und Katzen ausgerichtet ist, andererseits hätten Kaninchen noch eine vernünftige Grösse zumindest bei anderen alternativen Heilmethoden (z.B. Akupressur). Ich frage hier jetzt auch, da nicht so viel bekannt ist über die Behandlung von Kleinsäugern mit alternativer Medizin (ausser vielleicht in einschlägiger Literatur) und THP oftmals eher auf Hunde und Katzen ausgerichtet sind, zumal hier die Halter mehr investieren und der Gedanke mit alternativer Medizin zu arbeiten offenbar auch verbreiteter ist. Die Frage, die ich mir auch schon gestellt habe, inwiefern ist es für eine(n) THP möglich sich von Hunden, Katzen und anderen grösseren Tieren auf Kleinsäuger einzugehen? Gibt es vielleicht Hürden,mal jetzt vielleicht abgesehen von der persönlichen Einstellung?


Eine durchaus berechtigte und sehr interessante Frage.
Man kann nur manche Sachen, die man in der Schule von Hunden und Katzen oder Pferden lernt auf andere Tiere übertragen. Beispw. die Behandlung einer Wundheilung bei Verletzungen ist bei allen gleich, ob Hund, Katze, Mensch, Pferd oder Kaninchen und Nager.
Das ist aber auch ein Punkt, der mich etwas ärgert an der Ausbildung, dass bis auf Ausnahmen relativ stur nur Hunde, Katzen und Pferde durchgenommen werden. Das scheint aber bei Tierärzten auch nicht anders zu sein, außer dass sie noch die Großtiere im Studium durchnehmen. Alle anderen Tierarten muss man auf anderen Wegen aus eigenem Interesse lernen. Aus meiner Sicht ist es nicht so tragisch, weil ich Kaninchen und ihre Funktionen, sowie kaninchenspezifische Krankheiten fast schon in und auswendig kenne. In der Diagnosestellung ist leider die Tiermedizin noch lange nicht soweit, wie bei Hunden und Katzen. Das Problem entsteht schon bei Blutwerten, deren Referenzwerte man einfach nicht bekommt, weil bisher das Interesse nicht da war. Es ist aber bei Kaninchen gerade im Kommen und an dieser Stelle muss man dann doch wieder die positive Seite im Tierschutz anerkennen, dass nämlich das öffentliche Interesse an Kaninchen auch bei Tierärzten größer wird. Nager hinken da immernoch sehr hinterher, das hat bei den Kleinstnagern natürlich auch mit ihrer Größe zu tun, da man bei ihnen z.B. kaum bis gar nicht in der Lage ist, Blut abzunehmen, um die Werte zu bestimmen, ganz zu schweigen von fehlenden Parametern. Hinzu kommt natürlich, dass die wenigsten Halter mit Kleinstnagern kommen, weil der wirtschaftliche Schaden schon nach einer Behandlung eintritt. Also quasi so: einen Hamster bekommt man für 7 Euro und wenn schon die Untersuchung 10 Euro kostet, sind leider Viele der Meinung "es lohnt sich nicht". Das ist sicher auch im Tierschutz etwas anders, aber die meisten Hamster z.B. sind ja eher in Kinderzimmern als Spielzeug gedacht.

Man muss aber ansonsten wirklich jede Tierart spezifisch betrachten. Jede Tierart hat Besonderheiten in der Anatomie und der Physiologie und auch spezielle Krankheiten. Überschneidungen gibt es, wie gesagt, natürlich.

Was meine Ausbildung in klassischer Homöopathie betrifft, habe ich noch eine zusätzliche Schwierigkeit. Es gibt kaum brauchbare spezielle Tierhomöopathiebücher und auch die Ausbildung in Tierhomöopathie lässt zu wünschen übrig. Ich bin gerade mitten in der Ausbildung in einer Schule, die klassische Homöopathie für Menschen lehrt und das Gelernte muss ich dann mit den tiermedizinischen Kenntnissen zusammenbringen. Zum Glück hatte ich jedoch in den letzten 4 Jahren schon sehr viel Einblick in die Behandlung meiner Tiere durch meine Tierhomöopathin und durfte miterleben, was alles möglich ist. Man braucht aber schon ein enormes Wissen. Viel leichter ist es dagegen, Menschen zu behandeln, da hat man nur einen Organismus zu lernen und die Bücher sind dafür auch angepasst. Allerdings in den 4 Jahren der Behandlung meiner Tiere war es auch nicht nur so, dass das erste Mittel gleich den gewünschten Erfolg brachte und das hatte wieder damit etwas zu tun, weil oftmals nicht klar war, welches Problem vorlag und da ist selbst jedes Tier und jedes Symptom innerhalb einer Tierspezie (in meinem Fall also Kaninchen) verschieden. Das eine Tier zeigt Herzprobleme z.B. mit schneller Atmung, das Andere mit einem vermehrten Schlafbedürfnis. Manchmal ist das Problem aber noch nicht so klinisch, dass bei der tierärztlichen Untersuchung eine fandfeste Diagnose herauskommt, das Tier aber deutliche Beeinträchtigungen im Wohlbefinden zeigt. Da passiert es schon öfters, dass man sich bei der Behandlung herantasten muss. Für den Halter heißt das wieder, dass er nicht vorschnell aufgeben darf, denn auch die Homöopathie ist kein Wundermittel, was man eben mal geben kann und dann ist sofort alles gut. Gerade bei Tieren, die uns ja nicht erzählen können "wo der Schuh drückt" ist dann die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt wichtig. Man sollte schon versuchen alles auszuschöpfen, was nötig ist, um eine zufriedenstellende Diagnose zu bekommen, so dass man dann auch besser die einzelnen Symptome behandeln kann. Wenn trotz eingehender tierärztlicher Untersuchungen keine klinischen Symptome herauskommen, aber das Tier offensichtlich gesundheitlich beeinträchtigt ist, kann man sich auch herantasten, das ist dann zwar schwieriger, aber nicht unmöglich. Wie gesagt ist die Schwierigkeit aber bei Tieren allgemein eher die, dass sie uns über ihre nicht von außen eindeutig erkennbaren Beschwerden kaum etwas oder nichts mitteilen können, so wie ein Mensch sich durch seine Sprache verständlich mitteilen kann. Das erfordert wieder eine sehr genaue Beobachtungsgabe der Tiere und eine sehr genaue Anamnese (welche eigentlich auch schon bei Menschen Voraussetzung ist).

Der große Vorteil der Homöopathie ist es aber, dass sie unabhängig von der Körpergröße einsetzbar ist und auch bei allen Lebewesen wirkt, sogar bei Pflanzen. So wird ein Pferd genauso behandelt wie eine Maus und die Dosierung ist die Gleiche, sofern man von den selben Symptomen ausgeht (welche so gut wie nie dieselben sind, auch nicht bei der scheinbar selben Krankheit innerhalb einer Spezie, weil jedes einzelne Lebewesen ein Individuum ist).
_________________
Liebe Grüße
Miriam


Zuletzt bearbeitet von Miriam am 10.06.2013 03:31, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Miriam
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
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BeitragVerfasst am: 10.06.2013 01:18    Titel: Re: Nösenberger......die neue Zielscheibe mancher Tierschütz Antworten mit Zitat

davX hat Folgendes geschrieben:
Zitat:

Gibt es noch weitere alternative Behandlungsmöglcihkeiten? Was für ein homöopathisches Mittel war das?

Homöopathie funktioniert nicht wie konventionelle Medizin, man behandelt i.d.R. nicht irgendwelche Symptome, sondern man stärkt das Tier (bzw. den Menschen) mit dessen Konstitutionsmittel und das ist je nach Fall und Individuum sehr unterschiedlich. Eine pauschale Empfehlung wäre also genauso sinnlos, wie für einen x beliebigen Menschen, den man gar nicht kennt, gute Musik zu empfehlen, die Chance danebenzuliegen ist gross. Deine Freundin braucht also einen guten Homöopathen. Dazu wäre es für euch auch sinnvoll, sich mit dem Thema Homöopathie intensiver auseinanderzusetzen für das Verständnis. Es geht dort zum Beispiel weniger darum Krankheiten zu heilen, sondern dass man damit zurechtkommt, das kann Heilung sein, aber auch wie es so schön auf Neudeutsch heisst "Coping", also dass man einen Weg findet, damit zu leben (gilt natürlich für Mensch wie Tier Wink ). Soweit meine bescheidenen Kenntnisse zu diesem Thema.


Doch, es geht in der Homöopathie schon in erster Linie um die Heilung, die angestrebt wird. Es kommt natürlich auf die Art der Erkrankung an und in welchem Stadium man mit der Behandlung beginnt.
Wenn man z.B. Arthrose behandelt, kann man natürlich mit Homöopathie die Arthrose nicht heilen, da versucht man den Körper darauf einzustellen, damit zurecht zu kommen.
Anders ist es z.B. bei Hautproblemen, Eitergeschehen, sonstige Entzündungen und akute Infekte, Funktionsstörungen der Organe, Sehkraft, Hörfähigkeit, vor Allem auch chronische Krankheiten, Gemütslage, Lähmungen und andere neurologische Beeinträchtigungen, usw.

Der Vergleich mit der Musik trifft es sehr gut.
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Liebe Grüße
Miriam
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Miriam
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
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BeitragVerfasst am: 10.06.2013 01:48    Titel: Re: Nösenberger......die neue Zielscheibe mancher Tierschütz Antworten mit Zitat

davX hat Folgendes geschrieben:
Etwas OT @Miriam
Zitat:

Ich stehe dort bei den "Behandlungsprofis", die auch noch Mod sind, ziemlich unter Beobachtung

Haben diese Profis eigentlich einen medizinischen Hintergrund oder woher nehmen sie ihr medizinisches Wissen? Trial and Error + TA-Besuche + Lesen von Medizinliteratur im Internet und gegenseitiger Austausch?


Ich bin Dir ja noch eine Antwort "schuldig".

Nein, eine von ihnen hat innerhalb des Vereins ein extrem hohes Ansehen (keine Ahnung, warum) und hat von ihrem Tierarzt wohl "außergewöhnliche Fähigkeiten" "bescheinigt" bekommen, was sie jedem erzählt, der es nicht hören will. Dieser Tierarzt ist angeblich einer der Besten in unserem Land, allerdings habe ich da auch schon einige "interessante" Dinge mitbekommen, z.B. dass er noch während der Narkose eine Impfung verabreicht u.Ä.

Auch die anderen Mods sind nicht medizinisch vorgebildet, bis auf eine, die mir einfällt, die aber noch in der pharmazeutischen Ausbildung ist.

Man darf aber nicht vergessen, dass schulmedizinisch und naturheilkundlich orientierte Therapeuten oft entgegengesetzte Meinungen haben, was die Therapie betrifft. Während die Schulmediziner alles sofort zu beseitigen versuchen und alles wegschneiden, was irgendwo nicht hingehört, verfolgen Naturheilkundler eher den Weg über die innere Heilung.
Hahnemann ging z.B. davon aus, dass alles, was irgendwo weggeschnitten wird, an anderer Stelle wiederkommt oder sollte es funktioniert haben, dass "es" wegbleibt, dass der Organismus sich an anderer Stelle des Körpers ein Ventil in Form einer neuen Krankheit sucht, welche weitaus schlimmer sein kann, als die erste Krankheit.
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Liebe Grüße
Miriam
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Miriam
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
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BeitragVerfasst am: 10.06.2013 03:30    Titel: Re: Nösenberger......die neue Zielscheibe mancher Tierschütz Antworten mit Zitat

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Schlappohr
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Anmeldungsdatum: 15.02.2013
Beiträge: 359

BeitragVerfasst am: 10.06.2013 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Was mich noch interessieren würde, ob ihr denkt, dass es sinnvoll ist Kaninchen zu einer reichhaltugen Kräuter-, Blätter-, Gräserfütterung im Sommer oder zu einer Heu/getrocknete Kräuter-, Gemüsefütterung im Winter diese Tabletten ( https://shop.vitakraft.de/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?urlRequestType=Base&catalogId=150001&categoryId=13105&productId=21268&errorViewName=ProductDisplayErrorView&urlLangId=-3&langId=-3&top_category=12852&parent_category_rn=12852&storeId=10151 ) zu geben, um Mangelerscheinungen vorzubeugen?
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suntrek
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Anmeldungsdatum: 09.03.2013
Beiträge: 242
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 10.06.2013 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

So erstmal alles gelsen, habt viel geschrieben.

Mich freut es, dass auch andere einen anderen Weg bei der Behnadlung bei einem Ec Schub eingehen.. Ich gebe die Medikamente mittlerweile nur, wenn ich nur schwer an Bärenklau komme, da ich 2 Ec Tiere hier habe die jedenfals Schübe hatten (eins darunter ein Pflegetier).
Hier wachsen nirgends richtige Massen an Bärenklau und da ich meinen Kaninchen täglich etwas Bärenklau anbeite bissl schwierig teilweise. Gerade im Winter ist es für mich ziemlich schwierig dran zu kommen auch wenn ich selber den trockne. Ich bin gerade auf jemanden gestoßen der Heu von einer Wiese mit Bärenklau macht das finde ich wiederum toll als Reserve da zu haben auch wen es keien Garantie gibt man hat dne jetzt Gerade im Heu drin.

ich selber versuche meine Kaninchen so gut wie möglich zu ernähren das heißt täglich Sämereien da je nach Jahreszeit unterschiedlich welche aktuell viele Grassamen die gerne genommen werden, 30-50 Wildpflanzen, 10-20 Gräser manchmal auch Sauergräsern und täglich min.2/3 verschiedene Zweige mit evt. Blättern. Achja getrocknetes gibt es auch in Form von selber getrocknet und Heu , Heu wird allerdings nie gefressen.
Obst finden sie im Garten, wenn es das gibt. Aber auch in ihrem Gehege wächst Johannisbeere die Früchte trägt wobeid eises Jahr nicht mehr da meine meinten wir fressen die Früchte unreif ab, sonst fressen sie die nie. Im Garten gibt es: Erdbeeren, Stachelbeere, Brombeere, Himbeere, Wein, Feigen, Apfel und Mirablle. Müsste alles sein.
Zu den täglichen Dingen bekommen sie noch Gartenfreilauf wo sie auch vieles finden: Storchschnabel, Schöllkraut, Lupine, Gundermann, Efeu, Nelkenwurz, Pippau, Topinambur, Vogelmiere, Taubnessel, Giersch usw.

Über das Jahr gibt es hier ca.150 Wildpflanzen (auch leicht giftge also auch Kälberkropf usw.), ca.20 verschiedene Zweige mit Blättern (mehere Weidenarten,Rotbuche, Linde, Kastanie, Eiche, Haselnuss, Bluthasel, Apfel usw.) und ca.20 verschiedene Gräser (Süß- und Suaergräser). Dazu halt immer wechselnde Saaten. Strukturfutter wie Nösenberger gibt es auch wird allerdings nur im Winter angerührt daher gebe ich es eigentlich auch nur ab Herbst bis ins Frühjahr also über den Sommer nur nicht.
So denke ich, dass meine Kaninchne sehr gut versorgt sind. So zeigen sie sich mir gegenüber auch.
_________________
Mit freundlichen Grüßen Jasmin und ihr tierischer Anhang.
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Una
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Anmeldungsdatum: 24.10.2011
Beiträge: 119

BeitragVerfasst am: 11.06.2013 06:53    Titel: Antworten mit Zitat

Schlappohr hat Folgendes geschrieben:
Was mich noch interessieren würde, ob ihr denkt, dass es sinnvoll ist Kaninchen zu einer reichhaltugen Kräuter-, Blätter-, Gräserfütterung im Sommer oder zu einer Heu/getrocknete Kräuter-, Gemüsefütterung im Winter diese Tabletten ( https://shop.vitakraft.de/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?urlRequestType=Base&catalogId=150001&categoryId=13105&productId=21268&errorViewName=ProductDisplayErrorView&urlLangId=-3&langId=-3&top_category=12852&parent_category_rn=12852&storeId=10151 ) zu geben, um Mangelerscheinungen vorzubeugen?


Ohne diesen Link angesehen zu haben, wäre die Frage, wie man Tabletten in ein Kaninchen bekommt, wenn es diese nicht freiwillig frisst.
Da ergänze ich die Heu/Gemüsefütterung lieber mit Nösenberger, das freiwillig gerne gefressen wird.
Im Sommer, bei artenreicher Wiesenfütterung (auch Äste, Laub usw.) werden von "nicht deppert gefütterten" Kaninchen, solche Futtermittel (z.B. Strukturfutter) sowieso nur in sehr geringer Menge gefressen.
Wenn die Kaninchen diese Tabletten freiwillig nicht fressen und sie ihnen "eingegeben" werden, werden sie also gezwungen, etwas zu fressen, was sie nicht wollen und vllt. auch gar nicht in dieser Dosierung brauchen.
_________________
LG Una
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Miriam
Freak


Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 11.06.2013 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Schlappohr hat Folgendes geschrieben:
Was mich noch interessieren würde, ob ihr denkt, dass es sinnvoll ist Kaninchen zu einer reichhaltugen Kräuter-, Blätter-, Gräserfütterung im Sommer oder zu einer Heu/getrocknete Kräuter-, Gemüsefütterung im Winter diese Tabletten ( https://shop.vitakraft.de/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?urlRequestType=Base&catalogId=150001&categoryId=13105&productId=21268&errorViewName=ProductDisplayErrorView&urlLangId=-3&langId=-3&top_category=12852&parent_category_rn=12852&storeId=10151 ) zu geben, um Mangelerscheinungen vorzubeugen?


Die Logik verstehe ich jetzt überhaupt nicht. Du willst Nösenberger wegen der Zusatzstoffe nicht füttern, obwohl es ein sehr gutes Futter ist, mit dem viele gute Erfahrungen machen und suchst jetzt nach Alternativen?

Zu den Vitakraft-Tabletten kann ich nur sagen, dass ich diese Firma meide, weil sie für ihre Futtermittel Tierversuche machen. Es gibt nur eine Ausnahme ("Vita-Spezial"), die ich ab und zu (aber sehr selten) für Tiere hole, die aus schlimmen Zuständen kommen und wegen ihrer Zähne nicht fressen können, aber gerade zu geschwächt für eine Zahnbehandlung in Narkose sind und damit sie was auf die Rippen bekommen. Dafür habe ich leider noch keine Alternative gefunden, ohne sie zwangsernähren zu müssen, was ich lieber vermeide, wenn möglich.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie die Tabletten freiwillig fressen, selektieren können sie da ja gar nicht, was sie ja bei einem guten Strukturfutter könnten.
_________________
Liebe Grüße
Miriam
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8494
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BeitragVerfasst am: 11.06.2013 19:05    Titel: Re: Nösenberger......die neue Zielscheibe mancher Tierschütz Antworten mit Zitat

@Miriam
Danke für deine umfangreichen Antworten.

Zitat:

Man darf aber nicht vergessen, dass schulmedizinisch und naturheilkundlich orientierte Therapeuten oft entgegengesetzte Meinungen haben, was die Therapie betrifft. Während die Schulmediziner alles sofort zu beseitigen versuchen und alles wegschneiden, was irgendwo nicht hingehört, verfolgen Naturheilkundler eher den Weg über die innere Heilung.

Das ist klar. Mir ging nur die Frage durch den Kopf, ob sie denn vielleicht auch professionelle Erfahrung hätten mit den Themen, in denen sie sich als Experten ausgeben. Wobei auch das müsste noch nicht viel heissen. Ein Studium oder schwierige Ausbildung hilft nicht unbedingt Tiere besser zu verstehen...

Zur Homöopathie und deren Ziele habe ich etwas den Eindruck, dass es hier auch leicht verschiedene Ansichten (selbst unter den Homöopathen) gibt, wobei meine Ausdrucksweise vielleicht schon etwas zu hart gewählt war. Ich meinte es mehr im Sinne von, während sich die konventionelle Medizin normalerweise sehr stark auf die Krankheit fixiert, im Sinne von, da ist etwas kaputt, das muss repariert werden, geht die Homöopathie mehr noch auf die geistige Ebene ein, eben auch auf den Umgang und so.

Was ich übrigens auch interessant fand, als ich das Buch von Temple Grandin (Animals in Translation bzw. auf Deutsch Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier) las (ich fand kürzlich meine Notizen dazu wieder), dass sie erwähnte, dass Tiere zum Beispiel mit Schmerzen besser umgehen können als wir Menschen und sie in diesem Punkt ähnlich wie Autisten seien und dafür viel stärker auf Dinge reagieren, die sie verängstigen. Sie geht dabei auch noch auf das Gehirn ein und dessen Aufbau bei Tieren, Menschen und Autisten. Auch das ist eigentlich OT aber kam mir jetzt gerade in den Sinn in Bezug auf die Einstellung/Wahrnehmung zu Schmerz. Und noch einen Anknüpfungspunkt gäbe es da, der Budhismus bzw. der Zen und das Thema Aushalten von Schmerz.

@Schlappohr
Ich hätte hier auch, wie schon Una erwähnte, bedenken, wie man so eine Tablette in ein Kaninchen bringen könnte. Da ist der Ansatz Nöseberger (oder selbst Pellets, auch wenn ich davon nichts halte) sicher die einfachere Variante. Einen Vorteil sonst sehe ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht.
Was vielleicht noch eine Überlegung wert wäre, was in Terraristikkreisen gemacht wird, dass das Futter, auch das Grünfutter teilweise mit Mineralstoffpräparaten eingepudert wird, welche natürlich pulverförmig sein müssten. Inwiefern das hier machbar wäre, das weiss ich nicht, ebensowenig ob die Kaninchen das eingestäubte Futter auch fressen wollen oder ob sie ihre ganze Rafinesse dann darauf verwenden, das Pulver irgendwie zu umgehen... die zweite Frage, die sich hier dann stellen sollte, welches Pulver und was soll drin sein und in welchen Mengen?
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Miriam
Freak


Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 12.06.2013 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

davX hat Folgendes geschrieben:
Ein Studium oder schwierige Ausbildung hilft nicht unbedingt Tiere besser zu verstehen...


Ja, eben Wink
Was mich am meisten stört, ist, dass kranke Tiere oft wie kaputte Maschinen behandelt werden. Als ob man durchs Auswechseln von ein paar rostigen Teilen ein neues laufendes Triebwerk bekommt.


Zitat:

Zur Homöopathie und deren Ziele habe ich etwas den Eindruck, dass es hier auch leicht verschiedene Ansichten (selbst unter den Homöopathen) gibt, wobei meine Ausdrucksweise vielleicht schon etwas zu hart gewählt war. Ich meinte es mehr im Sinne von, während sich die konventionelle Medizin normalerweise sehr stark auf die Krankheit fixiert, im Sinne von, da ist etwas kaputt, das muss repariert werden, geht die Homöopathie mehr noch auf die geistige Ebene ein, eben auch auf den Umgang und so.


Es gibt unter Homöopathen teils unterschiedliche Vorgehensweisen.
Ich weiß nicht, ob Du das meintest, aber die Homöopathie ist keine esoterische Heilmethode.

S. Hahnemann war ganz und gar kein Esoteriker oder Psychologe oder sowas, sondern eigentlich Schulmediziner mit eigener Praxis. Er gab aber seine gutgehende Praxis freiwillig auf, weil er feststellte, dass seine Patienten mit seinen schulmedizinischen Behandlungen immer kränker wurden. Eine Zeitlang war er dann Übersetzer von medizinischen Schriften und stieß dabei zufällig auf das Ähnlichkeitsprinzip und die Homöopathie, welche er und seine späteren Schüler immer weiterentwickelten. Homöopathie ist von der Idee her eine sehr tief an der Wurzel wirkende Heilmethode, während die Ärzteschaft nur an der Oberfläche kratzt und durch ihre Therapien oft für zusätzliche Krankheiten einen Nährboden bietet. Zu Hahnemanns Zeiten war z.B. der Aderlass und die Quecksilberbehandlung aktuell. Er stellte eben fest, dass er die Menschen noch mehr schwächte, wenn er ihnen in Zeiten der Krankheit auch noch Unmengen Blut abzapfte oder sie mit Quecksilber vergiftete. Ob es dazu heutige Parallelen gibt, kann jeder für sich entscheiden. Wenn ich an die ganzen schrecklichen Nebenwirkungen denke, die ich selbst schon erlebt habe.... Bei Tieren ist es auch nicht anders und ich kann einfach nicht glauben, wenn mir manche erklären "ach, das vertragen die gut!" Wirklich? Oder nimmt man es nur nicht wahr, weil z.B. Kaninchen nichtmal Laute von sich geben, wenn sie Schmerzen haben. Was heißt eigentlich "gut vertragen"? Heißt das, dass das Tier noch frisst, so dass man davon ausgehen kann "alles ok"?

Dass die Homöopathie auch durchaus in der Lage ist großflächig klinische Erfolge zu erzielen, zeigen Beispiele aus der Behandlung von Epidemien.
Zu Zeiten der Cholera z.B. hatte Hahnemann nur wenige Verluste (Tote), die Schulmediziner hatten eine Mortalitätsrate von 50%. Hier ist ein ganz interessanter Bericht dazu http://www.hahnemann.at/docs/Homoeopathische_Epidemiebehandlung.pdf

U. A. das zeigt, dass die Homöopathie, wie sie Hahnemann praktizierte, klinische Erfolge hatte und auch hat, auch wenn man wie z.B. bei Epidemien nicht immer bei hunderten von Kranken jedes Gemütssymptom der einzelnen Patienten miteinbeziehen kann.

Im Einzelfall ist es natürlich hilfreich, neben den klinischen Symptomen auch Symptome einzubeziehen, die nur den einzelnen Patienten betreffen.
Was bei Schulmedizinern natürlich komplett unter den Tisch fällt, ist natürlich der Gemütszustand und die Individualität des Patienten. Das sind aber Punkte, die sich dann bei der Mittelauswahl bemerkbar machen. Z.B. bekommt beim Tierarzt jedes Tier bei der Krankheit X immer das Antibiotikum Y, unabhängig davon, wie der Gemütszustand des Patienten oder sonstige Umstände sind. In der Homöopathie gibt es auch Mittel, die Schwerpunkte haben (wie oben z.B. bei Epidemien beschrieben), die nach einer klinischen Symptomatik ausgewählt werden, letztendlich entscheidet jedoch -grob ausgedrückt- auch der Gemütszustand und die Persönlichkeit des Patienten mit, welches Mittel es am Ende ist. Die Umstände würde ich vor der Behandlung klären. Also wenn jemand dauernd im Durchzug sitzt und dauernd erkältet ist, wäre die erste Maßnahme, den Sitzplatz woandershin zu verlegen, als die Behandlung auf den Durchzug einzustellen, was wahrscheinlich auch keinen dauerhaften Erfolg hätte.



Zitat:

Was ich übrigens auch interessant fand, als ich das Buch von Temple Grandin (Animals in Translation bzw. auf Deutsch Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier) las (ich fand kürzlich meine Notizen dazu wieder), dass sie erwähnte, dass Tiere zum Beispiel mit Schmerzen besser umgehen können als wir Menschen und sie in diesem Punkt ähnlich wie Autisten seien und dafür viel stärker auf Dinge reagieren, die sie verängstigen. Sie geht dabei auch noch auf das Gehirn ein und dessen Aufbau bei Tieren, Menschen und Autisten. Auch das ist eigentlich OT aber kam mir jetzt gerade in den Sinn in Bezug auf die Einstellung/Wahrnehmung zu Schmerz. Und noch einen Anknüpfungspunkt gäbe es da, der Budhismus bzw. der Zen und das Thema Aushalten von Schmerz.



Ich würde das so allgemein nicht auf Tiere beziehen. Schmerz ist sehr oft individuell. Der Eine hat schon bei Kopfschmerzen das Gefühl sterben zu müssen, was für den Anderen eine Nebensächlichkeit ist und er damit sogar weiterarbeiten kann. Um aber nicht bei jedem Schmerz gleich sterben zu müssen, schaltet sich die mentale Ebene hinzu, die je nach Erfahrung mit Schmerzen besser oder schlechter trainiert ist.
Ich kenne Menschen, die Jahrzehnte an Schmerzen leiden. Auch wenn es etwas blöd klingt und ihrem Leiden nicht gerecht wird, aber in gewisser Weise lernen sie, damit umzugehen. Manche mehr und manche weniger, manche nehmen sich der Schmerzen wegen auch das Leben, weil sie es nicht mehr aushalten. Das hängt aber auch davon ab, wieviel man noch "bereit" ist, zu leiden und natürlich auch davon wie empfindlich die Schmerzrezeptoren des Einzelnen "gebaut" sind.
Auf Tiere bezogen sehe ich das ähnlich. Für mich stellt sich erstmal die Frage, ob es ein Fluchttier, Rudeltier, Einzelgänger oder Raubtier ist. Hinzu kommt, dass der Mensch es oft gar nicht erfassen kann, wieviele Schmerzen das Tier aushalten kann. Wie will man das messen? Viele Körperfunktionen sind bei Tieren und auch bei Tierarten doch etwas anders als beim Menschen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Natur bei Fluchttieren z.B. etwas "eingebaut" hat, was sie zum Teil weniger empfindlich bei Schmerzen macht. Z.B. damit sie trotzdem noch flüchten können, wenn ein Raubtier hinter ihnen her ist. Es gibt ja auch Menschen, deren Schmerzzentrum ganz abgeschaltet ist und sie keine Schmerzen mehr verspüren, das ist allerdings eher von Nachteil, weil der Schmerz eigentlich das Signal des Körpers ist, dass etwas nicht in Ordnung ist. Mit der Angst wird es ähnlich sein. Ein Fluchttier ist von Natur aus natürlich eher darauf ausgelegt, wachsam gegenüber Gefahren zu sein und Angst zu haben, als ein Raubtier, der als Angreifer weniger Angst zu haben braucht.
Es gibt soviele Tierspezies, genau wie der Mensch genaugenommen auch nur eine Tierspezie ist, daher denke ich, dass man das Schmerzempfinden nicht zwischen Tier und Mensch abgrenzen kann, sondern wenn überhaupt unter den einzelnen Tierspezies und letztendlich dem einzelnen Individuum.
_________________
Liebe Grüße
Miriam
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Hasenfrau
Nager-Erforscher


Anmeldungsdatum: 19.01.2011
Beiträge: 49
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 13.06.2013 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

von der Hetze habe ich gottseidank nichts bemerkt, aber ich bekomm zum Glück viel nicht mehr mit. Das schont Nerven. Cool


Ich hab mit dem bösen billig-TroFu begonnen, bin von dort dann zu Trockengemüse/-obst gekommen, habe festgestellt, dass das genauso schlecht ist, ggf. sogar noch schlechter und dann bei hauptsächlich Frischgemüse/-obstfütterung gelandet (plus natürlich Heu und Kräuter). Dank Andreas und den Erlebnissen eines Teammitglieds dann in Richtung viel Wiese/Wiesenkräuter gewandert plus zusätzlich wenige Samen, die ich selbst zusammenmische und mit wenigen verschiedenen Trockenkräutern und Trockenblüten vermenge. Zusätzlich gibts noch Frisches Gemüse und Obst, wobei ich hier nun im Jahr 2013 deutlich weg von den Mengen an Wurzelgemüse gehe, die ich bislang all die Jahre gefüttert habe. Einfach weil eine Häsin das nur schwer verträgt und mir gerade zeigt, dass eigentlich das Blattzeug verträglicher ist.

Mein persönliches Resümee:
Es können viele Hersteller etwas empfehlen oder Foren oder HPs etwas als das Blaue vom Himmel propagieren oder aber als das Schlechteste, was man seinen Tieren antun kann. Die Wahrheit muss jeder für sich herausfinden, in dem man einfach mal den Blick auf die wilden Verwandten wirft.
So viele Kaninchen in Gefangenschaft haben enorme Probleme mit der Darmflora. Warum denn wohl? Vielleicht weil die Ernährung nicht so optimal ist?
Warum tigert man lieber alle 4 Wochen zum Tierarzt zum Zähnekürzen wegen angeblicher Fehlstellung, anstatt die Ernährung so anzupassen, dass das Kaninchen sich selbst großteils um die "Spitzen" im Mäulchen kümmern kann?

Wir können von den Tieren so viel lernen, nur muss man dazu einfach auch mal die Äuglein öffnen.

Was Ernährung angeht, prüfe ich bei Fertigmischungen immer, was alles enthalten ist. Mich interessieren die Marketingtexte nicht, sondern die Fakten. Wenn ich Konservierungsmittel, Backerzeugnisse, Bindemittel usw. lese, dann kommt das nicht in den Napf.

Am besten fahre ich wirklich mit der selbst zusammengemischten Samenmischung. Dort ist ganz utnerschiedlich mal Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Hirse, Amaranth, Leinsamen, Fenchelsamen, Mariendistelsamen drin, ab und zu noch Kürbiskerne. Und dann kommen je nach dem was ich zuhause habe ganz verschiedene Trockenkräuter hinzu. Das gibts einmal am Tag in kleiner Portion. Ob sie es brauchen weiß ich nicht. Klaro mögen sie es. Aber ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mit der Art der Ernährung wesentlich gesünder fahre, als noch einige Jahre zuvor. Da waren öfter mal Hefen im Darm oder aber andere Erkrankungen brachen aus. Figurmäßig sind alle 6 auch topp in Schuss, perfekte Bodies (na gut, bis auf Felix.....aber einer darf ja aus der Reihe tanzen Mr. Green ).


Was die "unterschiedlichen Homöopathen" betrifft:
Ich würde hier eher sagen, dass das unterschiedliche THP (Tierheilpraktiker) sind. Es gibt sehr sehr wenige sehr gute Ausbildungen in klassischer Tierhomöopathie! Was die Literatur dazu betrifft, die braucht man nicht. Man kann sehr gut mit den alten großen homöopathischen Meistern und ihren Humanwerken arbeiten. Ich hab meine Praxis jetzt seit 4 Jahren und es lässt sich alles was es beim Tier gibt im Humanrepertorium finden. Das einzige was es schwer macht ist die Interpretation, die ja Halter und THP tun. Das Tier als Patient sagt mir ja nicht wo es genau drückt oder welche Art Schmerzgefühl es hat usw.

Klassische Tierhomöopathen nach Hahnemann gibts noch weniger. Und durch die vielen modernen und esoterisch wirkenden Neuzweige der Homöopathie ist es leider so, dass viele das mittlerweile der Esoterik zuzählen. Ich sag nur: Astrologische Homöopathie. Augenrollen
Aber so ist der Mensch. Man kann nicht einfach bei altbewährtem Gutem bleiben. Man muss moderne Begriffe zufügen, das weiße Gewand und das Pendel auspacken, nachts im Vollmond ums Feuer tanzen und ruiniert damit nen ganzen Ruf guter Therapeuten.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 13.06.2013 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hasenfrau hat Folgendes geschrieben:
Und durch die vielen modernen und esoterisch wirkenden Neuzweige der Homöopathie ist es leider so, dass viele das mittlerweile der Esoterik zuzählen. Ich sag nur: Astrologische Homöopathie. Augenrollen
Aber so ist der Mensch. Man kann nicht einfach bei altbewährtem Gutem bleiben. Man muss moderne Begriffe zufügen, das weiße Gewand und das Pendel auspacken, nachts im Vollmond ums Feuer tanzen und ruiniert damit nen ganzen Ruf guter Therapeuten.


Dass alles dem stetigen Wandel unterliegt, IST aber eines der "universellen" Grundgesetze schlechthin. Manchmal manifestiert es sich, manchmal ist es aber auch nur ein Zwischenschritt, der notwendig ist, um zur nächsten Etappe/Erkenntnis zu gelangen. Und auch wenn die Richtungen manchmal sehr seltsam anmuten, hat irgendwie trotzdem alles seine Daseinsberechtigung. Um mal bei Hahnemann und der klassischen Homöopathie zu bleiben: auch er hat viel herumexperimentiert und sich im Laufe seines Lebens immer wieder selbst korrigiert. Und ich denke, hätte er noch länger gelebt, hätte er sicherlich noch die ein oder andere Überraschung im Gepäck gehabt. Seinen Schülern und "Nachfolgern" haben wir neue Simile zu verdanken, Nosoden - und ja, auch die umstrittenen LM und D-Potenzen.

Ich froh, dass ich im Rahmen meiner Ausbildung (ich bastel auch am Tierheilpraktiker mit Schwerpunkt Homöopathie, allerdings bereue ich es mittlerweile) unterschiedliche Repertorisationsmöglichkeiten gelehrt bekam und mir so eine bessere Meinung/Übersicht bilden konnte. Ich denke, erst danach ist man auch in der Lage, sich für die Methode, die einem am besten liegt, zu entscheiden. Und man muß imho auch nicht klassisch nach Hahnemann arbeiten, um ein guter Homöopath zu sein (wobei: definiere in diesem Zusammenhang "gut" - denn gerade in der Homöopathie führen viele Wege nach Rom. Und manchmal ist es die Mischung aus mehreren Vorgehensweisen, gepaart mit einem Schuss Mut, die nötig ist, um ein Individuum erfolgreich zu therapieren).

Es lohnt sich daher auf jeden Fall, die Augen offen zu halten und sich zumindest alles mal anzuschauen. Therapeutischer Tunnelblick ist meines Erachtens in jeder Hinsicht kontraproduktiv Wink
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Hasenfrau
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BeitragVerfasst am: 13.06.2013 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Sehe ich etwas anders. Eben weil man leider gerade in der Homöopathie teilweise Scheiße schön redet! Da werden anders als Hahnemann es selbst in seinen büchern notiert hat x verschiedene Mittel kombiniert und gegeben und behauptet, das wäre Homöopathie.... Da werden Mittel ausgependelt oder Tiere gefragt "Na was für ein Mittelchen brauchst du denn?"

Für mich ist das Globuli-Jongliererei oder Kochbuchverschreibung und hat nix mehr mit der klassischen Lehre zu tun.
Jene sind auch die, die Heel für Homöopathie halten oder Weleda oder Wala. Dabei sind das alles eigenständige Therapieformen (Heel ist Homotoxikologie, Welede und Wala gehören zur anthroposophischen).

Ich gebe Dir sicherlich Recht, dass ein Wandel durchaus gut ist. Aber hier wird kein Wandel betrieben, sondern versucht mithilfe einer Vereinfachung gar nicht auf das was damals von Hahnemann und weiteren wie Kent, Bönninghausen usw. erforscht und notiert wurde zu verstehen. Das wäre ja auch zu kompliziert. Da sich jeder Depp ja schon den THP an die Haustür kleben kann wird hier vielfach auf Vereinfachung gegangen. Sprich gebe x bei y und am besten noch 5 Mittel zusammen, weil nur ein Mittel für viele Halter ja auch sehr irritierend ist. (Beim Tierarzt gibts ja i.d.R. auch meist mehr als eines).

Die Leidtragenden von dem Ganzen sind die Tiere. Neutral


Wer das lernen möchte tut sich bei dem ganzen Schnickschnack ja auch schon schwer. Denn was toll klingt, muss noch lang nicht gut sein. Ich erlebe viele Schüler, die schlussendlich unzufriedend sind, wenn sie den THP fertig haben, weil sie Masse statt Klasse erlernt haben. Von allem ein wenig und schlussendlich leider nix gscheites an Wissen mitbekommen haben. Nur eine kleine Basis. Das kann auf lange Sicht nicht gut gehen.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 13.06.2013 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Es wird immer so sein, dass selbst bei bestmöglichster Ausbildung und einem super Abschluss gerade mal der Grundstein für die Zukunft gelegt wurde (wobei es selbstverständlich große Qualitätsunterschiede in der Ausbildung gibt). Und auch Du wirst selbst nach 5, 10, 20 oder mehr Berufsjahren auch immer wieder Fehler machen (was Dir Tierbesitzer übrigens auch als "Versagen" nachreden könnten, Du weißt, geurteilt ist schnell, besonders, wenn was schief läuft).

Was stört Dich denn, außer der "Vereinfachung", an den Komplexmitteln? Ihre Existenz im allgemeinen oder weil sie immer noch unter Homöopathie laufen und diese Deiner Meinung nach ad absurdum führen (hier sollte sich übrigens demnächst etwas ändern. Zumindest D-Potenzen, glaub ich, dürfen wohl dann nicht mehr als Homöopathika verkauft werden. Denke, das greift dann auch für die Komplexmittel, da diese ja hauptsächlich D-Potenzen enthalten).

Also ich hab nix gegen Komplexmittel (nicht alle, aber Traumeel find ich z.B. klasse) und auch nichts gegen die bösen D-Potenzen Very Happy Zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt, haben auch sie für mich ihre Daseinsberechtigung. Auch Pendeln und Tierkommunikation finde ich sinnvoll, sofern man es einigermaßen sicher beherrscht. Warum das nicht ergänzend hinzunehmen? Ich finde, es ist wichtig, dass die Therapieform zum Fall passt und nicht umgekehrt.
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Hasenfrau
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BeitragVerfasst am: 13.06.2013 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

An Komplexmitteln stört mich gar nix. Ich weiß nicht wo Du das rausliest.
Sie sind ihr eigener Therapieweg, sprich eine eigene Therapieform.

Böse D-Potenzen habe ich auch nicht behauptet.
D-Potenzen sind zwar nicht von Hahnemann und werden leider durch viele Kochbuchtipps aus Schundbüchern falsch angewandt, können jedoch als organotrope Tipps richtig angewandt gute Arbeit leisten.
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