davX Team
Anmeldungsdatum: 08.06.2004 Beiträge: 8494 Wohnort: Schweiz
|
Verfasst am: 08.02.2013 00:32 Titel: Schaben und Kühe die grössten "Klimakiller" |
|
|
Reisserische Schlagzeilen braucht das Volk. Nach dem Sündenbock Kuh haben sich die Splitter-Fetischisten auf eine neue Tierart verbissen, die ohnehin schon unbeliebten Schaben aka. Kakerlaken oder Küchenschaben. Sie seien die heimlichen Klimakiller durch ihre Methanproduktion, die gemessen an ihrer Körpergrösse alle anderen in den Schatten stelle... bei aller Güte!
Ist das der neue Qualitätsstandard?
Methoden: Die Studie wurde - welch Wunder - von einem grossen Schädlingsbekämpfer durchgeführt. Ein Schelm wer sich da einen Zusammenhang denkt.
Resultate: Ja eigentlich sind es nicht nur die unbeliebten Schaben, welche verhältnismässig viel Methan bilden täten, auch Taussendfüssler, Käfer usw. etc. sollen vergleichbar in der Methanproduktion sein. Da stellt sich die Frage, wieso diese reisserische Falschmeld... ähh "Erkenntnis"??
Diskussion: Erstens ist das mit der Methanproduktion so eine Sache. Bei Kühen wird sie meines Wissens durch eine artwidrige Fütterung (Getreide usw.!) gefördert. Zweitens waren Schaben und Wiederkäuer schon vor dem modernen Menschen hier, die Klimaerwärmung ist klar ein Phänomen, das seit der Industrialisierung stark im Kommen. Folglich sollten wir uns selbst an der Nase nehmen, als versuchen mit fadenscheinigen Argumenten an andere Tierarten die Verantwortung abzuschieben, welche entweder wie als Konstante in diesem System funktionieren oder erst durch Veränderungen des Menschen sich verändert haben (Urbanisierung bei kulturfolgenden Schabenarten, industrielle Tierhaltung bei Kühen).
Quelle: Nein ausnahmsweise nicht die 20 Minuten, sondern die heutige Blick am Abend
Fazit: Entweder einen Bogen um solchen ideologischen Unsinn machen, oder ihn mit entsprechender Distanz wissenschaftlich bzw. methodisch untersuchen/beobachten, um dem Niedergang der Medien beizuwohnen. _________________ Degu-Fütterungstagebuch | Degupedia bei Youtube | Meine Degu-Aussenhaltung (Video)
Es preciso conocer el nombre de las plantas para que podamos salutarlas y ellas nos saluden a nosotros. GOETHE
Manche Menschen sind Steine und manche sind Otter. |
|
|