Cururo

aus Degupedia, der freien Wissensdatenbank

Der Cururo oder Coruro (Spalacopus cyanus) ist eine grabende, unterirdisch lebende Art aus der Familie der Trugratten.

Inhaltsverzeichnis

Systematik

Synonyme

  • Mus cyanus Molina 1782
  • Spalacopus poeppigii Wagler 1832
  • Poephagomys ater Cuvier 1834
  • Psammomys noctivagus Poeppig 1835
  • Spalacopus tabanus Thomas 1925

Unterarten

  • Spalacopus cyanus cyanus
  • Spalacopus cyanus poeppigi
  • Spalacopus cyanus maulinus

Aussehen und Körperbau

Morphologisch gesehen ähneln Cururos anderen unterirdisch lebenden Nagetierarten. Ihr Körperbau ist an das unterirdische Leben angepasst durch kurze Ohren und einen kurzen Schwanz, kleine Augen, grosse Vorderhände mit langen Krallen und kräftige, hervorstehende Schneidezähne (Bozinovic et al. 2005; Redford & Eisenberg 1992). Ihr Fell ist dicht, glatt und Weich, die Fellfarbe variiert zwischen braunschwarz und schwarz. Die Backenzähne (Molare) der Cururos sind unverwurzelt, d.h. sie wachsen ständig nach, und sie weisen eine 8-förmige Kaufläche auf (Reig 1970). Laut Redford und Eisenberg (1992) unterscheiden sich die Berg- von den Küstenpopulationen im Phänotyp als auch im Stoffwechsel (metabolic rate).

Lebensweise und Ökologie

Die Landschaften, welche von Cururos bewohnt werden, reichen von alpinen Graslandschaften in den Anden, über Akazien-Savannen im Mittelland, bis hin zu sandigen Graslandschaften an der Küste (Torres-Mura & Contreras 1998). Dabei bevorzugen sie offene Landschaften mit niederigem Stauchbewuchs (Begall 1999). Sie legen in ihren Territorien umfassende Gangsysteme an, bestehend aus kurzen, aber tiefgründigen Tunnel, welche sie 40 bis 60 cm tief in den Boden graben und eine Vielzahl an oberflächlichen Futtertunnel, welche meist nur gerade mal 10 bis 12 cm unter der Oberfläche liegen. Die tiefgründigen Tunnel werden im Gegensatz zu den Futtertunnel für längere Zeit gebraucht und enthalten unter anderem auch Nestkammern (Torres-Mura & Contreras 1998). Zum Graben ihrer Gänge verwenden sie ihre Schneidezähne (Incisivi) (Bozinovic et al. 2005; Reig 1970).

Ernährung

Laut Reig (1970) ernähren sich Cururos hauptsächlich von Zwiebeln und Stängeln der Lilie Leucoryne ixiodes.


Literatur

  • Begall, S. (1999): Verhaltensökologische und genetische Analyse der Sozial- und Populationsstruktur von Coruros (Spalacopus cyanus, Octodontidae, Rodentia). Inauguraldissertation, Universität Essen.
  • Begall, S. Burda, H. Galladrdo, M.H. (1999): Reproduction, postnatal development, and growth of social cururos, Spalacopus cyanus (Rodentia: Octodontidae), from Chile. Journal of Mammalogy 80: 210-217.
  • Bozinovic, f. Carter, M.J. Ebensperger, L.A. (2005): A test of the thermal-stress and the cost-of-burowwing hypotheses among populations of the subterranean rodent Spalacopus cyanus. Comparative Biochemistry and Physiology A 140: 329-336.
  • Redford, K.H. Eisenberg, J.F. (1992): Mammals of the Neotropics. The southern cone, Vol. 2. The University of Chicaco Press, Chicaco, London.
  • Reig, O.A. (1970): Ecological notes on the fossorial octodont rodent Spalacopus Cyanus (Molina). Journal of Mammalogy 51: 592-601
  • Torres-Mura, J.C. Contreras, L.C. (1998): Spalacopus cyanus. Mammalian Species 594: 1-5.
  • Urrejola, D. Lacey, E.A. Wieczorek, J.R. Ebensperger, L.A. (2005): Daily activity patterns of free-living cururos (Spalacopus cyanus). Journal of Mammalogy 86: 302-308.
Degupedia.de Logo
'Persönliche Werkzeuge
Länge: cm
Breite: cm
Höhe:  cm
 
Mediawiki Creative Commons Opera Firefox