Diskussion:Buch:Entzauberte Manege

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Zitate

Das Handelsdreieck "Da einige Tierarten exzessiv gezüchtet werden, steht den einzelnen Tieren eine unheilvolle Zukunft bevor. Um mit dieser zu großen Zahl von Tieren fertigzuwerden, hat sich in den letzten Jahren zwischen Zirkussen, Zoos und Forschungslaboratorien ein Dreieckshandel entwickelt - oftmals über spezialisierte Tierhändler, die als gutbezahlte Vermittler fungieren." (S. 123)

"1983 enthüllten Presseberichte, daß im Woburn Animal Kingdom, einem Safaripark in Bedfordshire, eine 150 Tiere starke Kolonie von Rhesusaffen als Vorrat für tödliche Laborversuche benutzt wurde. Woburns Tiere - darunter Löwen, Elefanten und Giraffen - standen unter der Obhut des Direktors John Chipperfield - einem Mitglied des großen britischen Zooclans." (S. 124)

"Man fragt sich natürlich , warum keine Maßnahmen gegen die Züchtung von übermäßig vielen Tieren in der Gefangenschaft ergriffen werden. Die Antwort liegt leider darin, daß diese niedlichen flauschigen Jungen nun einmal die Starattraktion der Zirkustierschau sind und bleiben. Darüber hinaus gibt es noch andere Probleme, die die ganze erbärmliche Situation deutlich machen. Eine Kastration würde beim männlichen Löwen - dem König des Dschungels - bewirken, daß er seine Mähne verliert - und ein Löwe ohne Mähne, das geht wohl doch zu weit, sogar nach Auffassung der Tierschauen, die sonst auf alles scharf sind, was anders ist." (S. 127)

IPPL = International Primate Protection League, Internationale Liga zum Schutz der Primaten, Mitglied des IUCN (vgl. S. 69, 72).

Anmerkung: Das Konfliktfeld der Fortpflanzungskontrolle und -management in Zoos ist komplizierter, als der Autor in seinem Buch wohl stimmigen Zusammenhang erwähnt. Es lässt ausser Acht, dass beispielsweise Zuchtstopps bei Tierarten mit kurzer Lebenserwartung (z.B. Kleinsäuger, Mäuse) zum Ausssterben der Populationen führen kann. Zudem wird die Fortpflanzung als Aspekt des natürlichen Verhaltensspektrum betrachtet, das in der Zoohaltung in anderen Bereichen oft schon gezwungenermassen eingeschränkt wird. Ein alternativer Aspekt stellt letztlich auch die Futtertierzucht dar, dass der Nachwuchs von Tieren letztlich wie auch in der Natur, anderen Tierarten als Nahrung dienen. Dieses Konzept ist zwar beim zart besaiteten Publikum nicht gerade beliebt, kommt aber dem Anspruch moderner zoologischen Gärten entgegen, dass man die Tiere möglichst natürlich halten, ernähren und beschäftigen kann.

Unterlassene Gerechtigkeit (S. 156ff)

"Während der letzten 50 Jahre, so erklärt Burnet [gemeint ist Nancy Burnet von "Protect Animals in Entertainment", einem Zusammenschluss von mehr als 50 amerikanischen Tierschutzgruppen], war allein die American Humane Association (der amerikanische Tierschutzverein) mit der Kontrolle des Einsatzes und der Unterbringung von Tieren in der Unterhaltungsindustrie betraut." (S. 161)

--davX Literatur 18:20, 2. Okt 2016 (CEST)

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