Landbewegung
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- | Die Landbewegung (auch Zurück-auf's-Land Bewegung; ''back-to-the-land movement'') war eine globale, gegenkulturelle Bewegung, die nach dem zweiten Weltkrieg insbesondere in den USA entstand. Sie hatte ihren Höhepunkt in den 1960er und 1970er Jahre mit dem Aufbau zahlreicher Kommunen und ökologischer Landwirtschaft. | + | Die Landbewegung, auch Zurück-auf's-Land Bewegung (''back-to-the-land movement''), war eine globale, gegenkulturelle Bewegung, die nach dem zweiten Weltkrieg insbesondere in den USA entstand. Sie hatte ihren Höhepunkt in den 1960er und 1970er Jahre mit dem Aufbau zahlreicher Kommunen und ökologischer Landwirtschaft. |
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+ | Die Landbewegung bestand insbesondere aus gut gebildeten Leuten aus der Stadt, die sich nach dem Landleben sehnten. Viele waren ziemlich blauäugig, hatten wenig Erfahrung, was sie erwartet und auch ihre Vorstellungen deckten sich oft nicht mit der Realität. Das Leben in Kommunen endete oft in Problemen, da viele Leute auf engem Raum zusammenleben, dadurch wenig Privatsphäre vorhanden ist, unterschiedliche Ansichten aufeinander treffen, auch bezüglich den Ansprüchen, wie sauber es sein soll und Reinigungsarbeiten, aber auch sonstige zwischenmenschliche Probleme. Viele Kommunen lebten daher nicht sehr lange und das Interesse ebbte wieder ab. | ||
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+ | Neben den Pionieren, die durchhielten, entwickelten sich in den letzten Jahrzehnten mit zunehmenden Umweltproblemen, Klimaerwärmung und zunehmend schwieriger werdender wirtschaftlicher Lage kleinere Wellen von neuen Landbewegungen von jüngeren, motivierten Leuten, die besser vorbereitet und mit realistischeren Vorstellungen sich ein neues Leben auf dem Land aufbauten. Insbesondere alternative wirtschaftliche Ansätze, wie sie die regenerative Landwirtschaft und die Permakultur bieten, trugen ebenfalls zu diesem Prozess bei. | ||
==Literatur== | ==Literatur== |
Version vom 20:59, 5. Aug 2018
Die Landbewegung, auch Zurück-auf's-Land Bewegung (back-to-the-land movement), war eine globale, gegenkulturelle Bewegung, die nach dem zweiten Weltkrieg insbesondere in den USA entstand. Sie hatte ihren Höhepunkt in den 1960er und 1970er Jahre mit dem Aufbau zahlreicher Kommunen und ökologischer Landwirtschaft.
Beeinflussung
- Whole Earth Catalog, 1968-72 (Magazin, Katalog)
- Helen & Scott Nearing: Living the Good Life, 1954 (Buch)
- Bradford Angier: At Home in the Woods, 1951; We Like it Wild, 1963 (Bücher)
- Louise Dickinson Rich: We Took to the Woods, 1942 (Buch)
- Aldo Leopold: A Sand County Almanac, 1948 (Buch)
Die Bewegung heute
Die Landbewegung bestand insbesondere aus gut gebildeten Leuten aus der Stadt, die sich nach dem Landleben sehnten. Viele waren ziemlich blauäugig, hatten wenig Erfahrung, was sie erwartet und auch ihre Vorstellungen deckten sich oft nicht mit der Realität. Das Leben in Kommunen endete oft in Problemen, da viele Leute auf engem Raum zusammenleben, dadurch wenig Privatsphäre vorhanden ist, unterschiedliche Ansichten aufeinander treffen, auch bezüglich den Ansprüchen, wie sauber es sein soll und Reinigungsarbeiten, aber auch sonstige zwischenmenschliche Probleme. Viele Kommunen lebten daher nicht sehr lange und das Interesse ebbte wieder ab.
Neben den Pionieren, die durchhielten, entwickelten sich in den letzten Jahrzehnten mit zunehmenden Umweltproblemen, Klimaerwärmung und zunehmend schwieriger werdender wirtschaftlicher Lage kleinere Wellen von neuen Landbewegungen von jüngeren, motivierten Leuten, die besser vorbereitet und mit realistischeren Vorstellungen sich ein neues Leben auf dem Land aufbauten. Insbesondere alternative wirtschaftliche Ansätze, wie sie die regenerative Landwirtschaft und die Permakultur bieten, trugen ebenfalls zu diesem Prozess bei.
Literatur
- https://en.wikipedia.org/wiki/Back-to-the-land_movement
- https://en.wikipedia.org/wiki/Counterculture_of_the_1960s (Hippie-Kultur / 68er Bewegung)
- Kate Daloz (2016): We are as Gods