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Tier- und Tierhaltermythen
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   Degupedia-Forum » Kultur: Mensch, Tier, Natur » Tier- und Tierhaltermythen Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 24.12.2006 01:58    Titel: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Prolog oder was es mit diesen Mythen auf sich hat...
Vermutlich hat sich jeder erfahrene Tierhalter schon darüber aufgeregt, die Halb- und Unwahrheiten, die in Foren und im Internet zu lesen sind. Einige sind komisch und vielleicht nicht so ernst gemeint, andere aber wiederum sind leider weit verbreitet und werden voller Ernst geglaubt. Mit diesem Sammelwerk habe ich den Versuch gestartet diese etwas zusammeln. Nicht zuletzt sollte ich nicht auslassen zu erwähnen, das die Idee für diese Sammlung aus dem CI-Forum (Anm. das Forum existiert nicht mehr!) kam (siehe auch Myth 1).

Myth 1
Dieser Thread ist ohne Beeinflussung von ChinchillaInternational entstanden.

Ja, wird wohl schon so sein... Augenrollen


Myth 2
Degus können nicht schwimmen.


Myth 3
Inzucht ist schlecht.

Myth 3a
Inzucht verursacht Erbschäden.

Myth 3b
Ein guter Züchter betreibt niemals inzucht. Er züchtet stets nur mit blutsfremden Tieren.

Myth 3c
Inzucht und Linienzucht ist das selbe.


Myth 4
Ein hoher Kuschelfaktor ist förderlich für das Klima in einem Forum Augenrollen.

Myth 4a
Ein hoher Kuschelfaktor wirkt sich positiv auf die Qualität der Beiträge aus.


Myth 5
JR Farm für Degus: guuut
Meerschweinchenfutter: böse


Myth 6
Degus sind in der Wildnis (auch) dauerträchtig.

Netter Versuch für eine Kinderzimmervermehrung zu begründen. Falsch ist es aber trotzdem.


Myth 7
Das beste Futter ist das, das die Degus/Meerschweinchen/Chinchillas... (Heimtier nach Wahl einsetzen) in der Wildnis fressen.

Richtig ist: die Tiere haben sich am ehesten an diese Kost angepasst. Ein ideales Futter gibt es aber selbst in der Wildnis nicht.


Myth 8
Quarantäne? Was ist das?


Myth 9
Foren, die sich gegen Zucht aussprechen dämmen die Vermehrung von Heimtieren ein.

Hoffen wirs...


Myth 10
Ein Forum, das mehr Moderatoren hat als reguläre Mitglieder muss ein gutes Forum sein.


Myth 11
In einem guten Forum werden unliebsame Beiträge von Moderatoren eigenmächtig und ohne Rücksprache mit den anderen Mods/Admins gelöscht und das Thema selbstverständlich gesperrt.


Myth 12
Zitate von Fachliteratur haben in einem Forum nichts verloren. Sie verwirren bloss die armen Mitglieder, die sowieso zu dumm sind, das zu verstehen.

Rischtisch... daher schliessen wir jetzt das Degupedia-Forum, verbrennen unsere Bücher und suchen uns ein Forum mit guruhaften Opinion-Leader, wo wir die frohe Botschaft verkünden... "Einst war ich ein Bücherjunkie, doch heute bin ich frei und glaube jedem jeden Mist. Komm auch du zu uns. Wir erretten dich von der bösen Macht der Wissenschaft."

Myth 13
Äste enthalten hochgefährliche Organismen und müssen daher in ofengrosse Stücke gesägt werden und im Backofen bei 250° gebacken werden.

Ich habe gehört, dass die Mikrowelle noch wirksamer sei. Man muss die Äste einfach dann in noch kleinere Stücke zerschneiden... aber hey, das ist doch kein Problem. Danach kann man sie einfach wieder zusammenleimen... viel Spass beim Zusammenbasteln, IKEA lässt grüssen... Very Happy


Myth 14
Diese Mythen können durch tägliches repetieren in ihrem Wahrheitsgehalt gesteigert werden.

Myth 14a
Ein Myth gilt als wahr, wenn ich ihn so lange wiederhole, bis ich ihn selber glaube.


Myth 15
Ich muss leider meine x Degus abgeben, da ich gemerkt habe, dass ich allergisch bin. usw. bla bla bla

Allergisch auf Degus oder doch eher auf das Heu oder die Einstreu (Staub)?
Wenn ich darüber nachdenke, bekomme ich das Gefühl, dass das nach einer guten und bequemen Ausrede tönt. Was tönt besser?
a) ich habe keine Lust mehr mich um meine Degus zu kümmern und möchte sie abgeben
b) ich bin allergisch. Helft mir!



Myth 16
Degus vertragen kein Wasser.

Ach Schreck, was sollen sie dann bloss trinken?


Myth 17
Degus brauchen Heizsteine.

Degu = Leguan? Ach ja, stimmt. Das sind auch so Reptilien, oder?

Myth 18
Behauptung: Degus sollen naturnah ernährt werden, so wie in Chile.
Folgerung: In Chile wächst kein Hanf -> Hanfsamen sind schlecht.
Folgerung: In Chile wachsen Walnussbäume -> Walnüsse sind ok.
u.s.w.

Öhm... ja, und wenn in Chile Rhizinus wächst, dann ist der auch gut??


Myth 19
Schon so viele Halter ernähren ihre Tiere seit x Jahren mit dem (industriellen) Fertigfutter von Hersteller xy. Wenn das nicht optimal auf das Tier abgestimmt wäre, so hätte man das schon längst herausgefunden und geändert.

Es war einmal, vor langer langer Zeit ein guter Tierfutterhersteller, der dachte nicht ans Geschäft, sondern wollte nur das beste für die Tiere. Daher entwickelte er das Futter xy das optimal auf die Tiere abgestimmt war (ich frage mich woher er das Wissen dazu hatte). Und da wir alle an das Happyend glauben konnte der Hersteller alle grossen Tierforen überzeugen von dem perfekten Futter und beglückte die Tiere mit seinem Futter. Seit da leben diese glücklich und noch mehr ihre ahnungslosen Halter und wenn diese nicht gestorben sind, so glauben sie das noch heute.


Myth 20
Degus sind gute Kletterer.

Myth 20a
Degus brauchen hohe Käfige. Je höher desto besser.

Richtig ist: Ein Käfig braucht viel Lauffläche und gute Grabemöglichkeiten, da Degus bodenbewohnende und grabende Tiere sind. Höhe ist nur dann gut, wenn sie von den Degus räumlich (z.B. in Form von Etagen) auch erschlossen werden kann.

Myth 21
Meerschweinchen sind faul und träge.

...das kann nur aus dem Mund eines Ignoranten kommen, der noch nie Meerschweinchen in Draussenhaltung mit genug grossem Käfig erlebt hat.


Myth 22
Meerschweinchen sind gute Streicheltiere.

Meerschweinchen mögen keinen engen Körperkontakt. Selbst mit Artgenossen leben sie meist etwas auf Distanz, ganz im Gegensatz zu Degus und Kaninchen, bei denen gegenseitige Körperpflege und enger Körperkontakt z.B. in Form von Kuscheln zu wichtigen Elementen ihres Sozialverhaltens gehören.

Myth 23
Ein Meerschweinchen drückt mit quietschen Wohlbehagen aus, insbesondere wenn wir sie dabei streicheln.

Genau umgekehrt. Quietschen bedeutet unbehagen. wie oben schon erwähnt mögen Meerschweinchen es nicht, gestreichelt zu werden.


Myth 24
Kaninchen und Meerschweinchen sind gute Partner. Es ist daher besser ein einzelnes Kaninchen und ein einzelnes Meerschweinchen miteinander zu vergesellschaften als sie alleine leben lassen.

Beide Tierarten brauchen artgleiche Artgenossen. Das Sozialverhalten von Meerschweinchen und Kaninchen ist sehr verschieden, so dass die Zusammenhaltung beider Arten zu weiteren Spannungen und Stress führen kann.


Myth 25
Degus vertragen keine Temperaturen unter 18° C.

Myth 25a
Hamster vertragen keine Temperaturen unter 20°C.


Myth 26
Meerschweinchen in Draussenhaltung brauchen eine Heizung, damit sie im Winter nicht frieren.


Myth 27
Ein Forum muss einen netten Umgangston mit seinen regulären Mitgliedern pflegen und darf sie ja nicht auf unangenehme Sachen hinweisen. Ein neues Forenmitglied darf dagegen angeschnautzt und wie ein Idiot behandelt werden, wenn es sich nicht 100 % forenkonform verhält.
Die Mitglieder können bei der Integrierung des neuen Mitglieds mithelfen, indem sie nachdoppeln und noch x mal wiederholen, was die Vorredner (und Opinion Leader) zuvor schon getadelt haben.


Myth 28
Im Internet findet man alles und zu jedem Thema eine gute Antwort.

Wer sowas behauptet hat wohl noch nie gute Fachliteratur in den Händen gehabt.

Myth 28a
Google findet alles.

Richtig ist: Google, Yahoo und Co. berücksichtigen bei ihren Recherchen keine der umfangreichen und informativen Datenbanken, welche durch ihren immensen Informationsumfang auch kaum von ihnen erfassbar sind. Ebenso wird das Deep-Web (gut versteckte und wenig verlinkt Webseiten) von den Suchmaschinen kaum erschlossen. Zugang bekommt man meist über einschlägige Fachseiten und Datenbanken.


Myth 29
Viele Forenmitglieder sind ein Garant für hochwertige Forenbeiträge.


Myth 30
Ein gutes Forum muss sich dem Mainstream anpassen, damit es weiterexistieren kann.

Richtig ist: ein Forum kann sich mit exklusiven Themen oder einem exklusiven Konzept von der Masse abheben und damit Erfolg haben wenn es damit den Nerv der Mitglieder trifft. Gewöhnliche Tierforen gibt es wie Sand am Meer oder mit anderen Worten: "Fresst Scheisse! Tausend Fliegen können sich nicht irren."
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4618
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 24.12.2006 10:30    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Zu den Allergien - dies ist leider kein Myth.
Nachdem ich nun schon mehrmals umgekippt bin, nur weil ich nen paar Brennesseln hab jäten wollen, laß ich das nun auch meinen Mann machen, dabei geh ich noch an das Thema ran nach dem Motto: "Wer will schon ewig leben ...". Das ich inzwischen durch das Heu ewig verschnupft bin, immer wieder mal ominöse juckende Ausschläge hab und zur Johannesblüte mich am liebsten irgendwo eindeckeln lassen würde, weil das Atmen kaum noch möglich ist, red ich dabei nicht mal ...

Es gibt genügend, die richtig happy sind, wenn sie nen Lösungsvorschlag hören a la pack die Meerschweinchen auf den Balkon - aber selbst das hilft bei starken Allergien oder Unverträglichkeiten leider oft nicht aus und wenn jemand schon mal mit Allergieschock ins Krankenhaus gefahren wurde, wird es nunmal lebensbedrohlich, weiter die Tiere zu halten. Bei Tieren, die nur drinnen gehalten werden können, siehts noch übler aus ...

Klar, was eine derartig hohe Wahrheitswahrscheinlichkeit hat, das wird auch gern als Ausrede benutzt - aber man erkennt die Leute meist sehr leicht. Wenn im Forum plötzlich steht, ja, ich mußte meine Tiere leider, leider abgeben, weil - allergisch, kannst du 100% von einer Ausrede ausgehen. Wenn aber da steht: "Help - Allergie" und zudem noch jeder Tipp, und sei er noch so schwachsinnig (scher doch den Hund täglich! Gabs wirklich mal als Tip und wär auch umgesetzt worden, wenn da die anderen Forenmitglieder nicht gegengewettert hätten!) wie ein Schwamm aufgesaugt wird, kannst du von einer echten Allergie oder Unverträglichkeit ausgehen.

Ach ja - Scherz Unverträglichkeit. Nur die wenigsten Symptome lassen sich auf Allergien zurückführen. Unverträglichkeiten gibt es dagegen in der deutschen Medizin nicht, denn selbst wenn du deinen Arzt drauf ansprichst, wird dir gesagt, du bildest dir das alles nur ein - selbst dann, wenn du ins Krankenhaus wegen einer Unverträglichkeit gekarrt wirst!
Wenn man bedenkt, daß Unverträglichkeiten inzwischen weltweit als Berurfsunfähigkeitsgrund anerkannt sind ...

Besonders krass ist die Reaktion auf Weizenunverträglichkeit, insbesondere die darf es nicht geben, also gibt es die auch nicht. Wenn du also zum Arzt gehst und sagst, immer, wenn du Weizen ißt, geht es dir schlecht, wird dir bestenfalls noch gesagt, daß du keine Zöliakie hast, also es gar nicht am Weizen liegen kann ... aha!
Daß aber ein Großteil der Deutschen nur deshalb häufig Durchfall haben (Diagnose: Magen-Darm-Grippe, leider kann kein Erreger nachgewiesen werden!), unter häufigen, starken Bauchschmerzen leiden (Diagnose: Bilden sie sich nur ein), unter häufigen Koliken leiden (muß wohl an der nicht vorhanden Operation liegen), zittern (auch Einbildung) und seelisch von der Rolle sind, das kann überhaupt nicht an irgendeiner Glutaminsäureunverträglichkeit (Weizenunverträglichkeit) liegen, nein, nein ... komisch, daß es sich dabei bis zu den Ärzten rumgesprochen hat, daß Weizen, wenn es Babies verfüttert wird, gehäuft zu Allergien führen kann.
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Marx ist die Theorie
Murx ist die Praxis!

Ich habe es endlich amtlich (Mitgliedsausweis der Piratenpartei):
"Der Besitzer dieses Dokumentes ist berechtigt, sich seines Verstandes zu bedienen, Informationen zu produzieren, replizieren und konsumieren, sich frei und ohne Kontrolle zu entfalten in Privatsphäre und Öffentlichkeit.

Behinderung dieser Rechte wird geahndet durch die Piratenpartei Deutschland"
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4618
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 24.12.2006 11:12    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 31
Gebarfte Katzen brauchen Supplemente

Myth 32
Gewürzes Essen ist schlecht für Tiere, das gleiche Essen ungewürzt jedoch nicht

Myth 32a
Capsaicin ist giftig für Tiere, deshalb dürfen nicht mal die Kerne von Gemüsepaprika verfüttert werden

Myth 32b
Salz ist schlecht für Tiere, sie brauchen das Salz in Form von Salzlecksteinen

Myth 33
Tiere dürfen keine Kräuter bekommen, weil zu kalziumhaltig

Myth 33a
Natürlich muß immer ein Mineralienstein, der fast nur aus Kalzium besteht, den Tieren in den Käfig gehängt werden, sonst leiden sie schnell unter Mineralstoffmangel.

Myth 34
Im Fertigfutter für Tiere ist alles drin, was sie brauchen. Wer das Futter selbstbereitet, riskiert Mangelerscheinungen.

Myth 34a
Auch das Zufüttern von irgendwas, was nicht Fertigfutter ist, führt schnell zu einem Nährstoffmißverhältnis - sie wollen doch nicht, daß ihr Tier krank wird, oder?

Myth 35
Ratten dürfen kein Heu bekommen, da sich darin Milben aufhalten.

Myth 35a
Ratten dürfen nur auf Zeitungspapier gehalten werden. Alles andere ist unhygienisch.

Myth 36
Druckerschwärze in Zeitungspapier ist giftig.

Richtig ist vielmehr, daß Druckerschwärze auf Zeitungen so dünn aufgetragen ist, daß die Ruße und Bindemittel in der Druckerschwärze noch keine Auswirkungen aufs Tier haben, selbst wenn es Zeitungspapier frißt. Die wenigsten Tiere probieren auch nur Zeitungspapier.

Myth 37
Nadelbaumäste und -Zweige dürfen nur in sehr geringen Mengen verfüttert werden, weil Terpentinöl enthalten ist. Terpentinöl ist leicht giftig.

Wenn man bedenkt, wieviel Terpentinöl/kilo Körpergewicht braucht, um irgendwelche gesundheitlichen Auswirkungen beobachten zu können, muß verdammt viel Nadelholz verfüttert werden. Vitamin C ist da giftiger ... und mehr in Pflanzen enthalten!
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 25.12.2006 21:42    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Zitat:

Klar, was eine derartig hohe Wahrheitswahrscheinlichkeit hat, das wird auch gern als Ausrede benutzt - aber man erkennt die Leute meist sehr leicht. Wenn im Forum plötzlich steht, ja, ich mußte meine Tiere leider, leider abgeben, weil - allergisch, kannst du 100% von einer Ausrede ausgehen. Wenn aber da steht: "Help - Allergie" und zudem noch jeder Tipp, und sei er noch so schwachsinnig (scher doch den Hund täglich! Gabs wirklich mal als Tip und wär auch umgesetzt worden, wenn da die anderen Forenmitglieder nicht gegengewettert hätten!) wie ein Schwamm aufgesaugt wird, kannst du von einer echten Allergie oder Unverträglichkeit ausgehen.


genau das meinte ich mit meinem Myth, dass es Trittbrettfahrer gibt, die die Problematik der Allergien (welche zweifelsohne ein grosses Problem ist) für sich ausnutzen.


Murx Pickwick hat Folgendes geschrieben:
Zu den Allergien - dies ist leider kein Myth.

[...]



Dass ich mit den Allergien einen heiklen Punkt als Mythos genannt habe, das ist mir bewusst. Allergien sind wohl bei uns inzwischen ziemlich präsent.
Von da her ist sicher manche Allergie kein Hirngespinst, aber ich habe doch etwas den Eindruck, dass es eine gute Ausrede ist und dass die eine oder andere Person sie als Vorwand vorschieben könnte für die Vermittlung.
Daher ist sicher auch ein Gegenmyth Nr. 38 berechtigt:

Myth 38
Degu-Allergien/Tierallergien gibt es nicht
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 25.12.2006 21:59    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 39
Zeitungspapier, Umweltpapier, Papprollen, etc. wenn ihr wüsstet was da alles (schlimmes, unappetitliches, schlechtes,...) drin ist, dann würdet ihr das nicht mehr euren Degus geben wollen.

Gegenbehauptung: Wenn ihr wüsstet was alles in unserer Luft drin ist, dann wolltet ihr die auch nicht mehr einatmen wollen. Oder was in den Burger von MacDoof oder den Fertigpizzas und Dosengemüse drin ist, die ihr esst (ich gehe mal davon aus, dass das nicht von ernährungsbewussten Personen kommt Wink ), dann wolltet ihr das auch nicht mehr essen wollen Wink.

Myth 40
Hamster sind alles Einzelgänger und dürfen daher niemals in Gruppen gehalten werden.

Myth 40a
Alle Heimtiere (also auch Hamster) sind Gruppentiere und dürfen niemals einzeln gehalten werden.

Myth 40b
Goldhamster können nicht in Gruppen gehalten werden.

Richtig ist: zwischen können und sinnvollen Gruppen ist noch ein kleiner Unterschied. Erfahrene Halter können (sozialverträgliche) Hamster durchaus in Gruppen halten, doch das entspricht nicht ihrer natürlichen Lebensweise und ist vor allem für den Hamsterhalter praktisch, da es Platz spart. Unproblematischer und artgerechter ist dagegen die Einzelhaltung

Myth 40c
Zwerghamster sind alles Einzelgänger.
oder
Zwerghamster sind alles Gruppentiere.

Richtig ist: Unter den Zwerghamstern gibt es unterschiedliche Lebensformen. Während die chinesischen Zwerghamster als ausgesprochene Einzelgänger gelten, sagt man, dass die Arten der Gattung Phodopus sozialer leben und in der Wildnis in kleinen Gruppen von Tieren gegenseitigen Geschlechts zusammenleben.
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Murx Pickwick
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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4618
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 25.12.2006 22:46    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 41
Albinos werden bei Wildtieren aus ihren Gruppen ausgeschlossen

Myth 41a
Kaninchenalbinos sind unfruchtbar

Myth 41b
Schimpansen-Ablinos werden aus ihren Gruppen ausgestoßen

Richtig ist, daß es zwar mal einen leuzistischen Gorilla gegeben hat, aber bisher wurde noch nie ein Albino-Schimpanse gesehen. Es kann also gar nicht bekannt sein, wie Schimpansenfamilien auf Albinoschimpansen reagieren würden.
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 26.12.2006 00:03    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Und was meinst du, es macht schon Spass einen eigenen Mythen-Thread haben? Wink
Daher die Nr. 36 passend zum Thema:

Myth 42
Mythen lesen ist totlangweilig Wink.
Und das sammeln sowieso *g*.


Myth 43
Meerschweinchen haben einen Stopfmagen.


Myth 44
Laufräder machen süchtig.


Myth 45
Criticalcare ist das beste was man kranken Tieren verfüttern kann.

Über die Inhaltsstoffe von Criticalcare wurde schon an anderer Stelle diskutiert Augenrollen.
Zumindest aus dieser Sicht kann man sich fragen ob ein selbst angerührter Päppelbrei nicht gesünder ist...


Myth 46
Wenn ein Degu seinen Schwanz verliert, so muss dieser vom Tierarzt amputiert werden.

Myth 47
Degus haben Tasthaare am ganzen Körper. Sie überragen das normale Deckhaar.

Myth 48
Degus sehen schlecht.

Myth 49
Degus sind sehr lärmempfindlich.

Wie bitte?
Staubsauger: Degus sind unbeeindruckt.
Jemand läuft am Fenster vorbei oder klopft an die Scheibe: *zwiep zwiep* *raschel raschel* (innert Sekunden sind alle Degus in Verstecke geflüchtet).

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Zuletzt bearbeitet von davX am 01.01.2007 20:53, insgesamt einmal bearbeitet
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Murx Pickwick
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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4618
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 26.12.2006 21:17    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 44a
Ratten werden nie süchtig von Laufrädern.

Richtig ist vielmehr, daß es Ratten waren, an denen eine Laufradsucht das erste Mal festgestellt wurde, aber Laufradsucht nicht entstehen kann, wenn Ratten von Anfang an genügend große und strukturiert eingerichtete Volieren haben - trotz Laufrad.

Myth 50
Man braucht keine Literatur zur Tierhaltung, die ist sogar schädlich, weil seit Generationen immer nur falsch abgeschrieben wurde.

Myth 51
Schon nach n Jahren Haltung von m {beliebige Tierart einsetzen} ist man absoluter Experte auf diesem Gebiet und weiß alles. Man braucht dann auch nicht mehr in Büchern nachschlagen oder von anderen einen Rat entgegennehmen.
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 01.01.2007 02:45    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Irgendwie haben wir (bzw. ich wars Augenrollen) 6 Mythen vergessen zu zählen.
Ich habe daher die Nummerierung in den vorhergehenden Beiträgen nachträglich korrigiert.

Myth 51a
6 Monate Haltungserfahrungen und eine gute Portion Selbstüberschätzung reichen um ein Tierexperte zu werden.

Interessanterweise trauen sich gerade die Leute am meisten zu, die eigentlich am wenigsten wissen und dann am lautesten schreien, wenn sie nicht mehr weiter wissen... Augenrollen

Myth 51b
Wissen und Erfahrungen die an einer Tierart gesammelt wurden sind zu 100 % auf andere Tierarten übertragbar und somit ist ein Hamsterexperte im Nu mit etwas Wille auch Degu-, Kaninchen- oder Chinchilla-Experte.

Gut zu wissen, dann können wir also von den Hamstern lernen, dass sie Einzelgänger sind und das auf Meerschweinchen übertragen... oder umgekehrt? Augenrollen

Myth 52
(Harte) Pellets nutzen die Zähne ab.

...das konnte ich erst kürzlich wieder in einem aktuellen Chinchilla-Ratgeber lesen. Diese Urban Legend scheint also noch lange nicht tot zu sein.

und wenn wir schon dabei sind:

Myth 52a
Hartes Brot nutzt die Zähne ab.

der selbe Mist, nur etwas dämlicher. Was passiert wohl, wenn hartes Brot mit Speichel in Kontakt kommt!?

Myth 53
Unsere Degus stammen von sehr wenigen Stammtieren ab.

Myth 53a
Unsere Degus stammen von einem Wildfang-Import ab.

Richtig ist: über die Herkunft unserer Degus ist wenig bekannt. In der Literatur erwähnt wird ein Import von 20 Tieren in die USA im Jahre 1964. Von diesen Tieren stammen vermutlich ein guter Teil unserer Degus ab. Sopron und Mettler erwähnen, dass es in der 90er Jahre Importe von morphologisch unterschiedlichen Degus gab.

Myth 54
Grünlilie ist giftig und halluzinogen.

Ein Gerücht, das sich lange hartnäckig verbreiten konnte. Grünlilien sind grundsätzlich unbedenklich und eine gute (gelegentliche) Futterpflanze. Allerdings lagern sie gerne Schadstoffe ein, weshalb sie nicht verfüttert werden sollten, wenn die Luft mit Schadstoffen (z.B. Zigarettenrauch oder Möbelausdünstungen) belastet ist.

Myth 55
Löwenzahn ist giftig.

Richtig ist: in einigen Giftpflanzenbüchern ist der weisse Saft des Löwenzahns vermerkt als möglicherweise schwach giftig. In der Praxis hat sich der Löwenzahn aber als gute Futterpflanze erwiesen.

Myth 56
Wenn ein Degu seinen Schwanz verliert, so muss der verbleibende Schwanzknochen umgehend amputiert werden.

Myth 57
Der Deguschwanz weist eine Sollbruchstelle auf.

Richtig ist: der Deguschwanz ist schwach gebaut. Es gibt keine klar definitert Riss- oder gar Bruchstelle, vielmehr reisst die Schwanzhaut dort, wo die Kraft bei dem Riss am stärksten angreift.
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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4618
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 03.01.2007 16:34    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 58
Es sind nicht die Gene, worauf es ankommt, sondern die Chromosomen ...

Das Ganze ist in etwa so, wie es bei den Weihnachtsgeschenken auf die Verpackung ankommt und nicht auf den Inhalt ...

Myth 59
Kaninchen sollte man auf möglichst wenig Platz vergesellschaften, damit sich die Kaninchen kennenlernen müssen.

Die Hälfte der Kaninchen lernt sich auf die Art und Weise auch mit Hilfe ihrer Zähne und Krallen von Innen kennen ... ob aber tiefe Bißwunden wirklich im Sinne des Halters sind?

Myth 60
Trockenfutter ist besser wie Naßfutter

Myth 60a
Naßfutter ist besser wie Trockenfutter

... also lassen wir uns nix erzählen, nicht auf die Inhaltsstoffe kommt es an, sondern auf die Konsistenz!?

Myth 61
Kohl bläht und darf nur in kleinen Mengen verfüttert werden.

Myth 61a
Kohl bläht und darf gar nicht verfüttert werden.

Myth 61b
Kohl gehört ins Katzenfutter, wenn gebarft wird. Nur mit Kohl kann man seiner Katze das Vitamin C in genügender Menge zuführen ...

*räusper* Ist es an dieser Stelle erlaubt, zu fragen, wie Katzen an ihr Vitamin C gelangt sind, bevor der Mensch ihnen Kohl zu fressen gab?

Myth 62
Katzen können nur ohne Supplemente gebarft werden, wenn man sie mit Nagern unterschiedlichster Arten und Altersstufen füttert, ansonsten riskiert man Mangelerscheinungen ...

Myth 63
Hunde werden aggressiv, wenn man ihnen Blut zu trinken gibt.

Schöner Beweiß dafür, daß Hunde keine Vampire sind, Vampire werden durch Bluttrinken friedlicher ...

Myth 63a
Hunde werden aggressiv, wenn man ihnen rohes Fleisch zu futtern gibt.
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Marx ist die Theorie
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Ich habe es endlich amtlich (Mitgliedsausweis der Piratenpartei):
"Der Besitzer dieses Dokumentes ist berechtigt, sich seines Verstandes zu bedienen, Informationen zu produzieren, replizieren und konsumieren, sich frei und ohne Kontrolle zu entfalten in Privatsphäre und Öffentlichkeit.

Behinderung dieser Rechte wird geahndet durch die Piratenpartei Deutschland"
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
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BeitragVerfasst am: 03.01.2007 22:57    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 61c
Kohl (anstatt Kohl könnte man eine beliebige andere Pflanze einsetzen, von der gewarnt wird) ist giftig.

Jaaa, bei manchen Leuten ist wohl "nicht füttern" automatisch mit "giftig" fest verdrahtet und möglicherweise dann noch "giftig" mit "tödlich"... Augenrollen


Myth 64
Tierärzte die Humanmedizin verschreiben sind schlechte Tierärzte.

Stimmt ganz genau! Medikamente auf denen nicht ausdrücklich drauf steht dass sie für Degus/Meerschweinchen/Rennmaus, etc. konzipiert wurden wirken bei diesen Tierarten natürlich nicht, ebenso wie Futter, auf dem Degufutter steht nur für Degus geeignet ist und Kaninchenfutter nur für Kaninchen, etc.


Myth 65
Ein Tierarzt, der nicht schon viel Erfahrung gesammelt hat mit Degus, Rennmäuse, Lemminge, etc. der ist ein schlechter Tierarzt für die Behandlung von meinen Degus, Rennmäuse, Lemminge, etc.

Richtig ist: nicht die Erfahrung, welche spezifisch mit einer Tierart gemacht wurde sind ausschlaggebend für die Kompetenz eines Tierarztes, sondern seine allgemeine Erfahrung, die er gesammelt hat und seine Erfahrung mit Kleinsäuger allgemein. Wenn ein Tierarzt dazu noch über viele Erfahrungen zu einer spezifischen Art aufweist, so ist das natürlich ein zusätzlicher Vorteil, aber es ist nicht das alleine entscheidende Kriterium. Dazu kommt, dass es gerade bei Exoten schwer ist, einen Tierarzt zu finden, der sich mit diesen gut auskennt... und jeder Tierarzt war einmal unerfahren und musste sich seine Kenntnisse erst aneignen.

Myth 66
Mein Tierarzt hat ja keine Ahnung, ich weiss das alles viel besser und ausserdem habe ich da noch ein gutes Forum mit vielen Experten.

*Seufz* Selbstmedikation bei Tieren... das ist ein heisses Eisen Augenrollen. Jeder Idi*** ähh.. unerfahrene Tierhalter kann Gesundheitsratschläge erteilen und sein Halbwissen mit anderen selbsternannten Experten-Hobby-Docs teilen und über Tierärzte herziehen, aber wirklich die Verantwortung tragen müssen sie ja nicht, wenn mal wegen einem ihrer Tipps Tiere ins Gras beissen, dann ist das was anderes, als wenn ein TA mal ein Fehler macht... und im Notfall (oder doch eher Normalfall) werden solche Fehler ohnehin nicht zugegeben, das würde bloss an der Glaubwürdigkeit ihrer genialen Ratschläge kratzen. Tja, Bescheidenheit... manche können sich damit echt nicht brüsten.

Myth 67
Doch doch, Degus passen ideal zu dir. Das sind überhaupt die unkompliziertesten und interessantesten Tiere. Dein Käfig ist zu klein, deine Eltern sind dagegen, dein Bruder hat Allergien? Nein, das sind doch keine Hinderungsgründe. Den Käfig kannst du problemlos mit einem Aufsatz erweitern, wir helfen dir dabei, wo wohnst du? Deine Eltern? Die werden schon sich damit abfinden, wenn sie erst mal da sind und dein Bruder, ach weisst du, so schlimm dürfte das doch nicht sein, sonst verzichte auf das Heu und füttere Frischfutter und nimm entstaubte Einstreu! Das hilft!! Ich bin auch Allergiker und habe keine Probleme... bla bla bla

Gestatten mein Name ist Fritz Kunz, ich hätte da ein super Angebot, der Staubsauger Alpha 9000 XXT, der zugleich abwaschen, kochen und backen und Fenster putzen kann, der Ihnen die Wünsche ab den Lippen liest und überhaupt, sie haben keine Chance gegen meine super Argumente... *kauf mich!*
Kleine Zwischenfrage. Sind Degus auch so ein Werbeartikel, der mit allen Mitteln den Leuten angedreht werden muss!?


Myth 68
Einen guten Tierhalter erkennt man an der Anzahl seiner Tiere.

Myth 68a
Ein guter Tierhalter zeichnet sich dadurch aus, dass er möglichst viele Tiere "rettet". Dabei gilt der Grundsatz, dass man den anderen zu beweisen hat, wie viele Tiere man aufnehmen kann und sie bei sich unterbringt. Nicht das Gemeinsame zählt, sondern die einzelne Leistung. Und wenn dann nach ein paar Jahren der Kollaps droht, da man sich mit den vielen Tieren übernommen hat, dann sind natürlich die anderen schuld.

Myth 69
Tierschutz kommt den Tieren zugute.

Ja, das ist die ursprüngliche Idee. Die Frage ist aber, ob wir Menschen das mit dem Tierschutz richtig verstanden haben. Wir wollen die Tiere schützen, aber wovor? Nicht alles, was in unseren Augen schlecht und böse ist, ist es auch tatsächlich für die Tiere und nicht alles, was wir für gut empfinden, ist es auch für die Tiere. Sie brauchen daher nicht primär den Schutz und unsere Tierliebe, sondern sie brauchen Verständnis und Fürsprecher, welche das nötige Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge der Natur haben und das Feingefühl um zu merken, was Tiere wirklich brauchen, um sich in sie wirklich hineninzuversetzen, anstatt bloss sie zu vermenschlichen, bzw. von menschlichen Bedürfnisse auf die des Tiers zu schliessen. Und selbstverständlich hört die Tierwelt nicht bei der Maus, dem Kaninchen und den ach so süssen Degubabys auf. Regenwürmer, Wanzen oder Giftschlangen sind genauso Tiere, die zu unserer Natur gehören und ihren Platz im Ökosystem haben. Natürlich machen sie sich nicht so gut in einem Hochglanzmagazin und die Rettung eines Regenwurms wirkt auch eher lächerlich als die von jungen Hundewelpen, Fuchswelpen oder Igeln.

Myth 70
Salzsteine sind sehr gefährlich für Degus.

Was ist die Definition von "sehr gefährlich"?
( ) Hach, ich habe da gehört, dass man das nicht geben soll, daher hab ich aus grosser Abneigung mich zu dieser klug klingenden Formulierung hinreissen lassen.
(x) sehr gefährlich = giftig, tödlich, *bumm!*!!! Armes Degu,... knapp ist es einem gemeinen, hinterhältigen Mordanschlag entkommen!!!
( ) Lebensgefahr natürlich! Die armen Degus... fast wären sie gestorben...
( ) "sehr gefährlich"? Ach das ist doch nur so eine Hyperreaktion:
sehr gefährlich = Vorsicht, Laien sollen besser die Finger davon lassen
gefährlich = in normalen Massen geeignet
da musst du aufpassen = ach, ist bloss heisse Luft.



Myth 71
Karotten sind böse, die enthalten Zucker.
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 07.01.2007 20:48    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 72
Degus sind keine Kuscheltiere.


Myth 73
Degus sind Kuscheltiere.


Myth 74
Nagetiere wie Ratten, Mäuse, Degus, Meerschweinchen, Kaninchen [naja, das wären keine Nagetiere im engeren Sinn] sind anspruchslos in ihrer Haltung und informieren muss man sich da auch nicht gross. Ein Käfig aus der Zoohandlung und etwas Körnerfutter genügt, damit sie glücklich werden.

Das ist das alte Weltbild vieler Menschen, doch auch Nagetiere sind Individuen mit ihren eigenen Ansprüchen und Vorlieben. Damit wir verstehen, was unsere Tiere wirklich brauchen, müssen wir mit ihrer Lebensweise, ihrem Verhalten und ihrem Art auseinandersetzen und versuchen sie zu verstehen.


Myth 75
Kotfressen ist schlecht

Richtig ist: Kotfressen ist ein wichtiges Verhalten bei Nagetieren. Gerade herbivore Nagetiere wie Chinchillas, Degus oder Meerschweinchen, aber auch Lagomorpha wie Hasen oder Kaninchen können mit der Coprophagie (Kotfressen) die Nahrung besser verdauen und mit dem Fressen von hochwertigem und nährstoffreichem Blinddarmkot (Caecotrophe) können sie wichtige Nährstoffe und Vitamine aufnehmen.

Myth 75a
Tiere, die ihren Kot fressen sind krank.


Myth 76
Degus brauchen unbedingt Heu.

Richtig ist: Degus brauchen grössere Mengen an strukturierter Rohfaser, welche unter anderem durch die Fütterung von Heu erreicht werden kann. Grundsätzlich kann man anstatt Heu auch Gras, Wiesenkräuter oder Äste mit Laub in genug grossen Mengen angeboten werden. Im Winter wird es aber natürlich schwieriger entsprechendes Frischfutter zu beschaffen, weshalb Heu als günstiges, einfach beschaffbares rohfaserreiches Futter besonders gut geeignet ist. Allerdings ist Heu alleine als Hauptfutter nicht geeignet, da ihm im Gegensatz zu Frischfutter wichtige essentielle Inhaltsstoffe wie Vitamine fehlen, bzw. nur in geringen Mengen vorhanden sind.
Das Heu sollte ausserdem hochwertig sein. So ist eine vielfältige Alpen- oder Bergwiesenheumischung besser, welche aus vielen Gräser und Wiesenkräuter besteht als normales Wiesenheu. Gutes Heu erkennt man an dem angenehmen, intensiven und sehr würzig riechenden Geruch und der schön satten Farbe. Schlechtes Heu ist oft strohig, von Sonneneinstrahlung abgebleicht und riecht fad oder muffig.


Myth 77
Farbmutationen sind mehr wert als wildfarbene Tiere.

Richtig ist: auch wenn die Nachfrage nach Farbmutationen grösser ist als nach wildfarbenen Tieren, so heisst das nicht, dass man dies auch noch gutheissen soll. Fakt ist, dass die wildfarbenen Tieren in der Wildnis die besseren Überlebenschancen haben, da sie sich an ihre Umgebung optimal angepasst haben, Farbmutationen dagegen hätten in der Wildnis keine Chance. Dazu kommt, dass bei vielen Tierarten, vor allem jenen mit einer kurzen Geschichte als Heimtier, Farbmutationen innert kürzester Zeit gezüchtet werden und die Zucht auf schnelle Ergebnisse, anstatt eine gute Tiergesundheit, Vitalität etc. ausgelegt wird.
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 24.01.2007 23:16    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 78
Wir brauchen dringend Geld! Das Hosting unseres Tierforums ist teuer und da es ach so gross ist verursacht es teuere Hostingkosten...

Jaja, wie ich sie liebe, die die um Almosen betteln für ihre grossen Foren. Wer A sagt, der soll auch B sagen können. Ich lass mir mein Hosting auch einiges kosten, will mich aber nicht beklagen, noch käme ich auf die Idee öffentlich rumzujammern und nach Almosen zu fragen. Wer ein solches Projekt startet, soll sich bewusst sein, was das kosten kann und sonst eben redimensionieren zu weniger Masse dafür mehr Qualität.
Und nur so als kleiner Hint, es gibt Leute, die können sich dutzende Domains oder V-Server leisten und das geht unter Umständen auch ganz schön ins Geld... und Qualitätshosting in der Schweiz ist ohnehin teuer.


Myth 79
Motten im Futter? Tierisches Eiweiss, das ist doch gesund.

Richtig ist: Ungeziefer schützt oft seine Brut mit toxischen Stoffen. Ebenso können, wenn ich mich nicht täusche die Ausscheidungen unter Umständen auch toxisch wirken. Daher Vorsicht bei Ungezieferbefall.

Myth 80
Im Futter hats Motten? Sofort weg damit!

Nun, nur keine Panik. Die Menge macht bekanntlich das Gift. Bei Geringem Befall genügt es unter Umständen das Futter z.B. in der Kühltruhe kurz einfrieren, damit das Ungeziefer abstirbt. Bei stärkerem Befall sollte das Futter allerdings besser weggeworfen werden.

Myth 81
Die männlichen Degus haben unten so einen Nippel.

Häufiger Anfängerirrtum: der Nippel ist nicht geschlechsspezifisch und ist bei Männchen und Weibchen vorhanden. Während bei den Weibchen sich dort drin "nur" die Harnröhre befindet, ist er bei Männchen leicht dicker und beinhaltet der Penis. Für die Geschlechtsunterscheidung eignet sich allerdings ein anderes Merkmal: der Abstand zwischen diesem Nippel und dem After. Bei Männchen ist dieser grösser als bei den Weibchen, ähnlich wie z.B. auch bei den Chinchillas.
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4618
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 27.01.2007 22:29    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Myth 82
Was Murx oder Murx Pickwick schreibt, stimmt!

Myth 83
{beliebige Hunderasse einsetzen} ist ein unkomplizierter und guter Familienhund

Myth 84
Tiere sind die besseren Menschen

Myth 85
Windhunde kann man nicht erziehen, man macht sie mit Erziehung sogar kaputt, weil das ihr einzigartiges Wesen zerstört. Deswegen muß man sie ja auch ein Leben lang an der Leine lassen, damit sie nicht stiften und jagen gehen.

Myth 85a
Dackel kann man nicht erziehen und sollte es auch nicht versuchen, weil sie ihren eigenen Kopf haben!

Myth 85b
Schlittenhunde kann man nicht erziehen, weil sie nur Schlitten ziehen können und nicht hören können ...

Wozu haben Schlittenhunde eigentlich Ohren, wenn sie nicht hören können? Sonst ist doch die Natur so sparsam alles wegzurationalisieren, was keinen unmittelbaren oder mittelbaren Nutzen hat? Außerdem frag ich mich bei dem Argument immer wieder, wie überhaupt so eine Meute vorm Schlitten gelenkt wird - Gedankenkontrolle?

Myth 85c
Pudel und Deutsche Schäferhunde braucht man nicht zu erziehen, die hören von alleine.

Myth 86
Alle Deutschen Schäferhunde leiden unter HD. Nur deutsche Schäferhunde leiden unter HD.

Myth 87
Bei Kaninchen und Meerschweinchen kommen keine Giardien vor, deshalb braucht man nicht darauf zu untersuchen.

Myth 88
Man kann vorbeugend gegen Würmer behandeln.
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Marx ist die Theorie
Murx ist die Praxis!

Ich habe es endlich amtlich (Mitgliedsausweis der Piratenpartei):
"Der Besitzer dieses Dokumentes ist berechtigt, sich seines Verstandes zu bedienen, Informationen zu produzieren, replizieren und konsumieren, sich frei und ohne Kontrolle zu entfalten in Privatsphäre und Öffentlichkeit.

Behinderung dieser Rechte wird geahndet durch die Piratenpartei Deutschland"
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8531
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 28.01.2007 00:13    Titel: Re: Tier- und Tierhaltermythen Antworten mit Zitat

Zitat:

Tiere sind die besseren Menschen

Naturlich sind sie das. Was glaubst du denn?? *ironie* Bestes Beispiel dafür sind die eingeschleppten Tierarten (seien sie nun selber durch irgendwelche Zufälle eingewandert oder durch Hilfe der Menschen). Die nehmen den anderen Tieren ja auch gar nicht den Platz weg und rauben ihnen ihre Existenz?!
...mal abgesehen davon, aus evolutionsgeschichtlicher Sicht ist der Mensch doch auch bloss ein Tier. Wieso sollte man da dann unterscheiden?


Myth 89
Gute Tierärzte werden in Tierarztlisten (von Foren) eingetragen.

Hmm, ich frage mich gerade, wie aussagekräftig sind solche Listen wirklich? Zählt hier der erste Eindruck? Der TA ist sympatisch und hat ein paar einfachere Behandlungen gut gemeistert, also wird er wohl gut sein? Dazu ist mir in der letzten Zeit etwas bewusst worden, Fachkompetenz ist das eine und oft auch schwer zu beurteilen, aber auf der anderen Seite auch sehr wichtig finde ich dass er Interesse hat und man Fragen stellen kann ohne gleich den Eindruck zu haben, dass man signalisiert bekommt eignetlich möchte ich gar nicht antworten, aber das ist eben mein Beruf, daher werde ich dir jetzt eine knappe Antwort geben, damit ich wieder meine Ruhe habe.
So eine Liste kann also letztlich dazu dienen, mit welchen TÄ man positive Erfahrungen gemacht hat und das so weitergeben, aber letztlich kann man eigentlich genau so ins offene Messer laufen. So eine Liste ist m.E. wertlos, wenn nicht die betreffende Person kurz sich dazu äussert, weshalb sie den TA empfiehlt.


Myth 90
Tiere haben keine Gefühle.
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