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VZM: Trenngittermethode zur Vergesellschaftung?

 
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River
Fellnase


Anmeldungsdatum: 19.05.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 18.01.2017 14:46    Titel: VZM: Trenngittermethode zur Vergesellschaftung? Antworten mit Zitat

Hi,
hat hier jemand Erfahrung mit der Trenngittermethode zur Vergesellschaftung von VZM?

Mein Versuch auf neutralem Raum schlug fehl.

Danach versuchte ich es mit einer Art Ratten-VG. Also ich setzte die Mäuse jeden Tag auf neutralem Raum zusammen. Das lief besser, es gab zwar keinen Streit, aber mit den Neuen wollte man halt auch nichts zu tun haben...

Nach 5 Tagen habe ich aufgehört, weil einfach kein Interesse an den neuen Mäusen vorhanden war, das tägliche Einfangen aber mit viel Stress verbunden war.

Ich glaube was meinen Mäusen fehlt ist ein besseres Kennenlernen. Die müssen sich einfach nur besser an die neuen gewöhnen und ich könnte mir vorstellen, dass es dann doch noch klappt. Das Ganze muss auch noch relativ stressfrei ablaufen.

Jetzt überlege ich es mal mit der Trenngitter Methode zu versuchen. Mein Gefühl sagt mir das könnte klappen.

Ich würde aber gerne ein paar Erfahrungsberichte lesen.

LG
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8551
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 19.01.2017 00:42    Titel: Re: VZM: Trenngittermethode zur Vergesellschaftung? Antworten mit Zitat

Hallo River,

erst mal herzlich willkommen in unserem kleinen Forum. Mit VZM selbst habe ich zwar keine Erfahrungen, aber was grundsätzliche Überlegungen zur Vergesellschaftung angeht, hast du ja schon erste Erkenntnisse selbst geschildert. Ja es ist richtig, dass man sich überlegt, was man mit einer Vergesellschaftung den Tieren antut. Viele Leute sehen ja nur ihr eigenes Problem, dass sie zwei Gruppen haben, die sie zusammenbekommen wollen, aber die Tiere, die sich fremd sind, müssen ja auch irgendwie sich kennenlernen und da gibt es nun mal verschiedene Möglichkeiten, wie man vorgeht. Je nach Tierart sind einige davon in der Regel wenig geeignet und je nach Art müssen es auch nicht unbedingt die selben sein, aber es gibt auch Dinge, die ähneln sich bei vielen Arten dann doch wieder, wie zum Beispiel der Stress.

Auch eine gute Überlegung ist, wenn man sich Gedanken macht, wie das in der Natur so funktioniert. Das hat natürlich seine Grenzen, denn in der Natur spielen natürlich wachsende Gruppen eine wichtige Rolle, was natürlich der Idealfall wäre, wie eine Gruppe wächst, bzw. bei vielen Arten wandern die jungen Männchen ab und stossen früher oder später zu einer neuen Gruppe, wenn sie nicht als Junggesellen etwas ausserhalb der Haremstrukturen überleben müssen. Was wir auch von vielen Arten wissen gerade auch dank der Wissenschaft (was aber irgendwie auch logisch ist), dass die Aggression gegenüber Nachbartiere, die aus benachbarten Territorien kommen, die Aggressivität oft deutlich weniger stark ist, als gegenüber total unbekannten Fremdlingen (gerade wenn sie als Bedrohung und Rivalen wahrgenommen werden). Leben Tiere in der Nähe voneinander, gewöhnen sie sich aneinander. Das macht man sich bei der Idee mit dem Trenngitter oder mit der Käfig an Käfig Methode zunutze. Viele machen dann aber den Fehler eine Vergesellschaftungsmethode als Erfolgsfaktor für eine gelingende Vergesellschaftung misszuverstehen, gerade wenn dann noch Rituale wie täglicher Seitentausch oder ähnliche Spässe dazukommen. Das ist letztlich auch wieder Stress für die Tiere. Wichtiger bei der Vergesellschaftung ist nämlich, dass man die Tiere beobachtet, dass man einige Dinge zwar ausprobiert, um zu sehen, wie sie reagieren, man aber auch auf ihr Verhalten Rücksicht nimmt und dementsprechend dann die weiteren Schritte plant. Mir scheint es, dass du intuitiv danach gehandelt hast. Die neutrale Boden Methode kann gerade um das Verhalten von Tieren zu testen, eine interessante Möglichkeit sein, sie muss aber nicht zwingend hilfreich sein, denn die Tiere können sich auch ausweichen und einander ignorieren.
Ich nutzte damals bei den Degus die Methode mit dem neutralen Boden, um Reaktionen zu testen. Bei Chilnchillas beispielsweise wird der neutrale Boden eigentlich auch nur kurz genutzt, für die erste Kennenlernphase, dann kommen die Tiere in den gemeinsamen Käfige. Entweder gehts dann gut oder es muss wieder getrennt werden und der Halter hat Zeit sein Vorgehen und die Reaktionen der Tiere zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen, wie er weiter vorgehen soll.

Bei der Neutralen-Boden Methode gibt es jedoch noch die Möglichkeit, Variation ins Spiel bringen, indem man die Tiere etwas hungrig begegnen lässt und den Freigang zur gemeinsamen Fütterung nutzt - nach dem Motto, Liebe geht durch den Magen und Futter verbindet. Wichtig dabei wäre natürlich, dass die Tiere doch ein gewisses Vertrauen in die Umgebung haben. Wer die Idee des neutralen Raumes zu ernst nimmt und meint, das müsse völlig unbekannte Fläche sein, der kann auch riskieren, dass die Tiere zu ängstlich sind (kommt da letztlich auch wieder auf Tierart und Charakter der Tiere an) und dann entweder kaum Interaktionen stattfinden und die Tiere auch nicht entspannt sind, oder dass die Angst bei Begegnung mit anderen Tieren in Aggression umschlagen könnte (in der Regel begünstigt, wenn das Platzangebot eingeschränkt ist und die Tiere sich in die Enge gedrängt fühlen).
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Stefan
Süchtig


Anmeldungsdatum: 15.07.2012
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 19.01.2017 11:04    Titel: Re: VZM: Trenngittermethode zur Vergesellschaftung? Antworten mit Zitat

Wichtig ist, dass die Tiere sich beim Kennenlernen sicher fühlen.
Ein Trenngitter bietet eine gute Möglichkeit, ebenso eine Zusammenführung auf großem, für beide Parteien unbekanntem Areal. Eine schonende Zusammenführung muss den Tieren Zeit und Raum lassen.

In verschiedenen Foren finden sich viele Hinweise, die schnellen Erfolg versprechen. So etwa die sogenannte "Kleinraum-Methode". Dass solche Hau-Ruck-Verfahren großen Stress bei Tieren auslösen, hat Anna Jedamczyk am Beispiel von Farbratten gezeigt ("Über den Tellerrand geschaut. Neue Methoden der Rattenintegration" in Rodentia Nr. 87)
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