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Projekt "Degu-Kolchose"
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atropa belladonna
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Anmeldungsdatum: 02.12.2008
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BeitragVerfasst am: 26.01.2015 12:36    Titel: Projekt "Degu-Kolchose" Antworten mit Zitat

Seit 4 Jahren habe ich keine neuen Degus mehr aufgenommen und lasse meinen aktuellen Bestand nun langsam auf natürliche Weise schrumpfen.

In der Vergangenheit hat sich bei mir die Paarhaltung (also mk/w bzw. w/w) als die stabilste Konstellation bewährt. Gut waren auch Dreiergruppen w/w/mk. Neben einer einzigen größeren Gruppe (bestehend aus einem weiblichen Familienclan) hatte ich also ziemlich viele kleine Grüppchen mit entsprechend immer noch hohem Käfigaufkommen bei vergleichsweise geringer (werdenden) Deguanzahl. Dadurch kam es zu relativ vielen Neuvergesellschaftungen zwischen Bestandstieren, trotzdem für mich eine relativ unbefriedigende Lösung, denn ich möchte zum einen eine zu hohe Vergesellschaftungsfluktuation vermeiden - und natürlich den Käfigbestand reduzieren.


Meine derzeitige Konstellation sieht wie folgt aus:

14 Degus in 6 Käfigen - wovon in einem Käfig zwei Parteien getrennt voneinander wohnen. Bis auf einen knapp fünfjährigen Kastraten sind alle anderen Degus zwischen 7 und 71/2 Jahren alt, also eine homogene Altersstruktur.

Nachdem die Vergesellschaftungen bei mir i.d.R. sehr unkompliziert und absolut ohne Aggression verlaufen (zuletzt ein Kastrat mit zwei Weibchen), ermutigte mich das, weitere Degus zu einer großen Gruppe zusammen zu führen und sukzessive eine freie Haltung einzuführen. D.h. die Käfigtür ist immer offen, und die Tiere können so im Zimmer - in einem abgesperrten Bereich - frei herumlaufen oder sich im Käfig vergnügen.

Mein Plan ist es jetzt zunächst, zu der zuletzt vergesellschafteten Gruppe w/w/mk ein weiteres Singleweibchen hinzuzuvergesellschaften (habe sie schon zusammen laufen lassen, war ebenfalls sehr harmonisch) und falls dies klappt, noch ein weiteres Paar mk/w. Das wären dann sechs Degus in einer Gruppe zusammengefasst. Der große unterteilte Käfig, in dem das Zweierpaar und die Singledame wohnt, würde dann geöffnet werden zu einem großen Käfig, der definitiv für sechs Tiere Platz böte - plus einer großen, permanent zur Verfügung stehenden Freilauffläche.

Auf der anderen Seite des Zimmers habe ich noch ein weibliches Zweierpaar, das ein wenig heikler ist, ebenso ein etwas eigenbrötlerisches Dreierpaar (kastrierter Bock mit seinen zwei Schwestern), plus einer älteren Dame, die bald alleine sein wird. Und mein einzelner Kastrat, der Degugesellschaft durch Käfiggitter präferiert. Das ist die Eigenbrötlerecke, wo es etwas schwierig wird, die richtige Konstellation zu finden. Aber ich fange einfach mal mit meinem Vorhaben an und schaue, wie sich das entwickelt.
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BeitragVerfasst am: 26.01.2015 13:50    Titel: Re: Projekt "Degu-Kolchose" Antworten mit Zitat

Wow das klingt ja wirklich toll. Dass du die Sache behutsam angehst, finde ich auch sinnvoll in diesem Falle und war auch mein erster Gedanke, als ich das durchlas. Das Experiment Käfige auf und Degus im Zimmer frei wohnen lassen und bei Bedarf können sie zurück in den Käfig, das hatte ich auch mal durchgeführt, leider nur für relativ kurze Zeit (die Möglichkeit bot sich beim Umzug, als wir die alte Wohnung noch hatten und schon ins neue Haus umgezogen waren). Das Ganze war damals ohne Vergesellschaftung. Da ich damals auf der gleichen Freilauffläche auch VG-Versuche durchführte, habe ich auch gleich versucht mir das vorzustellen, wie das bei mir gewesen wäre mit dem Vergesellschaften von Degus. Insofern finde ich es jetzt interessant, dass du nun etwas ausprobierst und nun weiter gehst, als das, was ich damals ansatzweise in ähnlicher Form auch ausprobierte. Wenn ich damals die Möglichkeit gehabt hätte, ich hätte wahrscheinlich damals noch mehr ausprobieren wollen, aber das ging damals nicht. Dennoch war es so quasi das Vorspiel zu meiner späteren Aussenhaltung.

Was die Eigenbrödler angeht, wie machst du es dort? Können die Kontakt zu den anderen Degus am Gitter haben, zumindest diejenigen, die unten wohnen? Der perforierende Kastrat nehme ich mal an, wird wohl eher oben wohnen.

Zitat:

In der Vergangenheit hat sich bei mir die Paarhaltung (also mk/w bzw. w/w) als die stabilste Konstellation bewährt. Gut waren auch Dreiergruppen w/w/mk. Neben einer einzigen größeren Gruppe (bestehend aus einem weiblichen Familienclan) hatte ich also ziemlich viele kleine Grüppchen mit entsprechend immer noch hohem Käfigaufkommen bei vergleichsweise geringer (werdenden) Deguanzahl. Dadurch kam es zu relativ vielen Neuvergesellschaftungen zwischen Bestandstieren, trotzdem für mich eine relativ unbefriedigende Lösung, denn ich möchte zum einen eine zu hohe Vergesellschaftungsfluktuation vermeiden - und natürlich den Käfigbestand reduzieren.

Das passt zu meinen eigenen Beobachtungen, die ich bei meinen Gruppen sammeln konnte. Allerdings ich hatte nie reine Männchengruppen und nie grössere Streitigkeiten in den Gruppen.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 30.01.2015 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist denn ein perforierender Kastrat? Laughing

Momentan ist es so, dass drei Käfige geöffnet sind und die Degus jeweils untereinander die Nähe der anderen suchen, sprich: sie besuchen sich. Und wieder einmal muß ich feststellen, dass Degus sich bei freier Wahl definitiv NICHT immer den größten Käfig aussuchen! Ich hab das jetzt schon mehrfach erlebt, dass - aus welchen Gründen auch immer - diese Turmdinger präferiert werden.

Max, der perforierende Kastrat *gg, wohnt auch noch in so einem Ding. Mehrfach schon habe ich ihm in der Vergangenheit frei gewordene größere - und nach menschlichem Ermessen "artgerechte"- Käfige angeboten. Er hat sich die alle angeschaut, fand die zum Wühlen und Glotzen ganz toll, ist dann aber immer wieder nach Hause in seinen alten Käfig gegangen. Gut, dann soll er da bleiben.

Genauso ist es jetzt bei meiner angehenden Vierergruppe: die beiden Weibchen, die das Basispaar bildeten, wohnen ebenfalls noch in einer Turmvoliere. Dieser Käfig wird geliebt! Schon damals ist Loretta aus ihrem größeren Käfig zu Kalimera gezogen, und auch Lenny, der in einem Palast haust, präferierte es, zu den beiden Weibern zu ziehen, wenngleich die ihn oft genug besuchen kamen. Aber gepennt und gelebt wird dann in diesem Winzkäfig. Auch Ruby, die vierte im Bunde, die jetzt dazukam und ebenfalls mit ihren zwei verstorbenen Partnern in einem großen Käfig wohnte, kumuliert lieber mit den andern drei Degus in dem Turmding. Question Tja. Was soll ich sagen?

Also habe ich jetzt eine angehende Vierergruppe, und wenn jetzt nichts weiter dazwischen kommt, werde ich ab nächster Woche versuchen, ein weiteres Paar (Hump und Rübe) noch hinzuzuvergesellschaften. Dann hätte ich in dem einen Raum eine große Sechsergruppe, wie angedacht, und im anderen Raum, wo die Eigenbrötler wohnen, muß ich mir noch was überlegen.

Dann hätte ich neben der Sechsergruppe nur noch

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1x mk/ww und
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Mandarine
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BeitragVerfasst am: 30.01.2015 23:24    Titel: Re: Projekt "Degu-Kolchose" Antworten mit Zitat

Hallo,

ich war schon lange nicht mehr hier angemeldet, aber deine "Degu-Kolchose" interessiert mich. Bei VG mit etwas älteren Degus (~5 Jahre aufwärts) hab ich bisher gute Erfahrungen gemacht.
Besonders gespannt bin ich wie es mit den 2 Kastraten in einer Gruppe funktionieren wird.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 02.02.2015 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muß feststellen, dass ich gelogen habe... es sind noch keine vier Jahre Aufnahmestopp, sondern nur drei... In 2012 hab ich tatsächlich nochmal einen Degu aufgenommen. Aber seitdem nicht mehr, ich schwör.

In der Zwischenzeit hat sich die designierte Vierergruppe weiter stabilisiert. Lenny, der alte Charmeur mit viel Damen-Erfahrung, hat Kalimera und Loretta bereits locker um den Finger gewickelt und darf sich als voll integriertes Mitglied der kleinen Gesellschaft bezeichnen.

Ruby, das andere Einzeltier, ist etwas zögerlicher, aber auch sie besucht ihre Nachbarn oft und schläft gerne unten in einer Rolle, während die anderen drei das Chillen auf dem Sonnendeck präferieren. Ich muß aber dazu sagen, dass es Ruby nicht besonders gut geht; sie hat Krebs und wird nicht mehr allzu lange leben. Das heißt, sie bestimmt ihren Tagesrhythmus ein wenig anders, aber sucht die Nähe zu den anderen. Ich finde das ok so.

Am Wochenende haben wir eine Absperrung für das Deguzimmer gebastelt, so dass ich auch die Eigenbrötler laufen lassen kann, wenn die anderen unterwegs sind.

Morgen werde ich in bei Hump und Rübe aufmachen, damit sie sich ebenfalls in die Vierergruppe integrieren können. Sollte das schief gehen, mache ich einfach wieder dicht. Da ist kein großes Risiko dabei. Schön wäre es jedenfalls und ich glaube auch, die beiden wären gerne bei den anderen dabei. Sie sitzen oft auf ihrem Ausguck und schauen den anderen scheinbar sehnsüchtig beim Rumflitzen zu. Na, das wird sich ja jetzt bald ändern.....
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BeitragVerfasst am: 04.02.2015 19:50    Titel: Re: Projekt "Degu-Kolchose" Antworten mit Zitat

Ja das mit dem perforierenden Kastrat war wohl eine kreative Wortschöpfung meinerseits Very Happy.
Ich hatte wohl nicht recht gelesen und meinte zuerst, dass er bissig gegenüber anderen Degus wäre und daher einzeln wäre... aber ich habe das erst im Nachhinein bemerkt, dass mir da ein Fehler beim Durchlesen unterlaufen war.

Das mit der Käfigwahl finde ich interessant, auch dass sie nicht den grössten auswählen. In gewissen Fällen soll die Einrichtung eine Rolle spielen, in anderen Fällen auch, dass sie sich vielleicht was nicht so grosses gewöhnt sind und allzuviel Platz sie wahrscheinlich eher überfordern würde oder etwas weniger Platz, bzw. ein engerer Käfig ihnen mehr Sicherheit bietet. Das wäre insbesondere dann einleuchtend, wenn sie den Freilauf trotzdem nutzen, denn im Gegensatz zu einer Haltung in einem kleinen Käfigknast wählen sie freiwillig, wann sie in dem engen Ding sein wollen und wann sie das Bedürfnis haben, sich mehr zu bewegen und ihn deshalb für eine Weile verlassen.
Bei mir konnte ich damals übrigens beobachten, dass sie ihren Käfig als Rückzugsgebiet nutzten. Er war ihnen gewohnt und bot ihnen Sicherheit. Sie waren zwar viel draussen, gingen aber auch gerne immer wieder mal zurück. Auch interessant war, dass sie gerne erhöhte Stellen nutzten.

Zitat:

Dann hätte ich neben der Sechsergruppe nur noch

2x2 w
1x mk/ww und
1xmk

Langsam wirds überschaubar!

Da hast du ja noch was vor... *g*

mandarine hat Folgendes geschrieben:

Besonders gespannt bin ich wie es mit den 2 Kastraten in einer Gruppe funktionieren wird.

Ich schätze dass das recht reibungslos gehen dürfte. Sind die Tiere gut sozialisiert und ist die Gruppe gross und der Platz vorhanden, dann fallen eine Reihe von potenziellen Risiken weg, die man sonst bei zu vielen Männchen aufs Mal hat.
Was ich auch denke, dass sich das Alter auch positiv noch auf eine VG auswirken kann, vor allem wenn die Tiere die Jahre davor gut gehalten wurden. Selbst Problemtiere werden mit den Jahren umgänglicher und können sich etwas besser sozialisieren und bauen oft auch einen Teil ihrer Ängste ab...

Zitat:

In der Zwischenzeit hat sich die designierte Vierergruppe weiter stabilisiert. Lenny, der alte Charmeur mit viel Damen-Erfahrung, hat Kalimera und Loretta bereits locker um den Finger gewickelt und darf sich als voll integriertes Mitglied der kleinen Gesellschaft bezeichnen.

Das tönt nach einer guten Chemie in deinen Degugruppen und dass sie recht harmonisch sind. Ich glaube, dass die Erfahrung mit dem Umgang mit anderen Degus und ihre eigene Einstellung zu anderen Tieren wohl einen grossen Einfluss hat, wie sie auf fremde Tiere reagieren. Herrscht Stress, Unsicherheit, usw. belastet das eine VG, sind die Gruppen dagegen über längere Zeit stabil, sind sie schon etwas älter und harmonieren, dann färbt das ab. Natürlich spielen auch Dinge eine Rolle, wie mögliche Konkurrenz, wenn bei der einen Gruppe das Alphatierchen "besitzergreifend" ist und das Alphatierchen der anderen Gruppe sich nicht fügen will.

Zitat:

Am Wochenende haben wir eine Absperrung für das Deguzimmer gebastelt, so dass ich auch die Eigenbrötler laufen lassen kann, wenn die anderen unterwegs sind.

Morgen werde ich in bei Hump und Rübe aufmachen, damit sie sich ebenfalls in die Vierergruppe integrieren können. Sollte das schief gehen, mache ich einfach wieder dicht. Da ist kein großes Risiko dabei. Schön wäre es jedenfalls und ich glaube auch, die beiden wären gerne bei den anderen dabei. Sie sitzen oft auf ihrem Ausguck und schauen den anderen scheinbar sehnsüchtig beim Rumflitzen zu. Na, das wird sich ja jetzt bald ändern.....

Halte uns auf dem Laufenden, das ganze tönt echt vielversprechend und interessant Smile.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 06.02.2015 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Also.... die Vierergruppe ist soweit stabil, wobei ich feststellen kann, dass Lenny, der Kastrat, erst viel mit Kalimera und Loretta kuschelte, aber sich nun mehr Ruby zugewandt hat. So sind es innerhalb der Gruppe zwei lockere Pärchen, die sich aber immer wieder gut untereinander mischen und tatsächlich eine Gruppe im eigentlichen Sinne bilden. Alle Degus haben ihren Platz gefunden und sind glücklich.

So weit, so gut. Die Tage habe ich dann versucht, Hump und Rübe noch hinzuzuvergesellschaften - was von den drei Mädels durchaus toleriert wurde... nur Lenny hat beschlossen, dass die beiden nicht mitspielen dürfen.

Lenny ist ein kleiner, schmächtiger alter Bock, Hump das genaue Gegenteil in der Statur (aber ebenso alt wie Lenny und genauso schon etwas altersgebrechlich). Offenbar hat sich Lenny von Humps imposanter Statur provoziert gefühlt und mußte ihn herausfordern. Hump indes hat sich das eine Weile angeschaut und sich absolut defensiv verhalten - aber irgendwann ist es ihm dann halt auch mal zuviel gewesen und er hat Lenny eine gewischt. Der wiederum hat nur darauf gewartet, und dann ging das Rumgezicke richtig los. Augenrollen

Zwischendrin hat es auch Rübchen von Lenny abgekriegt, also er kann beide nicht leiden. Also fail. Das ganze wieder abgeblasen. Das mach ich tatsächlich lieber zu früh als zu spät. Gerade bei alten und nicht mehr so ganz fitten Tieren muß ich da nicht auf Teufel komm raus Kommentkämpfe stattfinden lassen, vor allem, wenn ich einen Plan B habe.

Hump und Rübe ziehen jetzt auf die andere Seite um, in Lennys alten, freistehenden Käfig. Den großen zweigeteilten Käfig öffne ich komplett für die Vierergruppe, und ich hege Hoffnung, dass sie sich darin dann so wohlfühlen, dass dieses Turmdingens weg kann. Denn immerhin möchte ich ja in erster Linie die Käfigzahl reduzieren....Lennys Ex-Käfig hat auch den Vorteil, dass die beiden dann rein und raus können, wie sie wollen (war jetzt nicht möglich). Ich möchte die beiden dann mit Weela, die bald alleine sein wird (ihre letzte Freundin hat ein inoperables Fibrosarkom im Endstadium Neutral ) und ggfs. noch Bonnie und Pixie vergesellschaften. Das wird eine kleine Herausforderung, denn Pixie ist hochneurotisch und Weela und Bonnie beides alte Flintenweiber, die sich schon damals, als sie noch zusammen in der Riesengruppe waren, nix geschenkt haben. Aber nun sind einige Jahre ins Land gezogen.. Mal sehen. Hump wird sich als einziger Kastrat in dieser Gruppe besser machen und da er gar keine Alphatier-Allüren hegt, könnte das klappen.

Ich habe auch Fotos gemacht, um das ganze mal bildhafter darzustellen. Ich lade die Bilder am Wochenende mal hoch.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 13.02.2015 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Noch keine Gelegenheit zum Fotoshochladen. In der Zwischenzeit hat sich auch nichts mehr getan. Ich bin jetzt gerade dabei, einen weiteren leerstehenden Käfig zu verkaufen, sobald der weg und weiter Platz ist, ziehen Hump und Rübe mitsamt ihres Käfigs auf die andere Zimmerseite um. Dann beginne ich, sie mit den anderen Degus zu vergesellschaften (Weela, Pixie, Bonnie). Die tumorkranke Fleur ist noch bei uns, aber es ist leider absehbar.... Confused

Die anderen vier Degus (Loretta, Ruby, Kalimera und Lenny) vertragen sich wunderbar, hier ist also schon eine stabile neue Gruppe entstanden. *strahl*
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 24.02.2015 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Weitere Stagnation. Der leere Käfig ist immer noch nicht verkauft und steht im Weg. Ich bin jetzt schon 10 Euro vom Ursprungspreis runtergegangen, aber scheinbar ist er immer noch zu teuer. Mehr als 10 Euro will heute wohl keiner mehr für einen gebrauchten Käfig ausgeben, scheint es mir. Confused


In der Zwischenzeit habe ich mal wieder einen VG-Versuch mit meinem verkorksten Kastraten unternommen. Aber ich glaube, den muß ich definitiv erstmal mit Bachblüten therapieren.
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BeitragVerfasst am: 24.02.2015 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

atropa belladonna hat Folgendes geschrieben:
Weitere Stagnation. Der leere Käfig ist immer noch nicht verkauft und steht im Weg. Ich bin jetzt schon 10 Euro vom Ursprungspreis runtergegangen, aber scheinbar ist er immer noch zu teuer. Mehr als 10 Euro will heute wohl keiner mehr für einen gebrauchten Käfig ausgeben, scheint es mir. Confused

Das find ich jetzt aber echt krass. Mehr als 10 Euro für ein Käfig ist denen zuviel? Neu kostet doch auch selbst die kleinen nicht artgerechten Knäste deutlich mehr... Augenrollen
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 24.02.2015 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ja keine Ahnung. Ich hab jetzt 40 Euro VB veranschlagt (VB wären dann diverse Einrichtungsgegenstände, die ich noch mit dazugeben würde). Der Käfig entspricht zwar nicht ganz den empfohlenen Maßen, aber ich finde, man kann guten Gewissens darin auf jeden Fall 2 Degus halten. Außerdem hat der Aufbau als Boden eine echt gut erhaltene Siebdruckplatte (pissfest *g). Ich hatte neulich einen Holzkäfig für 10 Euro verkauft, weil er echt nicht mehr so schick war, da war die Käuferin in der Tat enttäuscht, dass ich da nicht noch für lau was dazu gegeben habe.... Ach Mann, die sind alle doof. Confused
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BeitragVerfasst am: 27.02.2015 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Endlich geht es weiter!

Der Käfig ist (hoffentlich) verkauft (mit Gewissheit sag ich das immer erst, wenn die Sachen bezahlt und abgeholt wurden) und meine kleine Vierergruppe hat noch einen Degu dazubekommen.

Letzte Woche mußte ich Fleur gehen lassen, die Degudame, die über ein Jahr mit ihrem Fibrosarkom "rumgemacht" hat. Leider war das sehr absehbar, deshalb konnte ich mir schon in Ruhe Gedanken machen, wie es danach mit Weela weitergehen soll. Ich hatte ja einen Versuch mit Max, dem renitenten Kastraten, unternommen, aber das ging schief, denn Weela ist die geborene Chefin und läßt sich niemals (niemals!) unterbuttern. Deshalb hatte mir die Sache zuviel Konfliktpotenzial, so dass ich den Versuch relativ zeitig wieder abbrach.

Ich setzte Weela dann, ein paar Tage später, auf die andere Seite und konfrontierte sie mit meiner Vierergang (please don't try this at home, das ist NICHT der reguläre Weg einer Vergesellschaftung und kann bitterbös in die Hose gehen!). Erwartungsgemäß verlief alles recht entspannt: Ruby freute sich ein weiteres Loch in Hintern, dass da jetzt noch ein neuer Degu zum Spielen ist, Loretta und Kalimera äugten etwas argwöhnisch, aber keinesfalls ängstlich, und Lenny, der Hahn in Korb, nahm die Sache gleich mal in Angriff, indem er Weela erklären wollte, wer hier der Chef ist.....



..... das hat er genau 10 Minuten lang versucht, dann war klar, dass Weela das Zepter übernommen hatte. Mr. Green

Lenny fand das nicht besonders toll und reagierte sich dann erstmal an ein paar Ästen ab, aber im großen und ganzen kann er damit umgehen, denke ich. Er weiß halt, wo seine Grenzen sind und kann sich auch unterordnen. Ich kenne Degus, die das nicht können/wissen.... Augenrollen

Also, Status quo:

4 Gruppen (1x w/w, 1xmk/w/w, 1x mk/w und 1x mk/w/w/w/w), 1 Einzeltier (mk).

Es geht voran!

Hump und Rübe haben jetzt den großen, ehemals unterteilten Käfig ganz für sich alleine und fühlen sich wie im Paradies. Diesen Käfig werde ich jetzt auf die andere Zimmerseite schaffen, da, wo jetzt noch der leere Käfig von Lenny steht. Und dann werde ich versuchen, die beiden mit Pixie und Bonnie zu vergesellschaften. Wenn mir das gelingt, hätte ich dann nur noch meine drei Eigenbrötler und Max. Wobei ich mir für Max echt was einfallen lassen muß. Wenn die Bachblüten nicht wesentlich weiterhelfen, muß ich schauen, dass ich ihn irgendwo unterbringen kann, wo er endlich Sozialverhalten lernen kann. Ich meine, der ist kastriert. Wo nimmt der noch SO viel Testosteron für seine Aggression gegen andere her?! Augenrollen
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BeitragVerfasst am: 06.03.2015 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Es gab in der Zwischenzeit wieder ein paar Rückschläge:

Weela wurde es in dem kleinen Käfig trotz geöffneter Tür und Freilauffläche zu eng und sie konnte darüber hinaus nicht in ihren eigenen zurück (wegen der Sperre). Also mußte ich sie erstmal wieder zurücksetzen, womit Lenny natürlich seine Chance witterte, das Zepter wieder an sich zu reißen bei der nächsten Begegnung.

Diese ließ allerdings zwangsläufig ein paar Tage auf sich warten, denn in der Zwischenzeit ist Ruby leider gestorben und Kalimera fing an zu kränkeln. Das mit Ruby war leider absehbar, aber bei Kalimera denke ich, dass ihr das alles ein bißchen zu viel war die letzte Zeit. Deshalb habe ich erstmal eine Pause gemacht. Vor einigen Tagen hab ich Weela nochmal mit den anderen laufen lassen, aber Lenny hat sich diesmal nicht mehr untergeordnet (Selbstnotiz: Das war shyce). Ich denke, es ist klar, dass die kleine Gruppe ihre Konstellation gefunden hat: 2 Weibchen, ein Kastrat. Die bewährte Mischung Wink Also gut, dann ist das geklärt.

Weela werde ich jetzt ein paar weitere Tage zur Ruhe kommen lassen, ich bin nächste Woche weg, und wenn ich wiederkomme, werde ich sie mal mit Bonnie und Pixie laufen lassen. Wobei ich hier die Befürchtung habe, dass Pixie damit auch wieder überfordert sein könnte (irgendwie sind sich Kalimera und Pixie sehr ähnlich, obwohl offenbar nicht miteinander verwandt). Alles doch nicht so einfach. Degus haben halt ihren eigenen Kopf und sind - nicht zu vergessen - auch Gewohnheitstiere...
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BeitragVerfasst am: 07.03.2015 04:44    Titel: Re: Projekt "Degu-Kolchose" Antworten mit Zitat

Es ist nicht ganz einfach beim Mitlesen bei so vielen Degus nicht den Überblick zu verlieren, aber du erklärst es gut Smile.

Zitat:

Ich setzte Weela dann, ein paar Tage später, auf die andere Seite und konfrontierte sie mit meiner Vierergang (please don't try this at home, das ist NICHT der reguläre Weg einer Vergesellschaftung und kann bitterbös in die Hose gehen!). Erwartungsgemäß verlief alles recht entspannt: Ruby freute sich ein weiteres Loch in Hintern, dass da jetzt noch ein neuer Degu zum Spielen ist, Loretta und Kalimera äugten etwas argwöhnisch, aber keinesfalls ängstlich, und Lenny, der Hahn in Korb, nahm die Sache gleich mal in Angriff, indem er Weela erklären wollte, wer hier der Chef ist.....



..... das hat er genau 10 Minuten lang versucht, dann war klar, dass Weela das Zepter übernommen hatte.


Zitat:

Weela wurde es in dem kleinen Käfig trotz geöffneter Tür und Freilauffläche zu eng und sie konnte darüber hinaus nicht in ihren eigenen zurück (wegen der Sperre). Also mußte ich sie erstmal wieder zurücksetzen, womit Lenny natürlich seine Chance witterte, das Zepter wieder an sich zu reißen bei der nächsten Begegnung.

Diese ließ allerdings zwangsläufig ein paar Tage auf sich warten, denn in der Zwischenzeit ist Ruby leider gestorben und Kalimera fing an zu kränkeln. Das mit Ruby war leider absehbar, aber bei Kalimera denke ich, dass ihr das alles ein bißchen zu viel war die letzte Zeit. Deshalb habe ich erstmal eine Pause gemacht. Vor einigen Tagen hab ich Weela nochmal mit den anderen laufen lassen, aber Lenny hat sich diesmal nicht mehr untergeordnet (Selbstnotiz: Das war shyce)

Ja das mit dem Vergesellschaften und wieder trennen hat so seine Tücken. Ich überlegte mir gerade, ob es vielleicht nicht besser gewesen wäre, wenn Weela in ihrem alten Revier hätte verbleiben können oder aber eine zweier Vg Lenny und Weela beide zusammen in ihrem Käfig, denen Zeit geben, damit sie zu einer Gruppe zusammenraufen und dann zurück. Aber irgendwie hab ich den Eindruck, dass auch da es einige Nachteile gäbe, die man abwiegen müsste, z.B. wenn Lenny und Weela beide so dominant sind, wäre das wahrscheinlich so oder so auf Dauer eher schwierig, die beiden direkt noch zu konfrontieren wäre wohl keine gute Idee gewesen. Dann der Chef weg von der Gruppe könnte je nach Stabilität der Gruppe auch zu Unruhen führen. Insofern bin ich geneigt zu sagen, dass das trotzdem gar nicht so schlecht gelaufen ist, wenn man die Umstände bedenkt.
Aber ein bisschen schade ist es halt schon, wenn die grösste Gruppe nach kurzer Zeit wieder auf 3 Tiere schrumpft.

Zitat:

Wenn mir das gelingt, hätte ich dann nur noch meine drei Eigenbrötler und Max.

Erzähl mal was von den drei Eigenbrödlern, die hast du uns glaubs noch gar nicht vorgestellt (oder hab ich was überlese?).

Zitat:

Wobei ich mir für Max echt was einfallen lassen muß. Wenn die Bachblüten nicht wesentlich weiterhelfen, muß ich schauen, dass ich ihn irgendwo unterbringen kann, wo er endlich Sozialverhalten lernen kann. Ich meine, der ist kastriert. Wo nimmt der noch SO viel Testosteron für seine Aggression gegen andere her?!

Hast du es mit Bachblüten schon probiert oder war das eine theoretische Überlegung nach einem Plan B, falls das nicht funktionieren sollte? Mich würde es auf jeden Fall interessieren, ob es in solchen Fällen noch Möglichkeiten gibt. Vielleicht wäre es auch interessant sich mal mit der ganzen Hormongeschichte etwas tiefer auseinanderzusetzen. Eventuell gäbe es da noch andere Ansatzpunkte. Das Thema an sich ist ja sehr spannend. Ich hatte mich erst kürzlich mit Andryna darüber unterhalten, es ging um kastrierte Männchen und der Einfluss der Hormone, wo die produziert werden ist ja so eine Frage, die ab und an durch die Deguforen geistert, aber unabhängig davon scheint ja die Kastration in manchen Fällen was bringen, oftmals aber auch nicht. Neben einigen Degustudien, die sich mit Hormonhaushalt der Degus, mit Aggression und Stresslevel beschäftigen, kam mir dabei auch das Buch von Temple Grandin wieder in den Sinn. Sie erwähnte einen Zusammenhang, den ich damals sehr faszinierend fand, nämlich dass Vasopression (oder ADH), ein Hormon, das Männchen ausschütten, vor allem auch in Zusammenhang mit dem eigenen Nachwuchs und das einerseits soziale Bindungen stärkt, andererseits aber auch die Aggressivität erhöht: Tiere mit hohem ADH Wert sind sozialer, zeigen aber auch mehr Aggression, während bei niedrigem ADH die Tiere gleichgültiger reagieren, z.B. wenn ihr Weibchen von anderen Männchen umworben wird oder fremde Tiere ins Territorium eindringen usw.
Oder anders ausgedrückt, je sozialer die Männchen und je höher ihr Vasopressionspiegel, desto grösser ist ihre Aggressivität (gegenüber Artgenossen ausserhalb ihrer Gruppe).
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BeitragVerfasst am: 07.03.2015 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Wink Du meinst bestimmt das ADH Vasopressin. Da könnte was dran sein, denn allein das bißchen Testosteron, das noch in der Nebenniere gebildet wird, kann ein Tier natürlich nicht so dauerhaft aggressiv machen. Tatsächlich denke ich aber speziell bei Max, dass er sich in erster Linie aufgrund schlechter Erfahrungen so verhält. Er ist ein Angst-Aggressor, d.h. er meint, Angriff sei die beste Verteidigung. Somit ist es eher ein Unsicherheitsverhalten. Daher ja auch meine Idee mit den Bachblüten. Ein rein hormonelles Problem kann man damit natürlich nicht therapieren.

Max bekommt die Bachblüten-Mischung seit 10 Tagen. Ob und wie sie wirkt, kann ich natürlich erst beurteilen, wenn er anderen Degus begegnet. Aber momentan fehlt mir da einerseits die Zeit und andererseits will ich jetzt nicht zu viele Baustellen auf einmal eröffnen.

Die anderen drei Eigenbrötler sind die Geschwister Roxie, Edna und White. Das ist meine bisher konstanteste Gruppe und daran werde ich auch nichts ändern. Die leben quasi in ihrer eigenen Welt. Roxie ist die freundlichste und zugänglichste von den dreien. Edna hingegen ist fast immer richtig schlecht gelaunt, weswegen ich sie auch Evil Edna nenne. Und White (aka Das Weiß) ist ein ehemals sehr imposanter und respekteinflößender Kerl, wunderschön mit weißem Brustfell und Krallen, aber durch diverse Krankheiten mittlerweile zu einem tolpatschigen und total verpeilten Riesenbaby geworden (er hat auf beiden Augen ausgereifte Katarakta und seit seiner heftigen Mittelohrentzündung im Januar eine mittelprächtige Kopfschiefhaltung. Und hören wird er demnach auch nicht mehr so gut. Wenn man was von ihm will, kann das schon mal dauern, bis er was rafft, der arme Kerl. Aber er ist trotzdem immer ganz gut drauf).

Die Sache mit Weela ist richtig schief gelaufen. Du hast recht, es wäre besser gewesen, ihr die Möglichkeit zum Rückzug zu geben, so wie bei den anderen auch, aber sie hatte sich zu Anfang wirklich wunderbar in die Gruppe eingefügt und auch sofort den Käfig angenommen. Außerdem ist sie eigentlich auch nicht so "heimatverbunden" wie Ruby z.B., die noch einige Nächte freiwillig allein in ihrem alten Zuhause verbracht hat. Aber ich hab die Situation offensichtlich falsch eingeschätzt.

Nun, wie gesagt, ich lass jetzt erstmal etwas Ruhe einkehren und werde dann im Laufe der übernächsten Woche mal weitersehen. Mit Kalimera war ich gestern beim Arzt; sie hat eine Mittelohrentzündung und ist ziemlich platt. Wie vermutet war ihr das wohl auch alles zu viel die letzte Zeit. Es ist gut, dass sie sich jetzt ein bißchen erholen können allesamt.

Hier mal jetzt noch ein paar Bilder:



Ruby (links) und Lenny, der alte Haudegen, beim kollektiven Brei-Essen. Ruby sah da noch deutlich besser aus als Lenny, der zu dieser Zeit grad seine letzte Zahnkorrektur hatte. Kurz darauf verlor sie aber massiv an Gewicht und hatte zum Schluß nur noch ca. 115 g auf den Rippen.

Das Bild entstand vor ca. einem Monat, also Anfang Februar. So schnell kanns gehen...




Das ist das letzte Bild von Ruby, vier Tage vor ihrem Tod. Da hat sie mal wieder ihre geliebte Sonnenblumenkern-Dose geentert. Das hat sie schon immer gern gemacht und liess es sich bis zum Schluß nicht nehmen, obwohl sie die Kerne schon gar nicht mehr wirklich fressen konnte. Aber dabei sein ist halt alles.



Links im Bild Kalimera, das bedauernswerte untere Degutier ist entweder Loretta oder Ruby (vermute, es ist Ruby). Und obendrauf "thront", natürlich - Lenny.
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