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Exotische Reptilien als Show-Accessoire

 
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8548
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BeitragVerfasst am: 17.11.2012 23:53    Titel: Exotische Reptilien als Show-Accessoire Antworten mit Zitat

Huhu,

wo Fach- und Sachkenntnis fehlt, da leiden stets die Tiere, wenn ihre Popularität zunimmt.
Eine perverse Stellung nehmen dabei die sogenannten "Exoten" ein, wobei Exoten hier als ein sehr subjektiver Begriff aufgefasst werden soll, der mit ungewöhnlich und die Aufmerksamkeit auf sich ziehend umschrieben werden kann. Es ist ein Begriff, der sein Zuhause im Boulevard und der Scheinwelt der Möchtegernprominenz feiert.

Früher waren es gefährliche Raubkatzen, Elefanten usw. die für Aufregung im tristen Alltag zu sorgen hatten und u.a. auch die römischen Gladiatorenspiele aufpeppten. Heute scheint es offenbar eine Mode zu sein, dass immer mehr Reptilien nachgefragt werden für Shows, Darbietungen, Photoshootings und andere Vorstellungen.

Ich habe jetzt im Schlangenforum einen zwar etwas älteren, aber m.E. sehr guten Beitrag zu diesem Thema gefunden, der mir auch wieder zeigt, dass es in der Terraristik sachverständige Personen haben, die sich intensiv genug mit der Materie zu beschäftigen um die Probleme dort ebenso aufzudecken, wie wir es hier bei den Kleinsäugern tun. Dort die verruchte Exotik, hier das leidige Kuscheltierimage von den anspruchslosen Schmusesubjekten.

Zitat:

In letzter Zeit häufen sich die Anfragen von Privatpersonen, die exotische Tiere für diverse Veranstaltungen buchen möchten.
Riesenschlangen stehen da auf der Wunschliste oft an erster Stelle. Deshalb möchte ich hier auf das Thema Schlangen etwas näher eingehen.

[...]

Sobald eine privat gehaltene Schlange aus ihrer gewohnten Umgebung (Terrarium) herausgeholt wird, bedeutet dies für das Tier Stress.
Nicht selten steht dann noch eine längere Anreise zum Einsatzort an, wo die Tiere dann schon ziemlich unterkühlt ankommen. Oft wartet das Tier am Einsatzort dann auch noch längere Zeit auf seinen „Auftritt“.

[...]

Auch habe ich selbst schon beobachtet, dass die Tiere dann im Publikum herumgereicht und dabei natürlich auch angefasst werden. Von solchen Praktiken kann ich nur abraten, da es entweder zu Bissverletzungen durch das Tier, oder auch zur Übertragung von Krankheiten kommen kann.
In diversen Schlangenshows konnte man auch schon mal beobachten, dass ein Tigerpython am Schwanzende festgehalten und wie ein Lasso geschwungen wurde. Für diese Art von Shows gibt es für mich nur einen Begriff. Tierquälerei.

Aus den genannten Gründen bitte ich doch jeden Schlangenhalter sich sorgsam zu überlegen, ob er sein Tier für eine Veranstaltung zur Verfügung stellen möchte.
Das Tier selbst hat letztendlich keine Wahl. Es ist von der Fürsorge des Halters abhängig.

Quelle: http://www.schlangenforum.ch/wbb2/thread.php?threadid=37887


Wenn ma sich die Argumentation durchliest, die ich hier jetzt natürlich nur teilweise zitiert habe mit den aus meiner Sicht interessantesten Passagen, lässt sich feststellen, dass die Probleme und Überlegungen in der Terraristik gar nicht so verschieden sind von den Überlegungen, die wir anstellen über artgerechte Haltung und dem Umgang mit den Tieren. Auch wenn ich in letzter Zeit den Eindruck habe, dass sich Berührungsängste und der Graben zwischen Reptilien- und Nagetierhalter verringert hat, da viele normale Tierhalter mittlerweile auch Reptilien halten und offener für beide Welten sind (und umgekehrt einige Terrarianer auch Gefallen insbesondere an exotischeren Kleinsäugern gefunden haben), so scheint mir dennoch, dass vielfach da ein Denken besteht, dass das zwei unvereinbare Welten wären, was mit der Diskussion pro/contra Nager als Futtertiere nochmals verschärft wird. Das Problem hier auch, dass das als Reizthema herhalten muss und ein natürlicherer Umgang oftmals nicht möglich scheint.
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