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Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen?
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8551
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 16.04.2013 09:20    Titel: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

Huhu,

mich würde interessieren insbesondere von unseren Meerschweinchenhalter, was ihre Erfahrungen und Eindrücke sind bei der Meerschweinchenernährung.

1. Welches sind die gängigen Irrmeinungen, welche immer noch verbreitet werden?
2. Welche Themen führen immer wieder zu Kontroversen unter Meerschweinchenhalter? Pellets? Frischfutter? Gemüse? Getreide?
3. Welche Themen beschäftigen euch aktuell?
4. Welche wichtigen Erfahrungen in der Ernährung von Meerschweinchen habt ihr gewonnen oder was findet ihr hierbei besonders wichtig?

Bei mir wird das Thema selber gerade wieder aktuell, da am Wochenende drei Schweinchen eingezogen sind.... das Schöne, ich bin endlich wieder mal mit der Tasche unterwegs, Grünzeugs sammeln.
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suntrek
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Anmeldungsdatum: 09.03.2013
Beiträge: 242
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 16.04.2013 12:04    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

Ich bin ja in einigen Foren. Was ich dort bemerke Getreide ist absolut böse bei sehr vielen also auf keinen Fall geben, da bin ich anderer Meinung und versuche auf zu klären.Beim Obst gibt es evt. bei Stienobst noch Konflikte genauso bei Äste. Was ich aber vorallem merke oft fehlt das Wissen bei welche Pflanzen von der WIese oder z.B. Schaumkraut und Labkraut werden als nicht fressbar genannt.
Ich selber beschäftige mich so vorallem mit Wildpflanzen da auch aktuell intensiv also mit Futterlisten in Foren gestalten (nun schon 3), meine Homepage und Pflanzenbestimmung mit Aufklärung also ob fressbar oder nicht.
Ich hoffe, dass hilft.
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Mit freundlichen Grüßen Jasmin und ihr tierischer Anhang.
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Miyavi
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Anmeldungsdatum: 14.04.2013
Beiträge: 139
Wohnort: Nähe Oldenburg (NDS)

BeitragVerfasst am: 16.04.2013 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

ich denke eines der größte Problem ist, dass viele Halter irgendetwas nachplappern ohne es wirklich zu hinterfragen, da sie davon ausgehen, dass die älteren User dort wissen was gut für die Schweinchen ist. Ging mir anfangs auch so

Am weitesten verbreitet dürfte, zumindest dort wo viele Züchter unterwegs sind, die Pelletsgabe oder ähnlcihem Zutatenmäßig für die Tiere eher minderwertigem Futters. Immerhin nicht mehr als Hauptfutter, aber ein Esslöffel oder mehr wird oft gegeben wenn ein höherer Energieverbrauch besteht (Trächtigkeit, Zuchttiere, Außenhaltung), so zumindest die Begründung. Auf die Idee es durch anderes Energiefutter wie Ölsaaten zu ersetzen kommt kaum einer. Die Liebhaberhalter machen es dann halt auch oft nach. Soll jetzt aber keine Anfeindung oder so darstellen, sondern ist einfach meine Beobachtung.

In einem anderen, von Züchtern eher wenig frequentiertem Forum, merkt man ganz klar den Einfluss einiger weniger Kaninchenhalter. Da wird ganz klar betotnt, dass 100g Gemüse nur das unterste Minimum sind und deutlich überschritten werden sollte. Ebenso gibt es vereinzelt Fragen zur Saatenfütterung, wobei ich da eher zu Ölsaaten und Haferflocken bzw. im Spelz, sowie Quinoa und Amarath tendieren würde.

Aktuell versuche ich etwas bezüglich fressbarer Wiesenpflanzen mit schönen Bildern zu finden. Falls jemand da was weiß, wer der Link schön damit meine Schweinchen bald mehr als die wenigen mir bekannten Arten bekommen können Very Happy

Welche Erfahrungen?

Hmm, also ich hab mich von unten hochgearbeitet. Erst leider das gute *Ironie* SUpermarkttrockenfutter eines sehr bekannten Herstellers aufgrund einer irreführenden Werbung mit ein bisschen Gemüse, dann mehr Gemüse, SuMaTroFu abgesetzt, dafür Pellets angeboten, Pellets entnervt weggeschmissen und noch mehr Gemüse, dann eingelesen und die Wiese hinterm Haus intensiver bearbeitet, danach im Winter Haferflocken, darauf eine Diät, Umstellung auf ad libitum (Heu, Zweige, Gemüse inkl. Grünzeug, Ölsaaten, Kräuter, Blätter, Blüten + ein bisschen Obst und wenn möglich viel Gras).

Jetzt bin ich beim letzten Punkt angekommen und denke, dass dies die bestmögliche Ernährung neben der Wiesenfütterung ist. Daher werde ich es auch beibehalten (zumindest wenn es draußen nicht mehr genug zu holen gibt)

Smile

lg
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suntrek
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Anmeldungsdatum: 09.03.2013
Beiträge: 242
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 16.04.2013 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Theam Wildpflanzen für Meerschweinchen. Arbeite ich gerde an einer Homepage, da ich sowas noch nicht gefunden habe. Hatte selber schon Probleme ws zu manchen Pflanzen zu finden.
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Mit freundlichen Grüßen Jasmin und ihr tierischer Anhang.
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8551
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 20.04.2013 01:08    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

1. Ich bin zwar in keinen Foren aktiv noch voll in der Szene drin, sondern tausche mich eher etwas am Rande mit Meerschweinchenhalter aus, aber was ich so mitbekomme an Mythen und Co. sind auch das beliebte Steinobst-Gerücht, bzw. je nach dem wird daraus auch Kernobst und je nachdem hat auch anderes Geäst noch Blausäure drin... jedenfalls scheint sich dieses Thema in diversen Abwandlungen sehr hartnäckig zu halten.
Dann was ich auch immer wieder höre, dass diverse Salate für Meerschweinchen schädlich seien, allen voran Kopfsalat... wir füttern Salat jedoch seit Jahren ohne schlechte Erfahrungen, andere wiederum warnen davon, dass die äusseren Salatblätter nitratbelastet seien und daher giftig... nun, auch da habe ich zumindest gewisse Fragezeichen, es ist aber sicher auch eine Frage des Augenmass... Salat ist nun mal kein Hauptfutter der Meerschweinchen und ich denke Probleme entstehen immer und vor allem dann und dort, wo versucht wird die natürliche Ernährung durch irgendwelche Ersätze zu umgehen und dann statt Wiese, Gras und Kräuter und Laub dann Gemüse und Salate und Co. die tägliche Hauptnahrung ausmachen.

Abnutzung der Zähne
Öfters gehört habe ich auch, dass (harte) Pellets, hartes Brot etc. die Zähne abnutzen oder dann sind es Rohfasern oder Äste... nun das Thema ist nicht ganz so einfach. Mit den Ästen ist es so eine Sache, laut Studien sollen sie kaum was zur Abnutzung der Zähne beitragen, andererseits scheinen darin enthaltene Lignine zumindest einen Einfluss auf die Schneidezähne haben. Soweit ich mich richtig erinnere, hatte Murx mal erklärt, dass sie richtig scharfe Hicke in die Zähne machen und zusammen mit dem Zähneklappern möglicherweise dazu beitragen könnten, dass die Nager ihre Zähne wieder schärfen. Bei überlangen Schneidezähne liegt oftmals das Problem jedoch woanders: bei zu langen Backenzähne und da hilft Rohfaser kaum oder nur bedingt, auch Äste sind da wahrscheinlich nicht erste Wahl. Am stärksten wirken sich Kieselsäuren sprich Silikate aus, welche in diversen Pflanzen vorhanden sind, allen voran frisches Gras (im getrockneten Zustand, sprich Heu sollen sie grosse Teile der Wirkung einbüssen), Schachtelhalme (getrocknet wie auch frisch) oder auch Brennessel usw. Das Problem bei den Backenzähnen, werden sie zu wenig abgenutzt, lässt sich das Maul weniger gut schliessen und die Schneidezähne nutzen sich in Folge weniger ab und können so länger wachsen.

Gefahren beim Grünfutter
Dann was auch immer wieder überbewertet wird, das ist das Thema Grünfutter sammeln, konkret was man alles nicht darf und was man alles beachten muss... Hundewiesen, Schadstoffbelastung, Giftpflanzen, die überall auf der Wiese lauern (könnten), Pflanzen gut abspülen (wenn es ginge wohl auch mit heissem Wasser, ist aber bei dem empfindlichen Grün witzlos, da es sonst gekocht wäre...) kurz es geht gerne dabei vergessen, dass mit all der Übervorsicht sich viele Halter allzu sehr einschränken und gewisse Gefahren auch irrational überbewerten. Beispiel Schadstoffe, auch gängiges Gemüse kann stark belastet sein oder mehr noch Kräuter oder Heu, bei dem sich viele wohl nicht so Gedanken machen, einerseits gibt es kaum Kontrollen, andererseits unterstehen diese nicht dem Lebensmittelrecht und somit gibt es weniger strenge Grenzwerte, wobei auch beim menschlichen Verzehr gibt es immer wieder Gemüse (vor allem auch Importware), die negativ auffält mit starken, oft Mehrfachbelastungen von Pestiziden und anderen Umweltgiften. Das Pikante dabei sind regelrechte Giftmix-Coctails, bei der sich zwar die Gifte innerhalb der jeweiligen zulässigen Werte befinden, aber durch die Kombination letztlich vermutlich problematischer sind, als wenn nur ein Gift in nennenswerten Mengen und vielleicht etwas über dem Grenzwert, nachweisbar wäre.

Calciumgehalt in Kräuter
Dann auch ein Thema, der liebe Calcium-Gehalt in diversen Kräutern, da zu hoch und schuld an Urinsteine und Co. Interessant dabei ist jedoch, dass bei einer Fütterung von frischen Kräuter offensichtlich der Calcium-Gehalt plötzlich kein Problem mehr ist, mehr noch, es scheint eher am fehlenden Wasser im Trofu zu liegen, dass einige Tiere offenbar Probleme mit dem Calcium-Gehalt haben, auch Studien lassen diese Vermutung zu (u.a. Studien um P. Wolf und Kamphues von der TiHo Hannover).

Umgang mit Giftpflanzen
Umgang mit Giftpflanzen ist ein weiteres Thema, das aber jetzt weniger spezifisch für Meerschweinchen ist. Hier merke ich, dass oft vorschnell aufgrund irgendwelchen Infos oder auch Gerüchten, gewisse Pflanzen vorsorglich verbannt werden vom Speisezettel. Davon sind nicht nur problematische Pflanzen (die auch als Giftpflanzen eingestuft werden, bzw als schwach bis mässig giftig) betroffen, die wir hier in den letzten Jahren vorsichtig einführten und mittlerweile auch eine gewisse Verbreitung gefunden haben, sondern auch teilweise langjährige und gute Futterpflanzen wie Ampfern (Oxalsäure), Klee/Sauerklee (Oxalsäure, je nach dem auch blähende Inhaltsstoffe... wobei beim Klee hatten wir das Thema problematische Sapponine auch schon, die unter gewissen Umständen tatsächlich Probleme verursachen können), Huflattich (PA), Löwenzahn (weisser Saft) usw.

2. Kontroversen stelle ich fest bei Pellets bzw. Trofu vs. Frifu, dann bei Gesundheitsthemen, hier konkret Calcium-Gehalt, Fütterung gewisser als giftig betrachteten Pflanzen (Salat, Kartoffel usw.)... Getreide wiederum scheint mir bei den Kaninchenhalter mehr ein Thema sein. Noch vor ein paar Jahren war dort die Stimmung recht extrem, wer irgend in einer Form Getreide oder Sämereien fütterte, war ein Tierquäler... mittlerweile hat sich, so mein Eindruck, dort die Situation etwas gemässigt und das Thema wird eher wieder differenziert betrachtet und es wird eher die einseitige und extreme Getreidefütterung kritisiert, denn die Fütterung von Getreide/Saaten an sich inklusive einer strikten Ablehnung beider.

3. Zwar jetzt nicht speziell auf Meerschweinchen bezogen, aber momentan beschäftigt mich das Thema Vitamine (hauptsächlich Vitamin D, aber auch Vitamin C) und Mineralstoffe (vor allem Calcium, Phosphor und Magnesium) und als zweites grosses Thema bin ich wieder bei der Verdauung gelandet, konkret beim Thema verdauliche Rohfaser, was gehört da alles dazu, wie genau werden sie verdaut im Darm und zu was werden sie verdaut und wie wichtig sind sie für den Darm? Meine ersten Erkenntnisse hier lassen den Schluss zu, dass das Thema in fast allen Foren und auch in der Tierliteratur allgemein hoffnungslos vernachlässigt wird. Das Thema verdauliche Faser scheint mir ausserordentlich wichtig, zumal gerade für Pflanzenfresser wie Meerschweinchen, aber auch Kaninchen, Degus, Chinchillas usw. wohl ihren Hauptteil ihres Energiebedarfs mit dieser Nahrungsquelle decken und es eben alles andere als karge und nährstoffarme Nahrung ist, die sie verdauen (selbst für Menschen, die eine weniger effiziente Faserverdauung haben). Der grosse irrtum liegt hier bei der Meinung, dass Fasern, da sie nicht von Enzymen im Dünndarm gespalten werden können und somit zu gross sind, dass der Dünndarm sie aufnimmt und dadurch unverdaut in den Dickdarm gelangen, heisst noch lange nicht, dass diese nun unverdaut den Dickdarm passieren und vom Körper verschmäht würden, im Gegenteil, sie werden dort vergärt (das weiss man zwar eigentlich) UND, das ist jetzt das Entscheidende, die Bakterien produzieren daraus flüchtige, kurzkettige Fettsäuren (sogenannte VFA oder SCFA), welche vom Dickdarm als eines der wenigen Produkte (neben Wasser und Elektrolyte) aufgenommen werden kann. Diese Fettsäuren tragen einen wesentlichen Anteil im zweistelligen Prozentbereich zum Energiehaushalt der Nagetiere (untersucht wurde das unter anderem bei Ratten) bei.
Natürlich mit einer natürlichen Ernährung mit Wiese und Wildpflanzen wäre es eigentlich gar nicht nötig sich mit den meisten von diesen Themen auseinanderzusetzen, aber da es für mich darum geht, besser die Zusammenhänge zu verstehen und den Leuten aufzuzeigen, die meinen, der Natur ein Schnippchen zu schlagen mit einer Alternative zur natürlichen Ernährung, dort ist es hilfreich, die Zusammenhänge besser zu verstehen und da spätestens werden viele wohl an den verdaulichen Fasern scheitern, entweder füttern sie zu wenig, weil sie zu reichhaltig (zuviel Stärke und Speicherkohlenhydrate, sprich Gemüse) oder zu karg (zuviel nährstoffarme und unverdauliche Kost wie minderwertiges Heu, nährstoffarme Pflanzen, alte Pflanzenteile und dergleichen) füttern. Natürlich haben auch die schwer- und unverdaulichen Fasern ihre Bedeutung, eher im medizinischen und prophylaktischen Bereich, so quasi als Medizin und Vorsorge gegen Probleme, auch putzen sie den Darm durch (sie beschleunigen ja die Darmpassage, da der Darm sie als nährstoffarm und Ballast einstuft -> schnell wieder raus damit und Platz für energiereicheres Futter machen).

4. Schwierig zu sagen, was ich für mich eine wichtige Erkenntnis fand, dass man Kartoffel(schale) füttern kann/darf und vor allem auch, dass das über Jahrtausende üblich in Südamerika war und es immer noch ist. Auch sehr interessant fand ich, als ich meine Schwester begleitete beim Sammeln von Vorräte für den Winter, dass sie Weide im Herbst abschnitt und zu Bündel schnürte, die sie dann draussen in der Kälte durch den Winter aurbewahrte und davon immer wieder etwas füttern konnte. Und jetzt nicht speziell auf Meerschweine bezogen, sehr interessant fand ich die Idee, dass man während warmen Tagen das Grünzeug für die Meerschweine in einer Kühlbox oder gar Kühlschrank (denkbar wäre hier wohl auch eine natürliche Kühlung à la Erdloch mit Verdunstungskälte) mehrere Tage frisch halten kann und es so möglich ist einmal grosse Mengen zu sammeln, die dann für längere Zeit halten... gerade wer berufstätig ist, wird diese Möglichkeit zu schätzen wissen.

Zitat:

Zum Theam Wildpflanzen für Meerschweinchen. Arbeite ich gerde an einer Homepage, da ich sowas noch nicht gefunden habe. Hatte selber schon Probleme ws zu manchen Pflanzen zu finden.

Das klingt interessant Smile. Gerade im Bereich der Wildpflanzen finde ich es gut und wichtig, wenn es hier mehr Infos gibt.
Apropos bei Fragen zu gewissen Pflanzen, kannst du gerne auch fragen. Einerseits haben wir uns hier einiges an Wissen über die Jahre angeeignet, andererseits habe ich über die Jahre einige gute Bücher mir angeschafft, die ich immer dann gebrauche, wenn ich sonst nicht weiterkomme oder eine Alternative zu dem, was das Internet hergibt, möchte. Auch andere Halter haben teils beachtliche Bibliotheken zuhause und teilen dieses Wissen gerne und je nach dem, mache auch ich gerne immer wieder mal Gebrauch davon.

Zitat:

ich denke eines der größte Problem ist, dass viele Halter irgendetwas nachplappern ohne es wirklich zu hinterfragen, da sie davon ausgehen, dass die älteren User dort wissen was gut für die Schweinchen ist. Ging mir anfangs auch so

Absolut, dem kann ich nur zustimmen. Mir ging es in den Anfängen übrigens auch nicht anders. Was auf mich damals auch etwas irritierend wirkte, als meine anfänglichen grossen Vorbilder im Bereich Ernährung, sich nicht weiterentwickelten und ich mit Ernüchterung feststellen musste, dass ich deren Platz einnahm und getrieben von meiner Neugier plötzlich mich in der Situation befand, dass ich mir ausserhalb des Forums (Deguforum) nach guten Infoquellen Ausschau halten musste. Das waren einerseits Fachbücher insbesondere über Nutztierernährung, andererseits fand ich glücklicherweise nach etwas Suche ein gutes Chinchillaforum, da interessanten Austausch bot und das Degupediaforum entwickelte sich glücklicherweise zu jener Zeit auch langsam zu einer Anlaufstelle für interessante Ernährungsdiskussionen.

Zitat:

Aktuell versuche ich etwas bezüglich fressbarer Wiesenpflanzen mit schönen Bildern zu finden. Falls jemand da was weiß, wer der Link schön damit meine Schweinchen bald mehr als die wenigen mir bekannten Arten bekommen können

Tief hängende Früchte kann ich leider nicht anbieten, aber in unserer Wiki sind viele Beiträge schön bebildert, man könnte grundsätzlich hier auch eine umfangreichere Liste erstellen. Falls du aber mitwirken möchtest oder dir in der Wiki eine persönliche Liste anlegen willst, müsste ich dich zuerst freischalten. Das passiert nicht automatisch.
Zudem habe ich viele unveröffentlichte Fotos, bei denen mir bisher die Zeit fehlte, sie irgendwie online zu stellen... mein Fotoarchiv zählt mehrere 10 000 Fotos, die überwiegende Mehrheit sind Pflanzenfotos, die ich von Reisen, Spaziergänge und Besuche botanischer Gärten, Parks usw. gemacht habe.
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lola_keks
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Anmeldungsdatum: 20.04.2013
Beiträge: 25
Wohnort: osnabrück

BeitragVerfasst am: 20.04.2013 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

schließe mich da suntrek an.
was ich auch erlebt habe, alle denken was auf diebrain steht ist gesetz.
dabei,wenn ich mir die futterliste dort anschaue ist vieles nicht richtig bzw auf dem falschen stand. zB steht dort man soll petersilie nicht an schwangere tiere verfüttern. solange man es nicht tonnenweise gibt, ist es allerdings nicht wehenfördernd. außerdem steht bei giftiges grünzeug gunderman und jakobskreuzkraut. beides in geringen menge,selten und im gemisch verfütterbar!
ich möchte die seite ja nicht in frage stellen, sie ist eine gute grundlage für meerschweinchenhalter aber bei der futterliste sind doch einige lücken!
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suntrek
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Anmeldungsdatum: 09.03.2013
Beiträge: 242
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 20.04.2013 16:21    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

davX hat Folgendes geschrieben:
Calciumgehalt in Kräuter
Dann auch ein Thema, der liebe Calcium-Gehalt in diversen Kräutern, da zu hoch und schuld an Urinsteine und Co. Interessant dabei ist jedoch, dass bei einer Fütterung von frischen Kräuter offensichtlich der Calcium-Gehalt plötzlich kein Problem mehr ist, mehr noch, es scheint eher am fehlenden Wasser im Trofu zu liegen, dass einige Tiere offenbar Probleme mit dem Calcium-Gehalt haben, auch Studien lassen diese Vermutung zu (u.a. Studien um P. Wolf und Kamphues von der TiHo Hannover).


Genau dort entsteht in den Foren wo ich bin auch oft eine Diskussion. Als Beispiel Petersilie hat einiges an Calcium, aber auch über 50% Wasser soweit ich weiß. Also werden soweit ich weiß die Blase durchgespült wird durch den Gehalt an Wasser. Trotzdem entsteht bei solchen Sachen wo ich sage auch täglich verfütterbar (alle wollen ja meisten eine Fütterungsempfehlung habe) eine Diskussion, da die ja so viel Calcium enthält. Diesen Mhytos lese ich oft. Genauso, dass Blausäure auch in Ästen und Blättern wären.

davX hat Folgendes geschrieben:
Umgang mit Giftpflanzen
Umgang mit Giftpflanzen ist ein weiteres Thema, das aber jetzt weniger spezifisch für Meerschweinchen ist. Hier merke ich, dass oft vorschnell aufgrund irgendwelchen Infos oder auch Gerüchten, gewisse Pflanzen vorsorglich verbannt werden vom Speisezettel. Davon sind nicht nur problematische Pflanzen (die auch als Giftpflanzen eingestuft werden, bzw als schwach bis mässig giftig) betroffen, die wir hier in den letzten Jahren vorsichtig einführten und mittlerweile auch eine gewisse Verbreitung gefunden haben, sondern auch teilweise langjährige und gute Futterpflanzen wie Ampfern (Oxalsäure), Klee/Sauerklee (Oxalsäure, je nach dem auch blähende Inhaltsstoffe... wobei beim Klee hatten wir das Thema problematische Sapponine auch schon, die unter gewissen Umständen tatsächlich Probleme verursachen können), Huflattich (PA), Löwenzahn (weisser Saft) usw.


Ich habe in einem Forum schon den Fall aktuell, dassman sagt Schaumkraut ist nicht bzw. sollte man nicht erfüttern wegen den Senfglykosiden. Das man Schaumkraut nicht füttern soll oder das es gar giftig ist findet man oft. Dann wieder aufzuklären ist teils unmöglich.
Ich werde oft angemacht wie kann ich nur Gundermann, Ehrenpreis und Co füttern die sind doch giftig. Es macht ja immer die Mischung aus als Alleinfuttermittel wäre eigentlich alels auf Dauer problematisch.


davX hat Folgendes geschrieben:
3. Zwar jetzt nicht speziell auf Meerschweinchen bezogen, aber momentan beschäftigt mich das Thema Vitamine (hauptsächlich Vitamin D, aber auch Vitamin C) und Mineralstoffe (vor allem Calcium, Phosphor und Magnesium) und als zweites grosses Thema bin ich wieder bei der Verdauung gelandet, konkret beim Thema verdauliche Rohfaser, was gehört da alles dazu, wie genau werden sie verdaut im Darm und zu was werden sie verdaut und wie wichtig sind sie für den Darm? Meine ersten Erkenntnisse hier lassen den Schluss zu, dass das Thema in fast allen Foren und auch in der Tierliteratur allgemein hoffnungslos vernachlässigt wird. Das Thema verdauliche Faser scheint mir ausserordentlich wichtig, zumal gerade für Pflanzenfresser wie Meerschweinchen, aber auch Kaninchen, Degus, Chinchillas usw. wohl ihren Hauptteil ihres Energiebedarfs mit dieser Nahrungsquelle decken und es eben alles andere als karge und nährstoffarme Nahrung ist, die sie verdauen (selbst für Menschen, die eine weniger effiziente Faserverdauung haben). Der grosse irrtum liegt hier bei der Meinung, dass Fasern, da sie nicht von Enzymen im Dünndarm gespalten werden können und somit zu gross sind, dass der Dünndarm sie aufnimmt und dadurch unverdaut in den Dickdarm gelangen, heisst noch lange nicht, dass diese nun unverdaut den Dickdarm passieren und vom Körper verschmäht würden, im Gegenteil, sie werden dort vergärt (das weiss man zwar eigentlich) UND, das ist jetzt das Entscheidende, die Bakterien produzieren daraus flüchtige, kurzkettige Fettsäuren (sogenannte VFA oder SCFA), welche vom Dickdarm als eines der wenigen Produkte (neben Wasser und Elektrolyte) aufgenommen werden kann. Diese Fettsäuren tragen einen wesentlichen Anteil im zweistelligen Prozentbereich zum Energiehaushalt der Nagetiere (untersucht wurde das unter anderem bei Ratten) bei.
Natürlich mit einer natürlichen Ernährung mit Wiese und Wildpflanzen wäre es eigentlich gar nicht nötig sich mit den meisten von diesen Themen auseinanderzusetzen, aber da es für mich darum geht, besser die Zusammenhänge zu verstehen und den Leuten aufzuzeigen, die meinen, der Natur ein Schnippchen zu schlagen mit einer Alternative zur natürlichen Ernährung, dort ist es hilfreich, die Zusammenhänge besser zu verstehen und da spätestens werden viele wohl an den verdaulichen Fasern scheitern, entweder füttern sie zu wenig, weil sie zu reichhaltig (zuviel Stärke und Speicherkohlenhydrate, sprich Gemüse) oder zu karg (zuviel nährstoffarme und unverdauliche Kost wie minderwertiges Heu, nährstoffarme Pflanzen, alte Pflanzenteile und dergleichen) füttern. Natürlich haben auch die schwer- und unverdaulichen Fasern ihre Bedeutung, eher im medizinischen und prophylaktischen Bereich, so quasi als Medizin und Vorsorge gegen Probleme, auch putzen sie den Darm durch (sie beschleunigen ja die Darmpassage, da der Darm sie als nährstoffarm und Ballast einstuft -> schnell wieder raus damit und Platz für energiereicheres Futter machen).


Das, das enorm vernachlässigt wird empfinde ich auch.

Zitat:
Das klingt interessant Smile. Gerade im Bereich der Wildpflanzen finde ich es gut und wichtig, wenn es hier mehr Infos gibt.
Apropos bei Fragen zu gewissen Pflanzen, kannst du gerne auch fragen. Einerseits haben wir uns hier einiges an Wissen über die Jahre angeeignet, andererseits habe ich über die Jahre einige gute Bücher mir angeschafft, die ich immer dann gebrauche, wenn ich sonst nicht weiterkomme oder eine Alternative zu dem, was das Internet hergibt, möchte. Auch andere Halter haben teils beachtliche Bibliotheken zuhause und teilen dieses Wissen gerne und je nach dem, mache auch ich gerne immer wieder mal Gebrauch davon.

Ich habe noch nicht so viele Bücher. Da einige Leute ja unbedingt fütterungsempfehlungen haben möchte und sonst andauerng efragt wird mache ich halt auch täglich, selten usw. Ich richte mich nur zum Teil an an den Inahtlstoffen wie oft mans ie geben kann, aber was ich auch zu einem großen Teil einbinde was sind die Erfahrungen mit dieser Pflanze. Ich selber habe ja verscheidene Gruppen hier an Tieren vorallem bei den Kaninchen einmal eine die rationiert Wiese bekommt und einmal die naturnah ernährt wird. Ähnlich bei Meerschweinchen, da habe ich fürher bei meiner gruppe rationiert Wiese gegeben. Da die meisten ja rationiert füttern mache ich die Fütterungsempfehlungen auch dafür. Wenn man naturnah füttert kann man ja eigentlich alles geben und die Mengen ändern sich. Ob ich eine pflanze als füttrbar darstelle entscheide ich eigentlich immer dabei auch wie nehmen meine naturnah ernährten Tiere die Pflanzen an. Ich vertraue gerade den Kaninchen bei mir bei der Selektion einiges an.
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Sasse
Süchtig


Anmeldungsdatum: 02.11.2013
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 03.11.2013 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hoffe, ich nerv mittlerweile nicht mit meinem Threadausgegrabe.
Aber ich möchte meine Meinung zu dem ganze Fütterungsdrama auch los werden.
Als ich angefangen hab, mich intensiv mit der Fütterung auseinanderzusetzen, waren die ersten Ratschläge/Richtlinien
- kein Getreide, absolut gar nie
- keine Steinobst Blätter, Äste, Früchte, keine Walnussäste
- Wiese dringendst aussortieren, was wie wo und die Zusammensetzung muss genau passen, sonst wird das nix
- Nix nasses Füttern, weil sofortige Blähungen
- Im Prinzip darf man Wiese nur aus dem eigenen katzen und hundefreien Garten holen
- Gemüse klein schnibbeln, weil wegen Streit
- IMMER Heu haben, frühs nur Heu, paar Stunden später erst Frisches

Joa, ich glaub das war so der Großteil.
Das einzige, an das ich mich noch annähernd halt, ist das mit dem Getreide. Gibts bei mir Herbst bis anfang Frühling, aber da auch nur grüne Ähren und Haferflocken.
Andere Saaten und Körner (ebenfalls Herbst+Winter): Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Apfel- und Birnenkerne heb ich extra auf, diverse Kräutersamen.
Aber auch nicht regelmäßig, sondern mehr so "achja, Saaten. Hm nimmst mal wieder ne handvoll mit raus zu den Viechern"

Fütterung im Sommer:
Wiese ad lib. Ich schlepp pro Tag ca eine große Stofftasche an. Mal von der einen Wiese, mal von ner anderen, mal vom Wegrand.
Ich achte nicht darauf was ich pflück. Am meisten Gras, aber was sonst noch in der Tüte landet? Ich hatte noch nie ein Problem wegen Wiesenfütterung. Und wenns nass is, ist es nass. Schmeiß ich trotzdem ins Gehege
Außerdem sämtliche Äste aus dem Garten (Kirsch, Sauerkirsch, Wal-&Haselnuss, Pfirsich, Apfel, Himbeere, Johannisbeere, Erdbeere und was ich noch find)
Und evtl. noch "Küchenabfälle", also Salatblätter, Karottenschalen, Apfelhäuser, etc.

Ab Herbst Äpfel (jeden Tag einen, wenn ich dran denk), Birnen, wenn ich an nem Baum vorbeikomm und Ende Oktober fang ich mit Gemüse an.
V.a. Karotten und Sellerie, die Viecher sollen zunehmen.
Das nächste was es gibt ist Wirsing (soll viel wichtige Inhaltsstoffe haben? Aber sie fressens erstens nicht in Mengen und zweitens nur wenns nix anderes mehr gibt) und Paprika (VitaminC)
Heu gibt es, wenn ich auf den Wiesen nichts mehr finde

Im Winter hab ich schon bissl was durch:
- rationiert, auf mehrere Fütterungen aufgeteilt, Heu als Grundlage
- ad lib Gemüse und Heu (NIE wieder, so viel Gemüse hab ich nie zuvor weggeworfen, hab ja Kaltstall im Winter, friert alles ein)
- Mittelding: Wurzelgemüse, was nicht leicht einfriert in großen Mengen, sodass Minimengen bei der nächsten Fütterung noch da waren; Salate, Paprika und andere schnell-frierende Sorten rationiert; Heu ad lib
Dieses Jahr werde ich im Winter wohl wieder die Mischvariante nehmen...

Meine Beobachtungen sind, dass ich es immer schlechter mache, je mehr ich darauf achte, wie ich genau füttere.
Wenn ich anfang, nur noch Pflanzen zu füttern, die ich 100% kenn, haben meine Meerschweinchen Lustlosigkeit, weniger Bewegungsdrang, die eine gast leicht auf. Da fehlt dann wohl irgendeine Pflanze...
Wenn ich beim Gemüse Verhältnismäßig auf Stoffzusammensetzungen achte, kann ich damit rechnen, dass mindestens eine Durchfall hat. Oder aufgast. Wenn ich dagegen mir als Vorgaben nur min. Paprika, 1Wurzelgemüse, 1Kohl, 1Salat, 1Obst setze, kommt was bei raus, mit dem alle leben können.

Okay, langer Rede, kurzer Sinn: Wenn man mal ein Grundverständnis für die Tiere und deren Ernährung hat, sollte man einfach machen, ohne groß nachzudenken.
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8551
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 05.11.2013 11:35    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

Zitat:

Ich hoffe, ich nerv mittlerweile nicht mit meinem Threadausgegrabe.

Nur zu. Das ist gut... sonst mache ich das jeweils Wink.
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BeitragVerfasst am: 06.11.2013 14:05    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

Zitat:

Als ich angefangen hab, mich intensiv mit der Fütterung auseinanderzusetzen, waren die ersten Ratschläge/Richtlinien
- kein Getreide, absolut gar nie
- keine Steinobst Blätter, Äste, Früchte, keine Walnussäste
- Wiese dringendst aussortieren, was wie wo und die Zusammensetzung muss genau passen, sonst wird das nix
- Nix nasses Füttern, weil sofortige Blähungen
- Im Prinzip darf man Wiese nur aus dem eigenen katzen und hundefreien Garten holen
- Gemüse klein schnibbeln, weil wegen Streit
- IMMER Heu haben, frühs nur Heu, paar Stunden später erst Frisches

Das meiste davon war mir zwar bekannt, aber ein paar von diesen Behauptungen finde ich jedoch schon interessant, z.B. die Sache mit dem Walnuss.
Was Getreide angeht, wir füttern praktisch samenfrei, also nicht nur kein Getreide, sondern auch andere Sämereien gibt es praktisch keine... kleine Ausnahme, alles was auf der Wiese Samen macht und... Kürbiskerne. Letztere hatte ich getrocknet und eher mal als Jux angeboten. Sie kamen sehr gut an, daher werden sie jetzt verfüttert so quasi als Leckerbissen zwischendurch.

Zitat:

- ad lib Gemüse und Heu (NIE wieder, so viel Gemüse hab ich nie zuvor weggeworfen, hab ja Kaltstall im Winter, friert alles ein)

Ja sag nix... das mit dem gefrorenen Gemüse kenn ich auch. Augenrollen
Wir fütterten in der Aussenhaltung jedoch vor allem tagsüber und nicht zuviel, bzw. am Abend was und am Morgen, damit nicht zu viel übrig blieb, das gefrieren konnte. Apropos wie machst du das eigentlich mit dem Wasser? Bietest du was extra an und wie hältst du die Behälter frostfrei?

Zitat:

Okay, langer Rede, kurzer Sinn: Wenn man mal ein Grundverständnis für die Tiere und deren Ernährung hat, sollte man einfach machen, ohne groß nachzudenken.

Ja das sehe ich auch so. Wobei ich finde es auch wichtig, dass man sich am Anfang eben die Zeit nimmt, auszuprobieren, sich genau mit der Sache auseinanderzusetzen, ja ich würd sogar sagen, wenn jemand seine Tiere anfänglich restriktiv füttert und damit dann Probleme bekommt, dann sind das oft auch wertvolle Erfahrungen, da man auf Erfahrungen von verschiedenen Fütterungsweisen zurückgreifen kann.
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Sasse
Süchtig


Anmeldungsdatum: 02.11.2013
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 06.11.2013 20:30    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

Gut, dass ich nicht nerv Very Happy

Also an Sämereien gibt es bei mir auch wenig. Kürbiskerne mögen meine auch, aber soo oft haben wir auch keinen Kürbis.
Das einzige, was es hier ab Herbst bis Frühjahr regelmäßig gibt, sind Sonnenblumenkerne. Ich hab ein Teddy/Rex-Meerschweinchen und im WInter ohne die Wiese hat die Dame extrem trockene Haut, die sie juckt. Und als ich gelesen hab, dass die Öle in Sonnenblumenkernen helfen sollen, hab ich´s ausprobiert. Es hilft, also bekommt sie spätestens alle 2 Tage was (aus der Hand). Die 2 anderen sind zu scheu um sowas kleines aus der Hand zu fressen, werden aber schnell eifersüchtig und zanken dann mit dem Rex/Teddy. Deshalb gibts eben 1-2mal die Woche auch was auf 2-3 Näpfe.

Ich hab das Problem, dass ich nachmittags oft erst spät heimkomm und im Winter ists dann eilweise schon dunkel. Eine Fütterung kann ich meiner Familie aufdrücken, aber mehr ergessen die dann. Da muss ich mal schauen, wie ich meine Morgenfütterung einpendel.
Wasser...frag nicht! Ich hab ne Rotlichtlampe (rel. weit oben, als "Raumheizung", weil sich meine alten Damen letzten Winter sonst nur noch zum Fressen bewegt haben). Ich stell das Wasser (Napf) direkt in die Mitte vom Lichtkegel. Damit ists dann nach nem halben Tag nur am Rand etwas gefroren (und es kann sich nicht nochmal ein Schwein verbrennen... wobei das bei der Höhe jetzt eh unmöglich sein dürfte). Außerdem hab ich einen 500ml Napf, der hat nen großen Durchmesser und ich leg dann was kleines, schwimmendes rein als eisfreihalter. Eingefüllt wird zweimal täglich lauwarm, eher in Richtung kalt. Dadurch wird gleich am Anfang das wärmere Wasser getrunken und dann bis zum nächsten Wechsel kaum noch (hab mal Videoaufnahmen von ganzen Tagen gemacht)

Deshalb hab ich absichtlich das Grundverständnis genannt. Am Anfang braucht man einfach einen "Plan", eine Orientierung Smile
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Miyavi
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Anmeldungsdatum: 14.04.2013
Beiträge: 139
Wohnort: Nähe Oldenburg (NDS)

BeitragVerfasst am: 07.11.2013 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Leute,

kurze Frage zu Grünhopper für Meerschweinchen.

Ich brauche 2 große Tüten um bis nächstes Jahr hinzukommen.

Welche würdet ihr wählen?
Außer Adult, da das nicht so der Hit war.

Und kann ich auch Leinflocken verfüttern?

lg Denise
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Sasse
Süchtig


Anmeldungsdatum: 02.11.2013
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 07.11.2013 23:37    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

Grünhopper kenne ich nicht.
Mit Leinsamen hätte ich persönlich keine Bedenken. Nur nicht übermäßig viel sondern eben wenig. Wie aalle Sämereien, die ich füttere Smile
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suntrek
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BeitragVerfasst am: 08.11.2013 14:41    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

Ich hab edas Winter hier zu hause. Suchte eigentlich nur was wo nur getrocknetes ist ohen Saaten ud so, da ich es anbiete aber nun habe ich Winter hier. hatte atkuell nicht so viel Geld da. Mich würde Plantago interessieren auch wenn ich mal nich tgenug getrocknet habe nur wenn muss ich nachfrgaen, ob 5kg auch gehen denn online steht als Großpackung 3kg und das reicht nicht so lange hier.
Denn ich biete selber noch von Union Stukrtur Gold und Saaten (z.B. Quiona, Sesam, Sonnenblumenkerne, Hirse,Lein, futterhanf, Buchweizen usw) an.

Leinflocken hatte ich schonmal gegegebn,aber Leinsamen und Flocken sind nicht der hit.
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Mit freundlichen Grüßen Jasmin und ihr tierischer Anhang.
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davX
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Beiträge: 8551
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BeitragVerfasst am: 08.11.2013 19:53    Titel: Re: Meerschweinchenernährung - Empfehlungen und Mythen? Antworten mit Zitat

Wir hatten das Thema Grünhopper hier mal relativ gründlich diskutiert, Miriam hatte damals m.E. ziemlich gut die Sache zusammengefasst und auch einige berechtigte Bedenken geäussert:
http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=22832&highlight=gr%FCnhopper#22832

In Folge gab es weitere Beiträge in jenem Thread, ich liste hier jetzt nur ein paar wenige...:
http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=22843&highlight=gr%FCnhopper#22843
http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=22895&highlight=gr%FCnhopper#22895
http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=22911&highlight=gr%FCnhopper#22911

Und etwas unkritischer hatten wir es hier mal als Winterfutter:
http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=2874&highlight=gr%FCnhopper

Was mir halt immer noch nicht passt ist vor allem die Art und Weise, wie sie ihre Produkte bewerben. Soweit ich es beurteilen kann ist die Werbung insgesamt, bzw. die Art und Weise wie sie werben, die Produktenamen und die Aufmachung das, wovon sie sich von der Konkurrenz abheben und eben, ich finde es nicht unbedingt sinnvoll, auch wenn die Marketing- und Werbegurus davon hin und weg sein müssten, wie toll das umgesetzt wurde. Von der Quali her und was sie so bieten für die Tiere hab ich den Eindruck gibt es bessere Anbieter oder solche die zumindest ebenso gut sind. Die Namen sind mittlerweile zahlreich und je nach individuellen Vorlieben unterscheiden sich da letztlich auch die Geschmäcker, z.B. Kaninchenwerkstatt, Hasenhaus im Odenwald, Hansemann, Futterparadies,... um jetzt nur mal ein paar bekanntere zu nennen.

@Sasse
*g* das mit dem Rotlicht ist aber auch eine interessante Idee. Ich kenne das sonst nur aus Zoos!
Unsere Schweine bewegten sich im Winter auch weniger. Interessant war aber, dass es ihnen passte, wenn man ihnen draussen Stroh als Einstreu gab auf den Boden und darauf schaute, dass möglichst wenig Schnee auf den Boden kam. Teilweise bahnten sie sich dann Wege durch den Schnee, wobei allzu hoch durfte der Schnee nicht sein, sonst mochten sie es gar nicht und bei Schnee blieb der grösste Teil des Geheges ungenutzt.

Zitat:

Eingefüllt wird zweimal täglich lauwarm, eher in Richtung kalt. Dadurch wird gleich am Anfang das wärmere Wasser getrunken und dann bis zum nächsten Wechsel kaum noch (hab mal Videoaufnahmen von ganzen Tagen gemacht)

Wow das tönt interessant. Sind die Videoaufnahmen im Zeitraffer oder hast du das mit Bewegungsmelder gemacht oder normal einfach aufgenommen, so wie auf einer Überwachungskamera?
Man sagt, warmes wasser kühlt sich stärker ab bei Kälte als kaltes Wasser wegen der Verdunstungsenergie.
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