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greeneye Nager-Erforscher
Anmeldungsdatum: 19.04.2006 Beiträge: 29 Wohnort: Mönchengladbach
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Verfasst am: 28.05.2007 18:03 Titel: |
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Nö, nicht wegen dem Interesse - nur weil der andere n a s s war!
Dafür bräuchte Banshee doch mehr als nur Interesse, oder?
Gewogen habe ich sie noch nicht - möchte sie auch gerne noch ein paar Tage in Ruhe lassen, weil sie vorgestern einem Stress ausgesetzt waren, der schon an Tierquälerei grenzt... Bevor sie bei mir ankamen, mussten sie in einem 20x30 Vogelkäfig hocken, wurden diverse Km hin und her transportiert, noch 3 x aus dem Minikäfig gefischt und (unsachgemäß) auf ihr Geschlecht untersucht. Dabei sind 3 der Kleinen entkommen und durch die Wohnung gejagt worden. Wasser hatten sie während der ganzen Aktion auch nicht. Ob sie anfangs Futter hatten, kann ich nicht sagen.
Als sie bei mir ankamen, waren sie schon so hysterisch, dass sie mir die Hände regelrecht perforiert haben, obwohl ich es wirklich ruhig angehen ließ...
Was sollte ich denn aus dem momentanen Gewicht schließen? _________________ OCT6f5m3hE+++E!! |
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Octodon Gast
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Verfasst am: 28.05.2007 18:30 Titel: Re: Einfluss der Gruppengröße auf Aggressionen |
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Ähm... Ejakulat besteht nicht nur aus Samenzellen
Wegen des Gewichts: Darüber definiert sich die Rangfolge. In den allermeisten Fällen (in den mir bekannten Fällen ca. 98-99%) ist das schwerere (bzw. in Gruppen schwerste Tier) gleichzeitig auch das Alphatier. Hast Du zwei Degus mit einem Gewicht, das relativ nahe beinander liegt, wird es dort ofter mal Zwistigkeiten geben. Das unterlegene Tier verliert an Gewicht, während das ranghöhere sich derbe einen Ranzen zulegt. Vor allem, um gegen zukünftige Angriffe besser gewappnet zu sein, denn die kosten viel Kraft.
Wahrscheinlich wird Manni gewichtsmäßig zulegen, wenn die Kleinen im Rahmen ihrer Entwicklung die Distanz verringern.
Meine Faustregel bei erwachsenen Tieren: je höher die Distanz zwischen den Gewichten und je konstanter auch das Gewicht der einzelnen Tiere (abzüglich Winterspeck, der darf nicht berücksichtigt werden), desto eindeutiger ist die Rangfolge: klar und stabil.
Das ist etwas, das jetzt zwar noch nicht von Bedeutung ist bei den Minis, aber die Entwicklung solltest Du gut dokumentieren. Und auch Mannis Gewicht im Blick behalten (und da sich nicht nur aufs Augenmaß verlassen). |
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greeneye Nager-Erforscher
Anmeldungsdatum: 19.04.2006 Beiträge: 29 Wohnort: Mönchengladbach
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Verfasst am: 28.05.2007 18:58 Titel: Re: Einfluss der Gruppengröße auf Aggressionen |
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Octodon hat Folgendes geschrieben: | Ähm... Ejakulat besteht nicht nur aus Samenzellen
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Bin ich schon so alt, dass ich das vergessen habe?!
Was du da zum Thema "Gewicht und Rangfolge" schreibst, finde ich jetzt richtig interessant. Es entspricht ganz genau meinen früheren Überlegungen und Erfahrungen bei den anderen Gruppen - aber gelesen habe ich das so noch nie! Und im Forum braucht man solche Fragen leider schon seit längerem nicht mehr zu stellen, weil niemand sonst "Verhaltensforschung" betreibt...
Jedenfalls könnte man also tatsächlich einen ungefähren "Knallzeitpunkt" anhand der Gewichtsdifferenzen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit voraussehen... Bestechend logisch und mögliche Erklärung für vieles! _________________ OCT6f5m3hE+++E!! |
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Tina01 Freak

Anmeldungsdatum: 07.03.2007 Beiträge: 329 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 12.10.2007 09:42 Titel: Re: Einfluss der Gruppengröße auf Aggressionen |
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Octodon hat Folgendes geschrieben: | Meine Faustregel bei erwachsenen Tieren: je höher die Distanz zwischen den Gewichten und je konstanter auch das Gewicht der einzelnen Tiere (abzüglich Winterspeck, der darf nicht berücksichtigt werden), desto eindeutiger ist die Rangfolge: klar und stabil. |
Das habe ich auch so beobachtet.
Ich hatte 2 Deguweibchen, die sich auch mit 1,5 Jahren noch wie ein Ei dem anderen glichen. Sie waren genau gleich gross und gleich schwer. Und die Rangfolge war einfach nie stabil. Als ich dann noch versuchte, ein Jungweibchen zu ihnen zu vergesellschaften, verkrachten sie sich endgültig.
Meine beiden alten Weibchen verstanden sich von der 1. Minute an und hatten in den letzten 2 Jahren nicht eine einzige Jagerei oder Beisserei. Die eine ist zwar nicht so sportlich aber gross und dick. Zudem ist sie extrem zutraulich zu uns Menschen.
Die andere ist schlank, sehr sportlich und sehr scheu.
Bei einem Kampf hätte die Dicke keine Chance gegen die Schlanke. Aber wenn Dickerchen der anderen von hinten auf den Rücken steigt (aufreitet), geht diese sofort zur Seite und muckt nicht auf. Nur beim Futter muss die Dicke weichen, weil die Schlanke extrem futterneidisch ist. Aber auch dort kommt es zu keinen Beissereien sondern bleibt beim Geschrei.
Ähnlich war es mit einem alten, schmächtigen Chinchilla-Weibchen, das sich einfach nicht mit anderen Chinchis vergesellschaften liess, weil sie so agressiv war. Ein verängstigtes Jungtier adoptierte sie jedoch vom Fleck weg und schüpfte in die Mutterrolle. _________________ Liebe Grüsse
Simone
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