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Badesand aus "schamottiertem" Ton?

 
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8552
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 18.08.2015 07:00    Titel: Badesand aus "schamottiertem" Ton? Antworten mit Zitat

Hallo zuammen,

Gabi hatte mich kürzlich auf eine interessante Idee aufmerksam gemacht und ich hatte sie dann gefragt, ob ich das öffentlich machen dürfe. Ich denke, das könnte doch eine interessante Sache sein:

Piggilotta hat Folgendes geschrieben:

Beim Töpfern hat man verschieden "schamottierten" Ton, für verschiedene Aufgaben: Schamotte sind gebrannte, vermahlene Tonteilchen, auf der Packung sind die Menge und die Mahlgrösse angegeben (z.b. 25% 0,5-1,5mm). Je gröber desto stabiler, man kann Rissfrei hohe Gefässe bauen, auch Laien, denn es "arbeitet" weniger.
Unschamottierter Lehm wird z.b. zum Drehen genommen (das mit der Drehscheibe, mit beiden Händen einen Klumpen hochziehen), ist was für Profis, für Laien nicht so gut, weil man das Material viel besser "kennen und verstehen" muss. (Sonst fällt es um, reisst, flutscht weg..).


Ich muss sagen, dass ich mich bisher mit Töpfern und Ton nicht gross auseinandergesetzt habe und das mit der Schamotte war mir ehrlich gesagt neu, welchen Einfluss die auf den Ton hat. Auch habe ich, als ich damals Lehm/Ton nutzte für mein Deguaussengehege, mich nicht gross damit auseinandergesetzt. Ich kaufte einfach Lehm/Ton, was ich gerade fand und habe nie gross darüber nachgedacht, dass es da grössere Unterschiede gibt, mal abgesehen vom Reinheitsgrad, der beispielsweise bei natürlichem Lehm oft nicht so gut ist, was natürlich der Töpferarbeit nicht zuträglich ist und beim Brennen Sprünge verursachen kann, wenn zum Beispiel da ein kleinen Steichen eingeschlossen ist.

Jedenfalls war da noch die Idee, dass man solchen Ton als Badesand nutzen könnte. Gabi schlug folgendes vor, was ich doch eine interessante Anleitung finde:
Zitat:

Ton bekommt man im gut sortierten Bastelbedarf, hohe Schamottierung mit möglichst kleiner Körnung, in dünne Scheiben schneiden (mit Bindfaden, geht besser als Messer), trocknen lassen und mahlen, zerreiben, zwischen 2Platten oder so.


Man könnte den so gewonnenen Badesand als Alternative zu Lavaerde nutzen. Letztere ist doch recht teuer, wenn man sie in grösseren Mengen braucht.
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Piggilotta
Nager-Erforscher


Anmeldungsdatum: 25.07.2015
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 18.08.2015 08:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hi David,
da haben wir ein kleines Missverständniss. Wie gesagt, von Chins hab ich keine Ahnung, aber Bauchmässig würde ich Lavaerde nicht mal zur regelmässigen/dauerhaften Reinigung von Dickhäutern nehmen - ich halte sie für viel zu gut für den Zweck. Da bliebe nach ner Woche kaum noch ein Säureschutzmantel, oder was immer die haben, übrig. Kanonen auf Spatzten. Einen Esslöffel in eine andere Sand Mischung, mehr würd ich nicht empfehlen.
Tonmehl in größeren Mengen, aber ebenfalls gemischt.
Heilerde in (noch?) größeren Mengen, aber das ist wieder ein Bauch-Ding, die hab ich zu selten in den Händen gehabt - nehm aber an, die reißt nicht ganz so viele Fett- und Dreck-Moleküle an sich. Im trockenen Millieu.
Die wäre auch günstig und es gibt mehr Bezugsquellen.
Die "nötige" Menge bei Ton oder anderem Material, dürfte sich in dem Falle (Reinigungswirkung im Fell) ja auf die Körnchengröße beziehen. (Ich weiss ja nicht mal, ob das "saugend" oder "kämmend" passiert, mit winzig kleinen oder etwas größeren Teilchen.) Bei Lava- oder Heil-Erde ist die Körnung gegeben (klitzewinzig/Mehl), bei Tonmehl variabler.
Wie ist der Boden in den heimischen Regionen der Tiere, was sind die gewöhnt? Ist das verbuddeln der Nahrung an die Reinigung gekoppelt oder nur "zufällig" zusammen? Wenn ich das wüsste, könnte ich weiter spekulieren oder ausschliessen.
Aber Lavaerde, so gern ich sie habe, würde ich nicht als alleinigen Badesand empfehlen. Zu gut.
Ich schau mal, was ich an Bezugsquellen für welche Arten Ton finde und meld mich später wieder. Teuer ist der gar nicht, etwa 6Euro für 10Kilo, auch das zerreiben eines Kilos dürfte in weniger als einer Stunde erledigt sein, wenn man weiss, wie.
Aber das mit der Heimaterde bedarf der Klärung.
Bis bald,
Ahoi!
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8552
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 18.08.2015 21:04    Titel: Re: Badesand aus "schamottiertem" Ton? Antworten mit Zitat

Danke Gabi für die Korrekturen.
Eigentlich habe ich das Thema allgemein aufgreifen wollen, vorallem wegen deinen Informationen zum schamottieren Ton.
Lavaerde hatte ich ehrlich gesagt auch nie als Badesand genutzt, ich habe aber gelesen, dass gewisse Chinchillahalter auch damit ausprobierten. Das Mischen ist letztlich auch immer eine Option, die unter Umständen sinnvoll sein kann.

Was Degus angeht, die ja auch gerne Sandbäder mögen, fand ich meinen Bedarf ihnen Sandbäder anzubieten, mit feinem Quarzsand, der eigentlich für Chinchillas verkauft wurde, bestens gedeckt. Seit die Meerschweine da sind und die Degus weg brauche ich gar keinen Sand mehr. Die Meerschweine können komischerweise mit Sandbäder nicht so viel anfangen... Laughing

Zitat:

Die "nötige" Menge bei Ton oder anderem Material, dürfte sich in dem Falle (Reinigungswirkung im Fell) ja auf die Körnchengröße beziehen. (Ich weiss ja nicht mal, ob das "saugend" oder "kämmend" passiert, mit winzig kleinen oder etwas größeren Teilchen.) Bei Lava- oder Heil-Erde ist die Körnung gegeben (klitzewinzig/Mehl), bei Tonmehl variabler.

Sand allgemein, soll einen hygroskopischen Effekt haben, in diesem Falle also "saugend". Inwiefern gerade bei Tonerden noch zusätzliche Wirkungen durch die Struktur und die Beschaffenheit des Materials hinzukommen, das entzieht sich meinen Kenntnissen. Meines Wissens sollen sie aber eine stärkere Wirkung haben als beispielsweise normaler Quarzsand gleicher Partikelgrösse.

Zitat:

Aber Lavaerde, so gern ich sie habe, würde ich nicht als alleinigen Badesand empfehlen. Zu gut.

Die Frage, die sich mir stellt, sowieso wenn ich denke, was es alles für Möglichkeiten an Chinchillasand gibt, welchen Nutzen hat es oder wieso wählt man es?
1) weil es verfügbar ist
2) weil es gewisse Vorteile gibt (die sich vom Wissen, von Überlegungen des Halters ableiten)
3) weil die Tiere es anderen Sandsorten bevorzugen
4) weil es für die Tiere verträglicher ist, als andere Sandsorten (weniger Staubentwicklung, Tiere reagieren nicht mit Schnupfgeräuschen oder dergleichen)

Zitat:

Ich schau mal, was ich an Bezugsquellen für welche Arten Ton finde und meld mich später wieder. Teuer ist der gar nicht, etwa 6Euro für 10Kilo, auch das zerreiben eines Kilos dürfte in weniger als einer Stunde erledigt sein, wenn man weiss, wie.

Ja davon ging ich aus. Lehm ist ja eher ein günstiger Werkstoff, wobei wenn man im Handel so eine kleine Packung Lehm kauft, kostet die unter Umständen auch recht viel Geld, was dann aber wieder ein anderes Thema ist...

Zitat:

Wie ist der Boden in den heimischen Regionen der Tiere, was sind die gewöhnt? Ist das verbuddeln der Nahrung an die Reinigung gekoppelt oder nur "zufällig" zusammen? Wenn ich das wüsste, könnte ich weiter spekulieren oder ausschliessen.

Das ist schwer zu sagen. Bei den Kaninchen könnte ich dir jetzt sagen, der Boden ist in den überwiegenden Fällen sandig. Ich neige dazu, das auch bei den Degus und ggf. den Chinchillas zu vermuten. Bei den Chinchillas ist der Boden sicher felsig und steinig und was man bei beiden Arten sicher auch annehmen darf, dass ein guter Teil der Erde, des Sands auch aus feinen Teilen vulkanischem Gestein besteht. In den Anden und dem Gebirge in Chile gibt es viel Gestein vulkanischer Herkunft. Ob/inwiefern auch Lehm, Tonminerale und Co. vorkommt, das ist wieder eine andere Frage und aus meiner Sicht schwieriger einzuschätzen.
Vergraben wird die Nahrung in erster Linie aus den selben Gründen, wieso das in unseren Breitengraden Eichhörnchen, Krähen, Eichelhähre und Co. tun: es geht um das Anlegen von Vorräte und diese sind idealerweise Nüsse oder ähnliche Nahrung, die sich durch allzuschnelle Zersetzung z.B. durch eine harte Schale schützen. Weiches und feuchtes Futter wird viel weniger verscharrt, wenn überhaupt.
Oder meinst du, ob sie in Kombination, sprich kurz vorher oder nachher Futter vergraben? Bei mir war es in der Regel so, dass Fressen/Futtervergraben und Fellpflege getrennt wurde. Gerade wenn sie viele Nüsse hatten zu verscharren, da blieb nicht viel Zeit, um zwischendurch auch Fellpflege zu machen. Aber es gab schon auch immer wieder auch Momente, da ging die Fellpflege in Scharren, Suchen nach Nüsse und wieder neu verscharren über oder umgekehrt, dass mal was verschafft wurde und dann wälzte man sich noch zwei oder drei Mal im Sand.
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Piggilotta
Nager-Erforscher


Anmeldungsdatum: 25.07.2015
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 22.08.2015 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ist der link zum Ton: http://www.gerstaecker.de/shop/unser-angebot/aktions-angebote/schulaktion-herbst-2015/keramik-modellieren/schulton-rot-fein-schamottiert-online-kaufen-bei-gerstaecker.de-62003a?refId=5099
Den würd ich für den Anfang empfehlen, ihr könnt euch natürlich auch einen anderen aussuchen.
David, ich muß noch ein bisschen weiter korrigieren:
Wir haben irgendwie ein wenig die Körnung aus den Augen verloren:
Kies - Sand - Mehl.
Bei Lava- und Heilerde sind wir bei Mehl, während Ton mehr Kies/Sand Anteile enthält und nur etwas Mehl (Staub).
Ausserdem ist Lava-Erde irgendwann sehr erhitzt worden und nimmt allein desshalb schon "gieriger" Wasser auf als Heilerde, die wie Ton ein Sediment und damit nicht mal "richtig" Stein ist.
Ich hab die ganze Zeit ein Bild im Kopf, bzw. mit "zu gut" meine ich: Lavaerde allein ist wie Socken in einer Seifenlauge einweichen, auswringen, trocknen und anziehen. Würde kein Mensch machen.
Als Zusatz o.k., mit gröberem dabei, damit die Maus es wieder loswird. (Beim Händewaschen ist ja auch wichtig, die Seife wieder zu entfernen).

Wenn ihr wirklich den Ton kaufen wollt, hab ich noch was feines für die Füsse, zum Krallenabwetzen: Kacheln.
Die müssen ja nicht unbedingt gebrannt werden, getrocknet reingelegt geht auch.
Einfach mit nem Bindfaden Scheiben abschneiden, (mit Messer viel schwerer!), plätten, trocknen, fertig. Getrocknet mal abgewaschen macht die Oberfläche noch rauer. Das Brennen macht sie bruchfest und auch mehr und mehr Wasserfest, (irgendwann wären sie auch säurefest (Klinker))
aber roh geht auch.
Pipi dürfte nicht allzu sehr verkeimen (etwas weniger als beim Sandbad, Oberfläche ist kleiner).
So könnte man "Steine" in einer passenden Größe herstellen, je nach Käfig-Gegebenheiten. Oder Treppchen auspolstern. Und diese Dinger zum Aufstellen von Ästen....
Hab ich erzählt, das ich noch nie einen lebenden Degu gesehen habe?
Ahoi, Piggilotta
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Piggilotta
Nager-Erforscher


Anmeldungsdatum: 25.07.2015
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 22.08.2015 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Das war wohl kein Link sondern eine Adresse. Ist mir ein klein bisschen peinlich, vor allem, da ich das heute nicht werde ändern können.
Gerstäcker googeln, "Schulton rot, schamottiert" ist im Angebot und auf der Startseite.
Die anderen Sorten (sind schöne dabei!) unter "Keramik-Modellieren".
Ahoi
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8552
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 22.08.2015 16:43    Titel: Re: Badesand aus "schamottiertem" Ton? Antworten mit Zitat

Du hattest ein Leerzeichen vor dem "http" vergessen und das Forum erkennt dann den Link nicht. Ich habe es daher korrigiert.

Zitat:

Als Zusatz o.k., mit gröberem dabei, damit die Maus es wieder loswird. (Beim Händewaschen ist ja auch wichtig, die Seife wieder zu entfernen).

Ja das tönt sinnvoll mit den gröberen. Andererseits wegen dem los werden, sie können sich ja schütteln und dann ist es auch wieder weg. Seife dagegen die klebt richtig, selbst Staub sollte da nicht so extem sein.

Zitat:

Wenn ihr wirklich den Ton kaufen wollt, hab ich noch was feines für die Füsse, zum Krallenabwetzen: Kacheln.

Ja das tönt auch gut. Ich hatte bei den Degus Fliesen im Käfig.
Daneben sind auch flache Steine immer interessant.

Zitat:

Hab ich erzählt, das ich noch nie einen lebenden Degu gesehen habe?

Nein. Degus sind jedoch nicht so sehr verbreitet, dass es wahrscheinlich noch viele Leute gibt, die noch nie einen in Echt gesehen haben. Die grössten Boomjahre sind beim Degu schon wieder vorbei. Man findet ihn aber öfters mal in Zoos und Tierparks, zumindest in Deutschland. In der Schweiz werden sie fast ausschliesslich in Privathand gehalten.
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