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Solaranlagen statt Stromsperre

 
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8547
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 08.04.2014 19:13    Titel: Solaranlagen statt Stromsperre Antworten mit Zitat

Huhu,

ich bin auf diesen interessanten Artikel gestossen. Es geht um die Idee für arme Leute Prepaid-Stromzähler einzubauen. Die Idee, es wird nur soviel Strom verbraucht, wie die Leute auch sich leisten können. Der Haken, Strom ist heute so wichtig und wer gerade pleite ist, wird vom sozialen Leben abgeschnitten, kann unter Umständen nicht mal sein handy laden um Termine des Arbeitsamts usw. wahrnehmen usw.

Die Idee für den Ausweg: eine Photovoltaikanlage, welche für Unabhängigkeit schafft. Der Vorteil: nach einer Anfangsinvestition liefert sie doch soviel Strom, dass ein gewisser Mindestbedarf damit gedeckt werden kann: Hilfe zur Selbsthilfe, statt demütigende Bevormundung.

Der Artikel:
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41453/1.html
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8547
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 08.06.2014 04:45    Titel: Re: Solaranlagen statt Stromsperre Antworten mit Zitat

Indirekt beschäftigt mich das Thema zur Zeit:
Stromversorgung über Akkupack und Solarzelle auf Reisen oder bei längerem Aufenthalt in der Natur.

Die Akkutechnologie wird immer besser, wobei bisher im Handel eher schlechte Modelle mit in der Regel zwischen 1500 und etwa 4000 mAh Kapazität üblich sind, bekommt man über den Versandhandel und speziellen Anbieter problemlos kleinere Akkupacks mit 10 000 bis 15 000 mAh, mit denen man nicht nur Kleingeräte wie Mobiltelefone, sondern auch Tablets und leistungsfähigere Geräte problemlos laden kann. Noch leistungsfähiger sind Akkupacks, welche Notebooks laden können und daher auch Ausgangsspannungen bis zu 19 oder 20 V anbieten. Diese gibt es teilweise mit 20 000 oder 30 000 mAh. Es ist heute also deutlich einfacher geworden selbst ein als relativ leistungshungrig geltendes Notebook irgendwo weitweg vom Stromnetz mitten in der Wildnis zu betreiben (z.B. auf einer einsamen Forschungsstation zur Datenerfassung von ökologischen Freilandstudien). Es fehlt also nur noch an passenden Solarzellen zum Laden der Akkus.

Auch hier hat sich in der letzten Zeit viel getan. Um sich ein besseres Bild machen zu können, habe ich mal etwas die Leistungen verglichen und was man damit anfangen kann. Typische Leistungen sind:
* 5-6 W Panels mit 5V Ausgang
* 10-14 W Panels, ebenfalls mit 5V Ausgang

Die Leistung der Solarzellen hängt nun stark von der Sonne ab. Deutschland ist da nicht so begünstigt und wenn wir allgemein den deutschsprachigen Raum nehmen, dann sind wir in Süddeutschland oder konkreter Schweiz/Zürich bei 47 ° N, in Berlin dagegen schon bei 52° N, das sind 5 Breitengrade Unterschied. In Südspanien sind wir bei etwa 38° N, was weiteren 9 Breitengraden entspricht. Doch bedeutender als der Breitengrad ist die Witterung selbst, leichte Bewölkung reduziert schon etwas die Leistung der Solarzellen, heller Schatten kann die Leistung noch mehr abbremsen aber einige Solarzellen kommen immer noch damit zurecht. Regenwetter und Schatten können dann aber teilweise schon die Wirkung soweit abbremsen, dass die Solarzelle kaum noch Leistung liefert.
Ein Beispiel, bei dem die Rechnerei von den Rezensenten durchgeführt wurde:
http://www.amazon.de/Dual-Port-Tragbares-Faltbares-Technologie-USB-Lade-Devices/dp/B00HV891DG/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1402192479&sr=8-2&keywords=anker+solar
Es handelt sich um ein Solarpanel, das mit 14 W Leistung angegeben wird, die Spannung dagegen betrage 5 V und der Strom maximal 2 A. Die tatsächliche Leistung beträgt daher also nur etwa 10 W.
Wie sieht es in der Realität aus? Viele Tester berichten, dass sie bei gutem Frühjahreswetter mit Sonne etwa 1 A rausholen. Ein Rezensent holte bei sonnigem Wetter ende April knapp 1,6 A raus, was darauf hindeutet dass die 2 A vermutlich im Sommer bei bester Sonne in Mitteleuropa knapp erreicht werden könnten und dass der Unterschied zwischen Sommer und Winter, selbst bei voller Sonne bei Solarzellen einen grossen Unterschied ausmachen könnte. Bei bewölktem Wetter oder leichtem Schatten sank der Strom bei besagtem Frühjahreswetter von 1 A schnell auf etwa 0,5 A. Auch da dürfte das Sommerwetter oder südlichere Breitengrade (z.B. mediterranes Wetter) sich positiv auswirken.

Auch zur Ladeleistung findet man Infos, wenn auch eher vage: ein 13 000 mAh Akkupack würde in einem Tag von diesem Panel geladen. Das heisst man könnte danach über 13 Stunden eine Leistung von 5 V und 1 A Strom ziehen. Das ist eine Menge Strom für ein Handy und würde wohl auch zur intensiven Nutzung eines Tablets reichen.

So gesehen: einfache, praxistaugliche Lösungen sind nicht nur relativ erschwinglich, sondern auch recht einfach erhältlich und dank Standardisierung auch recht wartungsarm und einfach im Betrieb. Komplexere Solaranlagen können dagegen schnell ins Geld gehen und sind wohl auch komplizierter in der Einrichtung... sie entsprechen aber vom Komfort dann auch eher unseren Erwartungen, da sie mehr leisten und z.B. mit einem 230 V Konverter man auch normale Haushaltsgeräte benutzen könnte. Bei den Akkupacks ist bei den kleineren Versionen bei 5 V Schluss, die grösseren bieten bis zu 20 oder 24 V Spannung, einige bieten auch nur 9-12 V. Sie sind zwar kompakt und einfach transportierbar, aber doch eher zur Nutzung kleinerer Geräte gedacht. Da heute jedoch viele Geräte schon mit 5V betrieben werden können und die Anzahl stetig zunimmt, steigen hier auch Angebot und Möglichkeiten.

Limiten:
Staubsauger 1000-2000 W, Haartrockner ca. eine ähnliche Leistung, Heizung >2000 W usw.
Zum Vergleich:
Eine Solarzelle mit 10 W müsste 50 Stunden die volle Leistung bringen, damit man eine halbe Stunde mit einem 1000 W Staubsauger saugen könnte. Bei einer viel teureren 100 W Solarzelle wären es immerhin noch 5 Stunden und das wohl gemerkt ohne Verluste, z.B. durch das Wetter oder die Umwandlung in 230 V AC etc. Wollte man den Staubsauger aus einer Batterie speisen, dann müsste sie bei 5 V mindestens 100 000 mAh Kapazität aufweisen, auch das ein Wert der deutlich über den heutigen Akkupacks liegt. Wer also sparen muss, der wird wohl eher mit Holz, Gas oder Öl heizen wollen und auch den Staubsauger gegen einen Besen o.ä. tauschen.

Aber die Beispiele zeigen dennoch, dass es heute einfacher denn je möglich ist, einen Teil des Strombedarfs, gerade bei Mobilgeräten und Notebooks (mit besseren Akkupacks) über Solarstrom zu decken. Das mag vielleicht für den Alltag unpraktisch sein, wer aber viel unterwegs ist, zu Fuss, mit dem Auto, Fahrrad, Motorrad usw. der wird solche Möglichkeiten vielleicht schätzen. Auch wer gerne im Freien arbeitet, gewinnt vielleicht so neue Möglichkeiten: Arbeiten mitten in einem schönen Park in der Stadt und ohne sich Gedanken zu machen, wo die nächste Steckdose ist. Einen richtig grossen Nutzen entfachen solche Lösungen aber sicher bei Leuten, die am Reisen sind, z.B. in Skandinavien, in Südamerika oder im Himalaya... ach was sage ich, ich hätte so ein Ding zum Beispiel auf den Kanaren oder in Spanien auch schon brauchen können (wobei da dann noch die Sache mit dem Mehrgewicht wäre, das bei Rucksackreisen doch recht einschenkt).
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