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Nösenberger......die neue Zielscheibe mancher Tierschützer
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atropa belladonna
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Anmeldungsdatum: 02.12.2008
Beiträge: 1252

BeitragVerfasst am: 13.06.2013 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hasenfrau hat Folgendes geschrieben:
An Komplexmitteln stört mich gar nix. Ich weiß nicht wo Du das rausliest.
Sie sind ihr eigener Therapieweg, sprich eine eigene Therapieform.


Naja, Du hattest geschrieben, dass durch die gleichzeitige Gabe diverser Simile (und genau das sind ja Komplexmittel) eine starke Vereinfachung stattfindet, die Du nicht gutheißt. Deshalb hab ich da nochmal nachgefragt, ob Dich Komplexmittel als solches stören oder dass sie unter "Homöopathie" verwurstet werden. Aber meine Frage hast Du mir ja durch den zweiten Satz beantwortet.


Zitat:
Böse D-Potenzen habe ich auch nicht behauptet.


Ich hab auch nicht behauptet, dass Du das behauptet hast *g* D-Potenzen sind jedoch die Zielscheibe vieler rein klassisch arbeitender Homöopathen (eben weil die D Potenzen nicht von Hahnemann stammen) - durch die Reduktion der Therapie auf organotrope Ebene. Deshalb der Zusatz "böse". Wink
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Hasenfrau
Nager-Erforscher


Anmeldungsdatum: 19.01.2011
Beiträge: 49
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 13.06.2013 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

atropa belladonna hat Folgendes geschrieben:
Hasenfrau hat Folgendes geschrieben:
An Komplexmitteln stört mich gar nix. Ich weiß nicht wo Du das rausliest.
Sie sind ihr eigener Therapieweg, sprich eine eigene Therapieform.


Naja, Du hattest geschrieben, dass durch die gleichzeitige Gabe diverser Simile (und genau das sind ja Komplexmittel) eine starke Vereinfachung stattfindet,...


Von "Simile" hatte ich null geschrieben. Das Similie ist auch nicht Komplexmittel, sondern auf similia similibus curentur rückzuführen: http://flexikon.doccheck.com/de/Simile-Prinzip

Ich erkläre meine Aussage gerne nochmal in anderen Worten, vielleicht ist es dann verständlicher:

Die Vereinfachung bezieht sich darauf, dass man es sich in vielen Schulen oder aber beim Selbstlernen "einfach macht", dass man ganz stumpf diverse Mittel empfielt bzw. auswählt. Das sind meist sogar verschiedene homöopathische Einzelmittel in ganz unterschiedlichen Potenzen. Quasi für den Schnupfen mal eben Mittel X, für die Augen Y und dann nimmt man noch gegen Durchfall Z. Beim Schnupfen nehmen wir ne D-Potenz, das andere mit C-Potenzen (rein als Beispiel um es zu erklären).

Und das sind definitiv keine Komplexmittel a la Heel, Weleda, Wala, Plantavet usw. Hier ist es ja sogar u.U. korrekt verschiedene Komplexmittel von Heel miteinander zu kombinieren. Das gibt ja diese spezielle Therapieform der Homotoxikologie vor. Genau wie bei Weleda oder Wala oder Plantavet. Da zu sagen, die Kombination derer Präparate wäre falsch wäre ein großer Fauxpas! Denn Dr. Reckeweg usw. haben ja genau hier mit ihrer Therapieform ganz bewusst geforscht und eine entsprechende Kombination diverserer Komplexpräparate gewählt.

Natürlich ist für einen klassischen Homöopathen nach Hahnemann die Kombination aus z.B. 3 Heel-Mitteln ein Disaster. Man sagt auch gerne mit ner Kanonenkugel auf Spatzen schießen.
Ich wende das so auch nicht mehr an, eben weil ich kein Homotoxikologe, sondern ein Anhänger der Homöopathie bin.
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Liebe Grüße
Sonja Hasenfrau
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atropa belladonna
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Anmeldungsdatum: 02.12.2008
Beiträge: 1252

BeitragVerfasst am: 13.06.2013 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hasenfrau hat Folgendes geschrieben:

Die Vereinfachung bezieht sich darauf, dass man es sich in vielen Schulen oder aber beim Selbstlernen "einfach macht", dass man ganz stumpf diverse Mittel empfielt bzw. auswählt. Das sind meist sogar verschiedene homöopathische Einzelmittel in ganz unterschiedlichen Potenzen. Quasi für den Schnupfen mal eben Mittel X, für die Augen Y und dann nimmt man noch gegen Durchfall Z. Beim Schnupfen nehmen wir ne D-Potenz, das andere mit C-Potenzen (rein als Beispiel um es zu erklären).


Das habe ich in der Tat falsch verstanden. Ich dachte, die von Dir angesprochene Vereinfachung bezöge sich auf die Anwendung von Komplexmitteln.

Zitat:
Das Similie ist auch nicht Komplexmittel,


... äh nein.... Question Hab ich so auch gar nicht geschrieben. Ein Simile kenne ich als Bezeichnung für ein Einzelmittel, mehrere Simile gemeinsam potenziert = Komplexmittel.
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Miriam
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
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Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 13.06.2013 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Komplexmittel zählen nicht zur klassischen Homöopathie, sondern sind eine Form der "modernen" Homöopathie.

Ich halte auch nichts davon, zuviele Behandlungsmethoden zu kombinieren.

Ich habe heute noch die fragwürdigen Worte einer Homöopathie-Dozentin im Ohr, als sie davon berichtete, dass sie bei einem kranken Hund einfach "alles" ausprobiert hat, Akupunktur/TCM, Homöopathie, sowohl klassische und Komplexmittel und verschiendene andere Präparate, "aber nichts hat geholfen". Ob jetzt dem Hund hätte geholfen werden können, wenn nur klassisch homöopathisch gearbeitet worden wäre, ist die zweite Frage, aber man sollte vielleicht ein Fach besonders gut beherrschen und nicht tausend verschiedene Dinge ausprobieren.

Wer auf seinem Praxisschild tausend Dinge anbietet, kann von den tausend Dingen auch nur einen Bruchteil von Allem. Will man die klassische Homöopathie richtig beherrschen, dann ist es ein lebenslanges Lernen, man wird immer neue Aspekte, neue Mittel oder auch Wirkungsweisen der Mittel entdecken. Alle anderen zusätzlichen Eingriffe, können die Homöopathie nur stören, wenn man nicht weiß, wie die einzelnen Therapien aufeinander wirken.

Durch meine Kaninchen beschäftige ich mich naturgemäß auch etwas mit Phytotherapie und Bachblüten sind eine Form, die gut mit der klassischen Homöopathie zusammen angewendet werden können. Aber im Kern sehe ich mich als klassische Homöopathin und nicht als "Allround-Tierheilpraktikerin".

Die Ausbildung in der Tierheilpraktikerschule hatte ein hohes Niveau was das Vermitteln an tiermedizinischem Wissen angeht (nichteinmal das ist bei allen Schulen die Regel), meiner Meinung nach kann man aber mit den vielen verschiedenen Therapiemethoden, die dort gelehrt wurden zwar einen umfangreichen Einblick erhalten, was es alles für Möglichkeiten gibt, aber letztdendlich wäre mir das ein viel zu großes Durcheinander der Methoden ohne einen roten Faden. Als Einblick ist es ok, aber nicht, um später wirklich etwas damit anfangen zu können und von der "Homöopathie", die gelehrt wurde, war ich fast nur enttäuscht. Allein schon diese riesigen Punktelisten, um ein Mittel aus 600 Anderen auszuzählen. Ich hatte mir ernsthaft überlegt, ob ich so arbeiten will.

Das Problem bei Komplexmitteln entsteht erst dann, wenn der Patient vom klassischen Homöopathen weiterbehandelt werden soll, weil er noch diese und jene Beschwerden hat und nicht weiß, wo die herkommen.
Wenn in einem Mittel bis zu 36 verschiedene Essenzen drin sind, hat man ganz schnell eine Arzneimittelprüfung und man kann als klassischer Homöopath nicht einmal nachvollziehen, ob die neuen Beschwerden eine neue Krankheit ist, zu der eigentlichen Krankheit dazugehört oder durch irgendeines oder mehrerer falscher Mittel innerhalb des Komplexmittels ausgelöst wurden. Aus klassisch homöopathischer Sicht zu lange und falsch eingenommen hätte ich schon Bedenken, dass die vielen Substanzen den Organismus total überfordern.
Hinzu kommt ja auch, dass den Schulmedizinern hinter diesen Komplexmitteln Kenntnisse in klassischer Homöopathie fehlen, die dies beurteilen könnten, würde man sie als Laie fragen, würde man wahrscheinlich die Antwort erhalten "nein", die Mittel schaden nicht.

Hahnemann hat auch mal 2 Mittel miteinander kombiniert und evtl. hätte er zu einem späteren Zeitpunkt auch noch mehr Mittel kombiniert, ABER sicher nicht so, wie es in den Komplexmitteln zu finden ist und in dieser Anzahl sicher auch nicht.

Esoterik kann ja mal ganz "lustig" sein oder in bestimmten Bereichen auch mal persönliche Lösungsansätze bieten, aber ich würde mich nicht trauen, anhand eines Pendels zu entscheiden, welche Medizin der Patient bekommt, das hat für mich eher was mit Wahrsagerei zu tun, aber nicht mit fundierter Mittelauswahl. Ich verstehe an dieser Stelle dann auch, wenn die Homöopathie dann nicht ganz so ernst genommen wird, wie sie es verdient hätte.

Das wichtigste in der Homöopathie ist die Materia Medica. Zu Zeiten der alten berühmten Homöopathen, als es noch keine elektronischen Speichermedien gab, hatten die Homöopathen alles im Kopf gespeichert und danach haben sie auch ihr Mittel ausgewählt. In Zeiten der elektronischen Hilfsmittel unter dem Einfluss der schnelllebigen Zeit ist es schwieriger geworden, alles zu behalten, aber die die Art der Behandlung hat sich dadurch nicht geändert.
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Miriam
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
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BeitragVerfasst am: 13.06.2013 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hasenfrau hat Folgendes geschrieben:

Klassische Tierhomöopathen nach Hahnemann gibts noch weniger. Und durch die vielen modernen und esoterisch wirkenden Neuzweige der Homöopathie ist es leider so, dass viele das mittlerweile der Esoterik zuzählen. Ich sag nur: Astrologische Homöopathie. Augenrollen


Astrologische Homöopathie? Was soll das sein?
Ein Mittel nach dem Sternzeichen auswählen?

Zitat:
Aber so ist der Mensch. Man kann nicht einfach bei altbewährtem Gutem bleiben. Man muss moderne Begriffe zufügen, das weiße Gewand und das Pendel auspacken, nachts im Vollmond ums Feuer tanzen und ruiniert damit nen ganzen Ruf guter Therapeuten.


Hahnemann und seine Schüler würden sich im Grabe drehen. Obwohl....er hatte ja schon damals mit den verschiedenen "neuen" Homöopathen, die sich damals auch so nannten, seinen Kampf.
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Hasenfrau
Nager-Erforscher


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BeitragVerfasst am: 13.06.2013 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Genau Miriam. Man wählt quasi ein Präparat nach dem Sternzeichen aus. Eigentlich ist das ne Art Konstitutionsverschreibung. Nur eben ein neuer Begriff. Weil neue Begriffe klingen megamäßig toll. *ironie-off*.

Zitat:
Ein Simile kenne ich als Bezeichnung für ein Einzelmittel, mehrere Simile gemeinsam potenziert = Komplexmittel.


Ist mir so neu. Ich kenne es nur nach Hahnemann vom Ähnlichkeitsprinzip. Dafür steht die Übersetzung ja auch: simile bedeutet ähnlich, in manchem übereinstimmend. Eine Mehrzahl dieses Wortes kann eigentlich nicht Komplexmittel bedeuten, da es weiterhin ähnlich, in manchem übereinstimmend heißt. Also jetzt rein von der Logik her betrachtet, weißt Du wie ich meine? Aber vielleicht mißinterpretier ich hier auch die Sprache.
Hast Du dazu ne nähere Quellenangabe woher Du die Info hast? Danke.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 13.06.2013 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht, wie Du immer darauf kommst, dass die Mehrzahl eines Similes "Komplexmittel" heißt. Question Question Question

Wenn Dich diese Bezeichnung stört/verwirrt, dann ersetze "Simile" gegen "Einzelmittel", vielleicht wird es dann verständlicher:

In einem Komplexmittel werden mehrere verschiedene Einzelmittel zusammengeführt und z.T. auch gemeinsam potenziert.

Das wollte ich damit sagen.

Ansonsten bleibe ich dabei, dass ich anderen durchaus Fähigkeiten zuspreche, die ich selber nicht (im vollumfänglichen Maße) besitze. Andere Therapieformen können daher genau so sinnvoll und heilsam sein. Sofern sie richtig angewandt werden - und ich denke, darin liegt das Hauptproblem: Man selber kann es nicht beurteilen, wie firm jemand beispielsweise im Auspendeln ist, wenn man es selber nicht kann. Aber damit muß diese Therapieform nicht zwangsweise schlecht oder unseriös sein.

Letztlich ist alles nur ein Instrument, das man beherrschen muß. Gilt übrigens auch für die Allopathie. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang noch gut an die Gasnarkose für Heimtiere, die lange Zeit speziell in Deguhalterkreisen als Nonplusultra galt - und die Injektion wurde verteufelt. Bis dann die ernüchternde Feststellung kam, dass nicht alle Tierärzte gut mit Isofluran&Co. umgehen können und diese Art der Narkose für manche Tiere daher automatisch stressiger wurde.

Und genau so ist es hier auch.
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Hasenfrau
Nager-Erforscher


Anmeldungsdatum: 19.01.2011
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BeitragVerfasst am: 13.06.2013 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

atropa belladonna hat Folgendes geschrieben:
dann ersetze "Simile" gegen "Einzelmittel", vielleicht wird es dann verständlicher


Absolut!
Sorry, aber das Wort Simile ist eben kein Synonym für Einzelmittel. Drum hab ich Dir auch nicht folgen können und so nachgehakt. Nix für ungut.
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Sonja Hasenfrau
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Schlappohr
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Anmeldungsdatum: 15.02.2013
Beiträge: 359

BeitragVerfasst am: 25.06.2013 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin gerade zufällig auf diese Seite gestoßen:http://kaninchendorf.dreipage2.de/link_1830451.html

Wieso ist denn im Nörsenberger Vitamin A, wenn es in der Form gar nicht in der natürlichen Nahrung von Kaninchen vorkommt? Ist das nicht in gewisser Weise schädlich?
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Andreas
Kaninchen würden Wiese kaufen


Anmeldungsdatum: 27.02.2009
Beiträge: 1239

BeitragVerfasst am: 25.06.2013 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Schlappohr hat Folgendes geschrieben:
Wieso ist denn im Nörsenberger Vitamin A, wenn es in der Form gar nicht in der natürlichen Nahrung von Kaninchen vorkommt?

Um Dich zu ärgern.

Ich mache Dir einen Vorschlag: die Betreiberin dieser Webseite ist im folgenden Forum unter dem Benutzernamen "Saloiv" aktiv: Tierplanet. Es wäre also gut, wenn Du Deine Fragen zu ihrer Homepage direkt an sie richtest.

Die Webseite wie auch viele Aussagen der Autorin sind nicht ganz widerspruchsfrei, insofern würdet Ihr Euch wunderbar ergänzen. Ich hatte dort mal eine Diskussion über Getreide in der Ernährung von Kaninchen, die ähnlich ermüdend war, wie die Diskussion mit Dir hier. Sie kann Dir aber wahrscheinlich auch irgendwie die Gemüse-Sache erklären, obwohl ich ihre Argumentation diesbezüglich bis heute nicht so wirklich verstanden habe.

Um nicht noch in dem anderen Beitrag die Seitenzahl zu erhöhen: wenn ein Kaninchen nach einer Erbsenflocke mit zwei Tagen Unwohlsein reagiert, gibt es nur eine Erklärung: diese Flocke muss hoch toxisch gewesen sein. Das ergibt sich aus der Menge und der Durchgangs- bzw. - Verdauungsgeschwindigkeit von Nährstoffen. Das wiederum wirft die Frage auf, warum das zweite Kaninchen (Lea) nicht schon längst an dieser Samenmischung verstorben ist, obwohl es diese wohl regelmäßig bekommt und frisst.

freundliche Grüße,
Andrea
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Miriam
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 26.06.2013 01:54    Titel: Antworten mit Zitat

Schlappohr hat Folgendes geschrieben:
Ich bin gerade zufällig auf diese Seite gestoßen:http://kaninchendorf.dreipage2.de/link_1830451.html

Wieso ist denn im Nörsenberger Vitamin A, wenn es in der Form gar nicht in der natürlichen Nahrung von Kaninchen vorkommt? Ist das nicht in gewisser Weise schädlich?


Öhm, ich sag jetzt mal nix, was der Link mit diesem Beitrag zu tun hat, sonst verrate ich noch alles....

Ich picke mal ein paar interessante Stellen heraus.

Zitat:
"Futter aus dem Supermarkt ist dazu da, um Tiere eine gewisse Zeit am Leben zu erhalten. Mehr nicht."
- Elina Sistonen, Heimtierernährungsberaterin –


Ich kenne Frau Sistonen nicht, aber es spricht nicht gerade für die Seite, wenn sie einen solchen lapidaren Satz aus dem Zusammenhang reißt und für ihre Zwecke interpretiert. Futter (egal woher es kommt) hat immer die Funktion Tiere und Menschen für eine "gewisse" Zeit am Leben zu erhalten, manche sogar bis an ihr Lebensende. Ich kenne Kuntibunt-Kaninchen, die 15 Jahre alt wurden. Das sagt also nichts darüber aus, wie sie ernährt wurden, trotzdem bezweifle ich, ob sie nur mit Gemüse 15 Jahre ausgehalten hätten.

Zitat:
„Nährstoffe sind sowohl Nahrung als auch Gift. Die Menge macht den Unterschied.“
- T. B. von Hohenheim -


Genau. Das gilt nämlich für alles.



Zitat:

"Meiner Auffassung nach gehören viele Verantwortliche der Futtermittelindustrie ins Gefängnis. 5 Jahre mindestens und ohne Bewährung."

- Prof. O. Wassermann, Toxikologie Kiel, 1998 -

Da würden mir Einige mehr einfallen...


Besonders schön ist dieser Abschnitt:


Zitat:
Die erschreckende Bilanz

Schaut man sich auf dem Kaninchenfuttermarkt um, so wird sehr schnell klar, dass all die angebotenen Futtermittel noch nicht einmal das erfüllen, was wissenschaftliche Erkenntnisse nahe legen.

Viele Zusatzstoffe sind derart überdosiert, dass von ernsthaften Schädigungen am Tier ausgegangen werden muss, teilweise enthalten einzelne Futter sogar Giftpflanzen, der Energiegehalt ist eigentlich grundsätzlich für den Erhaltungsbedarf zu hoch und die für die Verdauung sehr wichtige Struktur fehlt oft gänzlich - was schwere Verdauungsprobleme zur Folge hat! Auf der anderen Seite fehlen wichtige Nährstoffe wie etwa Carotin (siehe oben). Andere Nährstoffe, die nicht nötig sind (z.B. B-Vitamine) werden einfach trotzdem zugesetzt, obwohl sie bei einer Überdosis erheblichen Schaden anrichten können.


Welche "wissenschaftlichen Erkenntnisse"? Seit wann steht die Gesundheit von Tieren wie Kaninchen, die man an jeder Straßenecke bekommt, im Fokus der "Wissenschaft"?

Und zur "Wissenschaft" allgemein kann ich nur sagen: Das Ergebnis einer "Studie" hängt immer von denjenigen ab, die ein Interesse verfolgen und meistens wird das Interesse so gut bezahlt, dass schon das richtige Ergebnis herauskommt...

Einer meiner Dozenten mit zwei Dr.-Titeln formulierte "Wissenschaft" so, dass ihm der ganze Wissenschaftskram auf den Geist geht und er manchmal am Liebsten seine Titel abgeben würde, aber ohne Dr.-Titel gilt man ja in der Öffentlichkeit nix und es hört einem auch kaum noch jemand zu.
In diesem Zusammenhang stelle ich fest, dass die schlaue Seite sehr viel Wert auf Zitate von Leuten legt, die in der Gesellschaft etwas darstellen, oft mit einem "Prof." davor. Schön, dann ist die Welt ja in Ordnung. Man zitiert einfach irgendwas, reißt es vielleicht noch aus dem Zusammenhang, vielleicht auch nicht, aber ob es richtig ist, kann ja keiner überprüfen, weil der Zusammenhang fehlt, aber das ist ja auch alles egal, wenn nur der wichtige Zusatz eines Titels davor steht.

Ich hab übrigens schonmal Dr.Titel im Netz gefunden, die man sich für 49,- € bestellen kann. Vielleicht wäre das mal eine Investition für Dich. Aber so sind die meisten Menschen. Äußerlichkeiten sind wichtiger wie der Inhalt. Kann jeder halten wie er will. Auch wissenschaftliche Doktoren sind nicht frei von Fehlern, auch wenn der häufig getragene weiße Kittel ihnen eine unschuldige und vertrauenserweckende Optik verleiht.



Andreas hat Folgendes geschrieben:
diese Flocke muss hoch toxisch gewesen sein. Das ergibt sich aus der Menge und der Durchgangs- bzw. - Verdauungsgeschwindigkeit von Nährstoffen.


Huch, sag bloß! Kann man das irgendwie in Meter pro Sekunde berechnen? Wenn jetzt der Nährstoff x in einen Durchgang mit dem Durchmesser y fließt oder so?


Zitat:
Das wiederum wirft die Frage auf, warum das zweite Kaninchen (Lea) nicht schon längst an dieser Samenmischung verstorben ist, obwohl es diese wohl regelmäßig bekommt und frisst.

freundliche Grüße,
Andrea


Ich glaub, jetzt weißt Du aber selber nicht mehr, ob Du Männlein oder Weiblein bist Wink
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8494
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 26.06.2013 06:45    Titel: Re: Nösenberger......die neue Zielscheibe mancher Tierschütz Antworten mit Zitat

Zitat:

Welche "wissenschaftlichen Erkenntnisse"? Seit wann steht die Gesundheit von Tieren wie Kaninchen, die man an jeder Straßenecke bekommt, im Fokus der "Wissenschaft"?

Das sind typische "weasel words" (zu Deutsch hohle Phrasen, ich finde die englische Version jedoch schöner), von welcher man auf jener sehr viele finden kann, ebenso unvollständige Quellenangaben und die bereits erwähnten fragwürdigen Zitate, die ebenso schwer nachvollziehbar sind... das ist m. E. Effekthascherei und nicht ein Zeichen von Seriosität...
Zu den weasel words: http://en.wikipedia.org/wiki/Weasel_words

Zitat:

A weasel word (also, anonymous authority) may be an informal term[1] for equivocating words and phrases aimed at creating an impression that something specific and meaningful has been said, when in fact only a vague or ambiguous claim, or even a refutation has been communicated.


Bezeichnend ist übrigens, dass die Webung sehr gerne auf solche anonyme Autoritäten setzt.

Dass die Wissenschaft selbst nicht das Mass aller Dinge sein muss, zeigt sich spätestens dann, wenn man sich anschaut, wem sie zudient und wenn man berücksichtigt, wie engsichtig sie in gewissen Themengebieten ist, indem sie schwierige Themen einfach als unsachlich abtut. Die Wissenschaft ist in erster Linie ein nützliches Werkzeug, dessen Nutzen sich aus dem Gebrauch ergibt. Nicht alle Themen lassen sich damit abdecken (siehe Alternative Medizin, da tut sie sich z. B. Schwer damit) und es ist immer auch eine Frage, wie man sie einsetzt, so vieles unter dem Namen Wissenschaft ist nicht objektiv und es ist im Einzelfalle auch oft schwierig alle Einflussfaktoren zu erkennen und mögliche Störeinflüsse zu vermeiden oder in der Diskussion in die Beurteilung miteinzubeziehen. Selbst wenn alles berücksichtigt wird, ist es für Hobbyhalter, wie in diesem Beispiel bequemer, nur die einem liebsamen Erkenntnisse zu erwähnen und daraus sich ein Bild zu basteln, das schön klingt, aber mit der Realität nicht viel zu tun haben muss. Daher sind vollständige Quellenangaben wichtig, damit jeder, der sich diese Zeit nehmen will, wichtige Behauptungen überprüfen kann, wo sie herkommen und welche ursprünglichen Hintergründe dazu geführt haben. Die Kaninchenwiese scheint diese Ansprüche jedoch leider nicht zu teilen...
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Schlappohr
Freak


Anmeldungsdatum: 15.02.2013
Beiträge: 359

BeitragVerfasst am: 26.06.2013 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

Andreas hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte dort mal eine Diskussion über Getreide in der Ernährung von Kaninchen, die ähnlich ermüdend war, wie die Diskussion mit Dir hier.

Entschuldigung, dass ich die Frage gestellt habe. Ich konnte nicht wissen, dass auf der Seite alles zum Thema Vitamin A falsch ist.

Zitat:
Um nicht noch in dem anderen Beitrag die Seitenzahl zu erhöhen: wenn ein Kaninchen nach einer Erbsenflocke mit zwei Tagen Unwohlsein reagiert, gibt es nur eine Erklärung: diese Flocke muss hoch toxisch gewesen sein.

Das verstehe ich nicht.
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alexandra36
Lästermaul


Anmeldungsdatum: 12.02.2011
Beiträge: 171

BeitragVerfasst am: 26.06.2013 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Schlappohr hat Folgendes geschrieben:
Andreas hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte dort mal eine Diskussion über Getreide in der Ernährung von Kaninchen, die ähnlich ermüdend war, wie die Diskussion mit Dir hier.

Entschuldigung, dass ich die Frage gestellt habe. Ich konnte nicht wissen, dass auf der Seite alles zum Thema Vitamin A falsch ist.

Zitat:
Um nicht noch in dem anderen Beitrag die Seitenzahl zu erhöhen: wenn ein Kaninchen nach einer Erbsenflocke mit zwei Tagen Unwohlsein reagiert, gibt es nur eine Erklärung: diese Flocke muss hoch toxisch gewesen sein.

Das verstehe ich nicht.


Andreas meint damit, das es unmöglich ist, das ein Kaninchen von EINER Erbsenflocke solche Probleme bekommt wie du bei Alfred vermutest. Wink
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Schlappohr
Freak


Anmeldungsdatum: 15.02.2013
Beiträge: 359

BeitragVerfasst am: 26.06.2013 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

alexandra36 hat Folgendes geschrieben:


Andreas meint damit, das es unmöglich ist, das ein Kaninchen von EINER Erbsenflocke solche Probleme bekommt wie du bei Alfred vermutest. Wink

Ich habe schon so viele Dinge erlebt, die unmöglich waren und trotzdem geschehen sind.

Angenommen bei Alfred im Darm schlummern irgendwelche Parasiten, Bakterien usw. , die sich durch die Erbsenflocke explosionsartig vermehrt haben und dann Giftstoffe produziert haben, die zu diesen Schmerzen führen. Wäre das so unmöglich?
Dann würde das auch erklären, warum Dystikum hilft.
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