Naja, der Anden-Myth wäre so falsch ja nicht, wenn man anerkennen würde, dass es zwei Chinchilla-Arten gibt, die zwei unterschiedliche Lebensräume bewohnen und dass die Anden nur der eine Lebensraum wäre, dass wir wiederum ebenfalls auch nur eine Chinchilla-Art halten, leider aber eben nicht die Art, die in den Anden wohnt... ok, das sind dann wohl zu viele Bedingungen und Verknüpfungen, als dass man die einem Breifallklatscher oder DAH zumuten könnte.... insofern doch ein Fall für die Mythenkiste...
Ade schöne komplexe Welt... begrüssen wir die die lustige, bunte Schwarzweiss-Comicwelt, in der alles einfach und klar ist, in der Sonnenblumenkerne auch gerne mal ein Getreide sein dürfen und weiches Gras zu weich sein darf für den Zahnabrieb.
Zitat:
Angefangen beim Verbreitungsgebiet in Chile, dem "Anden-Myth", über das empfindliche Chinchilla im Benzinkanister und deren weitere Reisen, die Chapman-Farm bei LA und andere in den USA... die daraus gewonnen Erkenntnisse zur Fellqualität und Reproduktionsraten... und warum man also dazu überging das Wirtschaftstier Chinchilla in geschlossenen Räumen zu halten... wobei das ja fürs Heimchinchilla so manch eine Qual in aufgeheizten Räumen bedeutet. Zusätzlich zB im Winter verbunden mit pathologisch niedrigen Luftfeuchtigkeitraten oder mit höherer Luftfeuchte als im Freien, Dank der Ausdünstungen von Mensch und Tier...

Benzinkanister... jaja, das macht Eindruck, aber nix für empfindliche Ohren...
Ansonsten wirklich eine gute Idee.
Zitat:
Imo das alte Problem: Global orientiert man sich an den "Fach"leuten, die ganz andere Zielsetzungen haben als der Heimtierhalter, national hier in D betet man regelmäßig das hier runter: [home.claranet.de]
In der Tat, da liegt der Hund begraben. Wobei grundsätzlich wäre es ja nicht falsch, wenn man wüsste was man tut, denn grundsätzlich kann man ja auch veraltete Tierratgeber lesen, die viel Mist drin haben. Der springende Punkt liegt aber darin, ob man die Abweichungs-Punkte (man könnte auch sagen "opinion bias" oder so) identifizieren kann und mit ihnen sinnvoll umzugehen weiss. Wenn ein Mindestmass da steht unter jedem niveau, dann besinnen wir uns da auf andere quellen, die uns mehr entsprechen, wenn der Pelzzüchter Pellets füttert für den schönen, seidenweichen und glänzenden Pelz, dann bedenken wir, dass uns vielleicht die Gesundheit wichtiger ist als die Optik des Pelzes. Zum Wohle der Tiere sind wir daher gut Beraten, auch in einem solchen Falle alternative Quellen oder Erfahrungen heranzuziehen.
In einigen Situationen dagegen gibt es auch Neuland zu betreten. Da braucht es Leute, die bereit sind Erfahrungen zu sammeln... was sage ich da, eigentlich jede Tierhaltung ist die Betretung von ein Stück Neuland, das da heisst Individuum Tier. Seine speziellen Ansprüche, Vorlieben usw. gilt es zu erkunden. Aber was sage ich da, das ist doch alles Mist, jedes Tier ist gleich wie das Andere und nein, wir machen keine Experimente mit unseren Tieren (Erfahrungen sammeln sich komischerweise trotzdem über die Jahre) und das mit den Medikamenten, das sind auch keine Experimente, wir sind schliesslich gebildet und wissen was wir tun. Dazu haben wir das Fachwissen aus dem Internet und TÄ-Listen... da kann nix schief gehen.