Es gibt ein paar wenige Pflanzen, wo nur bestimmte Teile verfüttert werden sollten (wobei das meist auch nur eine reine Vorsichtsmaßnahme ist, oft können die Tiere sehr gut auch mit den "verbotenen" Pflanzenteilen umgehen, wenn man sie läßt). So sollte aufgrund des zum Teil sehr hohen Gehalts an cyanogenen Glycosiden beispielsweise keine Steinobstkerne verfüttert werden. Insbesondere Bittermandel und Aprikosenkerne können Rekordwerte aufweisen (mir ist jetzt allerdings kein naturnah ernährtes Tier bisher bekannt geworden, welches sich an Bittermandeln oder Aprikosenkernen vergiftet hatte, selbst wenn sie freien Zugang hatten. Es ist halt wie gesagt eine Vorsichtsmaßnahme, weiter nix.)
Weiterhin ist es möglich, daß die grünen Teile der Königskerze leicht giftig für Chins sind. Die Blüten dagegen sind (vorausgesetzt keine Futtermittelallergie dagegen) problemlos fütterbar. Wilde Karde sind nur die Samen unproblematisch, die Pflanze selbst könnte problematisch bis leicht giftig sein. Eicheln sollten gut ausgreift sein, unreife Eicheln und junge Eichentriebe lösen bei Weidevieh weltweit immer wieder eine Krankheit namens Acorn poisoning aus, die angeblich auch bei Kaninchen auftreten kann. Die Symptome sind Freßunlust, Durchfall, Koliken und Nierenschäden. Da bis heute nicht bekannt ist, was da wirklich abläuft, kann es sich hierbei auch um eine Kreuzreaktion mit Industriefutter handeln. Ich selbst hatte meinen Kaninchen früher auch junge Eichentriebe verfüttert, ohne Freßunlust oder Koliken zu bemerken. Inzwischen verfütter ich nur noch die alten Zweige und Äste und reife Eicheln.Statistik: Verfasst von Murx Pickwick — 14.08.2008, 08:46
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